Edward POV
Ein Blick auf meine Armbanduhr verriet mir, dass es gleich zehn Uhr war.
Während ich mich den ganzen Morgen lang um Chris gekümmert hatte, schlief Bella immer noch seelenruhig.
Mit großer Wahrscheinlichkeit würde sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie aufwachte, aber da ich ihr einfach auch mal die nötige Ruhe gönnen wollte, hatte ich sie einfach weiterschlafen lassen, auch wenn sie mich gebeten hatte, sie gegen sieben Uhr zu wecken.
Schon des Öfteren in den letzten Wochen, seit sie bei uns eingezogen war, hatte ich ihr diesen Vorschlag gemacht, doch wer Bella kannte, wusste, wie stur sie sein konnte.
Aber ich wollte sie unterstützen und entlasten, außerdem hatte ich wirklich nichts dagegen, mich um Chris zu kümmern.
Möglichst leise öffnete ich die Tür und warf einen Blick in unser Schlafzimmer.
Lächelnd sah ich, wie Bella seelenruhig in unserem Bett lag.
Ihr Brustkorb bewegte sich langsam auf und ab und ihr Mund war leicht geöffnet.
Ein Lächeln zierte ihre Lippen und ich war froh, dass sie endlich mal ein wenig Ruhe hatte.
Seit dem Vorfall in Bellas Haus schlief sie jede Nacht in meinem Bett und ich konnte nicht glücklicher sein.
So ein Glück hatte ich eigentlich noch nicht einmal verdient nach dem, was ich ihr angetan hatte, aber sie hatte mir eine Chance gegeben, die ich auch durchaus zu nutzen wusste.
Dank des Kurses, den ich besuchte, hatte ich meine Gefühle im Griff.
Zwar gab es manchmal Momente, in denen mich die Wut erneut packte, doch ich schaffte es immer wieder, mich zu beruhigen und einen klaren Kopf zu bewahren.
Ich war stolz auf mich selbst und wenn ich mich recht erinnerte war es lange her, seitdem ich mich das letzte Mal so gefühlt hatte.
Bella und ich hatten einen weiteren, bedeutsamen Schritt in unserer Beziehung getan und dennoch gab es da einige Dinge, die unausgesprochen waren und aus diesem Grund hingen wir noch immer ein wenig in dieser verzwickten Situation fest.
Zwar wohnten wir jetzt zusammen, aber etwas schwebte über uns.
Unausgesprochene Worte über die Zukunft und über unsere Gefühle, die wir noch nicht klar definiert hatten.
Heute hatte ich etwas Schönes für uns beide geplant.
Christopher würde zusammen mit Emily, Nessie und meinen Eltern unterwegs sein, da sie alle gerne einen Tag mit unserem Sohn verbringen wollten.
Für Emily war dieser Tag perfekt, denn sie konnte den Tag mit ihren Großeltern und ihrem kleinen Bruder verbringen und Bella und ich hätten einmal wieder Zeit für uns.
Ich hatte beschlossen sie zu verwöhnen, denn das hatte sie verdient.
Sie hatte mehr als das verdient, aber wenigstens das konnte ich ihr bieten.
Jetzt war es aber erst einmal an der Zeit, meine Bella aufzuwecken, denn meine Eltern würden in zwei Stunden eintreffen und ich hatte extra für Bella und mich Frühstück gemacht.
„Guten Morgen Bella“, flüsterte ich mit sanfter Stimme, schlich mich langsam zu ihr ins Bett und küsste ihre Stirn, was das Lächeln auf ihrem Gesicht nur noch mehr vertiefte.
Es dauerte einige Sekunden, bis sie ihre Augen öffnete und sie mich schläfrig, aber unheimlich zufrieden ansah.
„Morgen“, murmelte sie schläfrig und umarmte ihr Kissen, während sie mich anlächelte.
„Wie spät ist es?“, wollte sie von mir wissen und ließ ihren Blick kurz an mir herabwandern.
Es war bereits hell und ich hatte mich schon umgezogen, also ahnte sie vielleicht bereits, dass ich sie hatte länger schlafen lassen.
„Zehn Uhr“, erwiderte ich und sah, wie sie einige Male blinzelte und mich dann empört ansah.
„Edward! Du solltest mich doch wecken!“, rief sie laut aus und saß innerhalb von wenigen Sekunden kerzengerade im Bett.
„Bella, beruhige dich. Du hast dir den Schlaf mehr als nur verdient und außerdem habe ich mich schon um Chris gekümmert. Alles ist okay“, versicherte ich ihr und küsste beruhigend ihre Wange.
Sie seufzte und ihr Blick fiel auf das Tablett, welches ich neben mir auf das Bett gestellt hatte.
„Du hast Frühstück gemacht?“ Neugierig sah sie zu den Köstlichkeiten herüber und schenkte mir dann ein strahlendes Lächeln.
