Kurzbeschreibung

Edward Cullen ist alleinerziehender Vater einer 16 jährigen Tochter. Sein Leben scheint perfekt, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Wahrheit, die er schon viel zu lange verheimlicht hat.
Und es gibt nur eine Frau, die ihn wieder auf den Boden der Tatsachen bringen kann.
All Human, Pairing ExB

Freitag, 19. August 2011

Kapitel 62 - Was lange währt, wird endlich gut!


Edward POV

„Edward…“, hörte ich Bellas Stimme sagen und ich küsste weiterhin ihren Hals.
Niemals hatte ich genug von ihr und ich nutzte jede freie Sekunde, in der ich ihr nah sein konnte, genauso wie in diesem Moment auch.

Meine Hände waren hinter ihrem Rücken verschränkt und ich atmete zufrieden ihren verführerischen Duft ein, während ich meine Augen geschlossen hielt.

„Edward bitte… Ich muss mit dir reden“, sagte sie wieder und versuchte, meine Hände von ihrem Rücken zu lösen.  

Verwundert ließ ich sie los und befürchtete schon das Schlimmste, als ich im ersten Moment ihren Blick sah.

Sie sah verunsichert aus, als ob sie nicht wüsste, wie sie mir etwas schonend beibringen sollte und in mir stieg Panik auf.

Natürlich war es wieder einmal mein Unterbewusstsein, was mich so panisch werden ließ und ohne dass ich es hätte kontrollieren könnten, sah ich die verschiedensten Szenarien vor meinem geistigen Auge ablaufen.

Deutlich konnte ich spüren, wie sich mein Puls und meine Atmung beschleunigten und wie meine Augen hektisch nach einem Anzeichen suchten, dass sie jeden Moment durch diese Tür gehen und nicht wieder kommen würde.

Sicherlich waren meine Gedanken nicht für alle verständlich, doch nachdem was ich erlebt hatte, hatte ich noch immer diese Verlustängste, auch wenn ich wusste, dass Bella mich liebte.

Bella schien zu merken, dass ich panisch wurde und sofort griff sie nach meinen Händen, verschränkte sie mit ihren und schenkte mir ein beruhigendes Lächeln, sodass ich mich gleich wieder ein wenig entspannte.

„Edward… Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel nachgedacht… Über uns und über unsere Zukunft…“, fing sie mit ihrer Erzählung an und ich lauschte aufmerksam jedem einzelnen Wort, welches aus ihrem Mund kam.

Ehrlich gesagt hatte ich nicht den geringsten Schimmer, was sie mir jetzt erzählen wollte.

„Wir beide… Nein, wir fünf sind eine kleine Familie geworden… aber… es ist einfach nicht richtig, wenn ich dich als meinen ‚festen Freund’ oder als meinen ‚Lebensgefährten’ bezeichne… Nein, für mich hört sich das nicht richtig an…. Ich.... Ich will es richtig. Eine richtige Familie sein. Das weiß ich jetzt, also... Willst du mich heiraten?“

Ich blinzelte einige Male und versuchte die Worte, die Bella mir da gerade gesagt hatte, zu verstehen.

Irgendetwas hinderte mich daran ihr eine Antwort zu geben, obwohl mein Innerstes ihr ein lautes ‚Ja!’ entgegen schrie, aber da ich absolut nicht damit gerechnet hatte, dass Bella mich fragen würde, ob ich sie heiraten wollte, stand ich einfach nur da und war für einen kurzen Moment geschockt.

„Edward…?“ Bella ließ meine Hände los und ich bewegte mich immer noch keinen einzigen Millimeter vom Fleck.

Träumte ich etwa gerade oder war mir der Schluck Sekt von vorhin einfach nur zu Kopf gestiegen?

„Oh… ähm… also… verstehe schon…. Ich hätte dich nicht fragen dürfen“, sagte sie hastig, wandte sich von mir ab und drehte sich zur Küchenspüle.
„Wie konnte ich auch nur denken, dass du mich noch heiraten willst, nachdem ich doch schon einmal Ne…“

Doch sie kam nicht dazu, diesen Satz zu Ende zu sprechen, da ich sie, nachdem ich endlich aus meiner Starre erwacht war, zu mir heran zog und sie so leidenschaftlich küsste, dass uns die Luft weg blieb.