„Mhmmm“, bestätigte ich grinsend und wurde überrascht, als sie ihre Arme um mich schlang und mich fest an sich drückte.
„Danke…“, flüsterte sie und ich lachte leise.
„Gern geschehen. Das ist jedoch nicht das Einzige, was ich heute mit dir vorhabe, aber erst einmal widmen wir uns dem Frühstück. Lässt du mich unter die Decke?“, fragte ich sie neckend, da sie die Decke vollkommen in Beschlag genommen hatte.
Nickend schlug sie die Decke zur Seite und ich legte mich zu ihr.
Wir genossen das gemeinsame Frühstück und die Ruhe in unserem Haus. Das Babyphon hatte ich auf den Nachttisch neben mich gestellt, falls Chris vielleicht aufwachen würde, aber er gönnte uns diese gemeinsamen Minuten und ich war meinem Sohn auch unheimlich dankbar dafür.
Bella hatte sich gerade an meine Brust gekuschelt, als es an der Tür klingelte.
Verwundert warf ich einen Blick auf die Uhr.
Uns war gar nicht aufgefallen, dass wir fast zwei Stunden hier gemeinsam verbracht hatten und Bella schoss wie von der Tarantel gestochen auf und stolperte fast aus dem Bett.
„Du meine Güte… Ich bin noch gar nicht fertig“, jammerte sie und verschwand in dem begehbaren Kleiderschrank.
Lachend schüttelte ich den Kopf, während ich mich langsam aus dem Bett erhob und als ich das Zimmer verließ, hörte ich sie noch wild vor sich hin fluchen.
Es klingelte mehrmals hintereinander erneut die Türglocke und ich konnte mir sicher sein, dass Emily ebenfalls dabei war und sie wieder einmal ihren Schlüssel vergessen hatte, denn so etwas konnte einfach nur von ihr kommen.
Als ich unten ankam und die Tür öffnete, sah ich auch schon ihr hübsches Gesicht und sie verdrehte grinsend ihre Augen.
„Endlich! Wurde ja auch mal Zeit! So und jetzt will ich zu meinem kleinen Lieblingsbruder!“ Sie schob mich mit einem zufriedenen Lächeln zur Seite und Nessie folgte ihr, nachdem sie mich zur Begrüßung umarmt hatte.
Kopfschüttelnd und mit einem Lächeln auf den Lippen wandte ich mich meinen Eltern zu.
Vor allem meine Mutter sah überglücklich aus und gab mir einen Kuss auf die Wange.
Meine Eltern hatten uns vorsichtig gefragt, ob sie mal einen Tag mit Christopher verbringen durften.
Natürlich würden sie ihn gegen Abend wieder nach Hause bringen und Bella und ich hatten auch nichts dagegen, da wir sicher sein konnten, dass er bei ihnen in guten Händen war.
Nachdem ich auch meinen Vater begrüßt und meine Eltern hereingebeten hatte, sah sich meine Mutter suchend im Wohnzimmer um und warf sogar einen verwunderten Blick in die Küche.
„Wo ist denn Bella?“, fragte sie und eine Spur Enttäuschung schwang in ihrer Stimme mit.
Esme war froh, dass Bella und ich wieder ein Paar waren und sie war vollkommen aus dem Häuschen gewesen als ich ihr mitgeteilt hatte, dass Bella ab sofort bei mir wohnen würde.
„Sie müsste eigentlich jeden Moment…“ Doch noch bevor ich den Satz zu Ende gesprochen hatte, hörte ich auch schon ihre schnellen Schritte auf der Treppe und sie eilte die Stufen herunter.
Ich unterdrückte ein Grinsen, da ihre Haare ein wenig durcheinander waren und eine kleine Haarsträhne von ihrem Kopf abstand.
„Wir wollten euch nicht bei irgendetwas stören“, hörte ich meinen Vater neben mir murmeln und sah, wie auch er grinste.
Bellas Wangen röteten sich und sie erwiderte die Umarmung meiner Mutter.
Es schien ihr nur noch unangenehmer zu sein, als Esme ihre Haare schnell richtete und sie warf mir einen gespielt bösen Blick zu.
„Es ist so toll, dass wir den Tag heute mit Chris verbringen können“, sagte meine Mutter mit strahlendem Gesicht und umarmte Bella gleich noch einmal.
Chris liebte seine Großeltern und Carlisle und Esme hatten ihn natürlich sofort in ihr Herz geschlossen.
„Wir wünschen euch ganz viel Spaß dabei. Passt mir gut auf meinen Kleinen auf, ja?“, murmelte Bella und ich konnte sehen, dass sie meinen Eltern zwar vertraute, aber es eine ungewohnte Situation für sie war, unseren Sohn nicht bei sich zu haben.
„Wir bringen ihn dir heute Abend wohlbehalten zurück. Versprochen“, erwiderte mein Vater und Bella atmete einmal aus, während sie dankbar lächelte.
„Boah, Chris. Du hast ganz schön zugelegt“, hörte ich Emily sagen und sah, wie sie zusammen mit Chris auf dem Arm und Nessie die Treppe herunter kam.
Chris brabbelte munter vor sich hin und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit, die er von seinen beiden Schwestern bekam. Er hatte die beiden total im Griff.
„Da ist ja mein Enkel!“ Esme breitete ihre Arme aus, als Emily in ihre Richtung lief und Chris strampelte aufgeregt in ihren Armen, als er seine Grandma entdeckte.
„Wir fünf werden heute einen wundervollen Tag verbringen“, versprach sie ihm mit einem Lächeln und Chris lächelte zufrieden zurück.
„Dannnnnn… Werden wir euch mal alleine lassen, nicht war Ness?“ Emily grinste, während sie zu Bella und mir herüber sah und begaben sich zusammen mit Chris und meinen Großeltern nach draußen, nachdem wir beide uns von unserem Sohn verabschiedet hatten.
Bella fiel es sichtlich schwer, doch wie immer ließ sie sich fast nichts anmerken.
Behutsam legte ich meine Hand an ihre Taille und zog sie zu mir herüber während wir den Anderen hinterher sahen und noch einmal winkten, bevor sie schließlich nicht mehr zu sehen waren.
Ich ließ die Tür hinter mir ins Schloss fallen und legte meine Arme um Bella, küsste beruhigend ihre Stirn und warf ihr einen prüfenden Blick zu.
„Alles okay?“, fragte ich sie vorsichtshalber noch einmal und sie nickte.
„Klar“, versicherte sie mir lächelnd und sah zu mir auf.
Langsam beugte ich mich zu ihr und küsste sanft ihre Lippen, was ihr sogleich ein wohliges Seufzen entlockte.
„Freust du dich auf heute Abend?“ Ich strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und genoss das Lächeln, welches sich sogleich auf ihrem Gesicht ausbreitete.
„Ja… sehr“, bestätigte sie mir nickend und ich küsste ihre Wange.
Natürlich spürte ich, dass Bella ihre Tochter vermisste, auch wenn Nessie so oft es nur möglich war, bei uns vorbeischaute, aber das war nun einmal nicht das Gleiche.
Bella und ihre Tochter hatten fast siebzehn Jahre lang zusammengewohnt, waren die besten Freundinnen und verstanden sich unheimlich gut, da war es verständlich, dass Bella sie unheimlich vermisste.
Oft hatte ich Bella nachdenklich auf der Couch sitzen sehen und versucht sie aufzumuntern, doch so wirklich schaffte sie es nicht, wieder entspannt zu sein.
Nur zu gut wusste ich, wie sie sich fühlte.
Als Emily damals zu ihren Großeltern gezogen war, war es schrecklich für mich gewesen.
Natürlich hatten wir beide uns oft gestritten und das nicht gerade leise, weil wir beide ein ziemlich großes Temperament besaßen, aber dennoch war sie meine Tochter und ich wollte für sie da sein und sie beschützen.
Vor einigen Tagen hatte ich beschlossen, die Sache ein wenig voranzutreiben.
Als Bella Alice in dem Buchladen besucht hatte, hatte ich mir den Tag frei genommen und mich an die Arbeit gemacht.
Emily wollte unbedingt, dass Nessies Zimmer gegenüber von ihrem lag, also hatte ich das Gästezimmer ausgeräumt und angefangen, die Wände zu streichen.
Ich wollte sowohl Bella, als auch Nessie überraschen, also versuchte ich die Arbeit so schnell wie möglich zu erledigen.
Die neuen Möbel hatte ich bereits bestellt und da wir einige von Nessies alten Sachen, die sie gerne behalten wollte, auf dem Dachboden gelagert hatten, war das auch schon einmal ein Problem weniger.
Nach etlichen Stunden stand ich schließlich zufrieden und mit Farbe bekleckert in dem Zimmer und sah mir das Werk an.
Falls es Vanessa nicht gefallen würde, konnte sie es immer noch gerne ändern, aber ich wollte ihr auch ein wenig Arbeit abnehmen und ich wusste, dass sie es schätzen würde.
Nie im Leben würde ich den Gesichtsausdruck auf Bellas Gesicht vergessen als sie die Treppen nach oben lief und registrierte, was ich da den ganzen Tag lang getan hatte.
Sie war so glücklich über die Tatsache gewesen, dass ich mich so für ihre Tochter ins Zeug gelegt hatte, dass sie mich einfach etliche Minuten lang umarmt und fast erdrückt hatte.