Ich träumte nicht!
Es war die Wirklichkeit!

Bella wollte mich tatsächlich heiraten und sie hätte mich in diesem Augenblick nicht glücklicher machen können.

„Oh Bella…“, murmelte ich erleichtert, als ich sie wieder frei gab.

Schwer atmend lehnte ich meine Stirn an ihre und versank in ihren schokoladenbraunen Augen.


„Du… du willst es wirklich“, sprach ich meine Gedanken noch einmal laut aus, um mich auch zu vergewissern, dass ich mir das alles nicht nur eingebildet hatte.

„Ja… Ich will dich heiraten. Ich will deine Frau werden“, hauchte sie mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht und ich platzte fast vor lauter Glück.

Vor lauter Freude hob ich sie hoch und wirbelte sie einmal herum, ich konnte es einfach immer noch nicht fassen und Bella lachte vergnügt, während sie sich an mir festkrallte und ihr Kichern verstummte erst wieder, als ich sie langsam auf dem Boden wieder absetzte.

Jedoch fehlte noch eine ganz besondere Sache.

Sofort griff ich nach meinem Hemd, knöpfte die ersten beiden Knöpfe auf und zog die Kette hervor, an der sich ihr Verlobungsring befand.
Dieser Ring gehörte zu Bella und ich war froh, dass er jetzt endlich dort sein würde, wo er hingehörte.

Mit Vorsicht nahm ich den Ring von der Kette und ging vor ihr auf die Knie.
Zwar hatte Bella mich bereits gefragt, ob ich sie heiraten wollte, aber ich wollte ihr zeigen, dass ich sie verehrte, dass sie die Frau meines Lebens war und dass ich ihr nie wieder so viel Leid zufügen würde, wie ich es einst getan hatte.

Ein Lächeln huschte über meine Lippen, als Bella sofort errötete und als ich meine Hand nach ihrer ausstreckte, reichte sie mir diese sofort.

Dieser Moment würde für immer in meinem Gedächtnis bleiben.

Der Augenblick, in dem ich der Frau, die ich von ganzen Herzen liebte, ihren Ring ansteckte.

Bellas Augen strahlten, als sie den Ring begutachtete und ich blieb noch einen Augenblick in meiner Position, während ich diesen Moment vollkommen auskostete.

„Dieser Ring ist wirklich wunderschön, Edward…“, flüsterte sie beinahe schon ehrfurchtsvoll und drehte ihre Hand einige Male, um den Ring aus allen möglichen Perspektiven zu begutachten.

„Das ist das Wichtigste… Dass er dir gefällt…“ Langsam erhob ich mich wieder vom Boden, legte meine Hände an ihre Taille und zog sie eng zu mir heran.

Sofort fanden meine Lippen den Weg zu ihren und ich konnte nicht sagen was es war, aber etwas fühlte sich dabei anders an.

Es war kein schlechtes Gefühl, ganz im Gegenteil und ich seufzte zufrieden, als ihre Hände sich in meinen Haaren festkrallten und sie gar nicht daran dachte, mich wieder frei zu geben.

Erst als wir beide wieder etwas Luft benötigten, löste ich mich von ihr und öffnete langsam meine Augen.

Bella sah überglücklich aus und auch mir erging es nicht anders.

Wir waren verlobt…

Nachdem wir jetzt insgesamt – mit einigen Unterbrechungen – knapp zwei Jahre zusammen waren, würden wir bald endlich heiraten.

„Ich liebe dich…“, flüsterte ich und küsste zärtlich ihre Wange, was ihr wunderschönes Lächeln nur noch mehr verstärkte.
„Ich liebe dich auch, Edward…“, hauchte sie und schlang ihre Arme um meinen Nacken.

Einige Minuten lang standen wir einfach nur da und hielten uns im Arm, genossen die Nähe des anderen und waren einfach nur überglücklich.

Mir wurde klar, dass die anderen uns sicherlich bald für vermisst erklären würden, denn eigentlich wollten wir nur kurz in die Küche, um Christophers Kuchen zu holen.

„Was ist mit den anderen?“, fragte ich sie mit leiser Stimme.

Sicherlich hatte ich damals schon einige Male erfahren müssen, wie Bella auf solche Situationen reagierte wenn es darum ging, etwas öffentlich zu machen, doch dieses Mal überraschte sie mich.

„Wir werden es ihnen nachher sagen, aber da heute Christophers großer Tag ist, sollten wir uns den Kuchen schnappen und unseren kleinen Liebling glücklich machen“, sagte sie lächelnd und ich stimmte ihr sofort zu.

Bella löste sich von mir, auch wenn ich gerne noch einige Minuten mit ihr genossen hätte, aber sie wandte sich zu der Torte um und holte die Kerze aus eine der Schubladen, platzierte sie auf die Mitte der Torte und zündete sie an.

Ich hatte eine Vorliebe für Bellas Backkünste, was sicherlich auch der Grund dafür war, dass ich ein paar Kilo zugenommen hatte, aber dafür waren ihre Kuchen und Kekse einfach viel zu lecker.

Geistig machte ich mir eine Notiz, dass ich bald mal wieder dem Fitnessstudio einen Besuch abstatten müsste und begleitete Bella zusammen mit der Torte nach draußen.

Sofort bekamen wir Christophers ganze Aufmerksamkeit und er starrte die Torte in den Händen seiner Mom mit großen Augen an.

Alice und Emily stimmten sofort ‚Happy Birthday’ an und ich sah zufrieden zu, wie Christopher immer neugieriger wurde und die Situation ganz genau beobachtete.

„Komm her, kleiner Mann“, sagte ich zu meinem Sohn, nachdem das Lied verstummt war und nahm ihn auf meinen Arm.

Ich hielt ihn sicher fest und hatte seinen Rücken zu meinem Bauch gedreht, damit er zusammen mit mir die Kerze auspusten konnte.

Es stellte sich ein wenig schwierig heraus, Chris zu halten, da er so aufgeregt war, dass er die ganze Zeit zappelte und schon nach der Kerze greifen wollte, doch ich hielt ihn seufzend davon ab.

„Du musst die Kerze auspusten, mein Schatz“, erklärte Bella ihm und küsste seine Wange, was ihm sofort wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte.

„Wir machen es zusammen, okay?“, sagte ich lächelnd und pustete die Kerze aus, was sofort mit einem Quietschen von Chris’ kommentiert wurde und als alle klatschten, klatschte er ebenfalls vergnügt in seine kleinen Hände und zappelte nur noch wilder.

Emmett und Jake waren natürlich die ersten, die sich auf den Kuchen stürzten, denn auch sie wussten von Bellas fantastischen Backkünsten und jetzt stritten sie sich gerade darum, wer die Torte anschneiden durfte.

Letztendlich war es Emily, die die Torte einfach zur Seite schob und sich das erste Stück gönnte, da die beiden einfach viel zu sehr mit Streiten beschäftigt waren.

Die beiden beschwerten sich lauthals über Emilys ‚Frechheit’, während meine Tochter sich zurückfallen ließ und lauthals über die beiden lachte.

Christopher schien ebenfalls unheimlich viel Spaß zu haben und genau das war heute auch das Wichtigste.
Heute war sein erster Geburtstag und ich war froh, dass alle es geschafft hatten zu erscheinen.

Während Chris noch auf meinem Schoß saß, erhob Bella sich von ihrem Platz, griff nach dem Messer und schnitt ein Stück Torte heraus, welches sie mir mit einem Lächeln reichte.

Christopher sah mit großen Augen zu der Torte herunter und ehe ich mich versah, hatte er vor lauter Freude und Aufregung auch schon seine Finger in das Stück Torte gesteckt und war wenige Sekunden später mit Torte beschmiert.

Ich lachte über seinen angestrengten Gesichtsausdruck, als er die Torte an seinen Fingern genauer unter die Lupe nahm und machte ihn wieder sauber, nachdem er sich gleich wieder lauthals beschwert hatte.

Bella war gerade dabei, ein Stück Torte für sich zu schneiden, als Emily plötzlich einen so lauten Schrei von sich gab, dass sowohl ich, als auch alle anderen erschrocken zusammen zuckten.

Wir alle sahen mit großen Augen zu ihr herüber und waren für einen kurzen Moment geschockt, da wir absolut keine Ahnung hatten, was der Grund für ihren ohrenbetäubenden Schrei war.

„Oh mein Gott! Oh mein Gott! Oh mein Gott!!“, rief sie aus und grinste über ihr ganzes Gesicht.

Chris schien den Schock schnell überwunden zu haben, denn sein geschockter Gesichtsausdruck ging nur wenige Sekunden später in ein klägliches Weinen über.

Ich hob ihn behutsam hoch und versuchte ihn wieder zu beruhigen, indem ich ihm etwas zuflüsterte und als ich zu Emily sah merkte ich schnell, dass ich sie fast noch nie so glücklich gesehen hatte.

„MOM! DAD!“, rief sie laut aus und fiel erst Bella und dann mir um den Hals.

Vollkommen überrumpelt erwiderte ich ihre Umarmung und warf ihr dann einen fragenden Blick zu.

„Ihr wollt heiraten?“, fragte sie und sofort wanderten alle Blicke auf Bellas Hand, an der sich der Ring befand und welchen Emily gerade mit großen Augen bewunderte.

„Also, Dad… Eins muss man dir echt lassen… Auch wenn du ständig nur in diesen spießigen Anzügen herum läufst… Was Schmuck für Frauen angeht, hast du es echt drauf“, bemerkte Emily anerkennend.

„Ich nehme das jetzt einfach mal als Kompliment auf“, entgegnete ich mit einem sarkastischen Grinsen und Emily kicherte leise.

Nessie begutachtete den Ring mit großen Augen und es sah fast so aus, als hätte sie Angst ihn zu berühren, weil sie befürchtete etwas kaputt zu machen.

„Aua!“, beschwerte ich mich, als ich einen Schlag am Hinterkopf spürte und Chris lachte vergnügt.
Als ich mich umdrehte entdeckte ich Alice, die ihre Hände in die Hüften gestemmt hatte und mich empört ansah.

„Edward Anthony Cullen! Wann hattest du bitteschön vor uns von der Verlobung zu erzählen?“

„Hey, wieso bin ich hier der Böse? Außerdem haben wir uns gerade erst verlobt. Es ist also noch ganz frisch…“, gab ich mit einem stolzen Grinsen zu und Emmett warf seine Faust in die Höhe.

„Edward kommt endlich unter die Haube!“, rief er froh aus und Bella kicherte über meinen genervten Gesichtsausdruck.

Unsere Familie war eindeutig eine Sache für sich, doch Bellas Lachen war in diesem Moment so zauberhaft, dass ich einfach nicht anders konnte, als zu lächeln.

Sie sah so glücklich und gelöst aus, dass sie über ihr ganzes Gesicht strahlte und ihre Wangen röteten sich leicht, als alle Frauen den Ring an ihrem Finger bewunderten.

Wir hatten zwar noch nicht darüber gesprochen, aber dieser Tag würde ganz alleine uns gehören und vor allem wäre es Bellas besonderer Tag.

Zwar hatte sie bereits einmal geheiratet, nur fehlte damals das Geld für eine richtige Trauung mit anschließender Feier und das wollte ich ihr auf jeden Fall bieten.

Dieser Tag würde für uns unvergesslich werden und als ich zu ihr herüber sah, begegnete sie meinem Blick.

Genau in diesem Moment wurde mir klar, dass wir eine wundervolle Zukunft vor uns haben würden.

Wir hatten einige schwierige Zeiten hinter uns, hatten letztendlich wieder zueinander gefunden und eine wundervolle Familie.
Die Hochzeit würde unser Glück perfektionieren und es gab nichts und niemanden, der uns jetzt noch im Weg stehen würde.

Wir waren bereit für unsere gemeinsame Zukunft.

Bereit unser gesamtes Leben miteinander zu verbringen.

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