Wenn ich ehrlich zu mir selbst war, dann war Nessie auch für mich schon wie eine Tochter.
Anfangs war es immer schwierig zwischen uns beiden gewesen, doch jetzt verstanden wir uns super und ich hatte ebenfalls das Bedürfnis, mich um sie zu kümmern, sie zu beschützen und sie glücklich zu machen, genauso wie es bei Emily der Fall war.
Jake würde immer ihr Vater sein, das stand vollkommen außer Frage, aber ich war glücklich, dass Nessie mich akzeptiert hatte.
Heute war es endlich soweit.
Jake würde gegen Abend nach Hause kommen und Nessies restliche Sachen zu uns bringen, damit sie hier einziehen konnte.
Zum Glück war Vanessa begeistert gewesen und hatte mich – genauso wie ihre Mutter – beinahe erdrückt als sie erfahren hatte, wer das Zimmer gestrichen und umgeräumt hatte.
Dann wäre unsere Familie endlich komplett.
„Lass uns ins Wohnzimmer gehen“, flüsterte ich Bella ins Ohr und sie nickte, griff nach meiner Hand und begleitete mich ins Wohnzimmer zu unserer Couch.
Sie wollte noch in die Küche gehen, um uns einen Kaffee zu machen, doch ich schüttelte nur mit dem Kopf und übernahm diese Aufgabe, denn Bella sollte heute nicht einen Finger krümmen.
Mit zwei frischen Tassen Kaffee in der Hand kam ich wieder ins Wohnzimmer und ließ mich neben Bella auf der Couch nieder.
Sie nahm ihre Tasse in ihre Hände und begutachtete nachdenklich die braune Flüssigkeit.
„Worüber denkst du nach, Liebes?“, fragte ich sie neugierig und wandte meinen Oberkörper zu ihr.
„Ich habe einfach nur daran gedacht, wie sich alles zwischen uns entwickelt hat…“, erklärte sie mir und ein Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen.
„Ich meine… Hättest du vor einem Jahr geglaubt, dass wir beide einmal ein Baby bekommen würden und gemeinsam in deinem Haus wohnen? Wie eine richtige Familie?“
Neugierig sah sie mich an und ich trank einen Schluck von meinem Kaffee.
„Ehrlich gesagt, nein. Ich hatte es sogar schon aufgegeben zu glauben, dass ich jemals eine richtig gute, funktionierende Familie haben würde… Ich hatte es mir immer gewünscht, aber Hoffnung hatte ich damals schon lange nicht mehr. Nun… bis zu dem Zeitpunkt, in dem du in mein Leben getreten bist.“
Ich breitete meine Arme aus und ich brauchte ihr noch nicht einmal zu sagen, was ich damit bezwecken wollte, denn schon wenige Sekunden später rückte Bella ein Stück näher zu mir, lehnte sich mit ihrem Rücken an meine Brust, während ich meine Arme um sie schlang.
„Ja… Du hast dich so sehr verändert“, flüsterte sie nachdenklich und seufzte dann leise.
„Gut oder schlecht?“, wollte ich von ihr wissen, da ich ihre Reaktion in diesem Moment nicht so wirklich einschätzen konnte.
„Etwas Gutes… Etwas sehr Gutes sogar… Als ich dich das erste Mal gesehen habe, da warst du ein arrogantes, gemeines und schreiendes Arschloch“, erklärte sie mir und ich lachte leise.
„Hmm... Danke für das Kompliment.“
„Du weißt, was ich meine…“ Bella warf mir einen kurzen Blick zu und ich küsste sanft ihre Wange, während ihre Hand sich auf meinem Arm legte.
Ihre Fingerspitzen strichen mit langsamen Bewegungen an meinem Arm auf und ab.
Ich bekam eine Gänsehaut durch ihre Berührungen und es zeigte sich sofort ein kleines Lächeln auf Bellas Lippen.
„Natürlich weiß ich das. Du hast ja auch recht. Ich konnte mich nicht einmal selbst ausstehen“, gestand ich seufzend und schüttelte den Kopf.
Es war unglaublich, wie ein Mensch sich mit den Jahren zum Schlechten verändern konnte, denn schließlich war ich nicht immer so ein unausstehlicher Typ gewesen.
Zum größten Teil war es die Einsamkeit und das schlechte Gewissen gewesen, welches mich zu dem Menschen gemacht hatte, der ich gewesen war.
Gott sei Dank war jetzt alles anders.
„Weißt du… Ich bin wirklich stolz auf dich, Edward“, hörte ich Bella mit leiser Stimme sagen und beobachtete, wie sie meine Hand mit ihrer verschränkte.
Verwundert zog ich eine Augenbraue hoch und wartete, bis sie fortfuhr.
„Du hast dich so sehr bemüht, deine Gefühlsausbrüche unter Kontrolle zu bekommen und du hast es auch geschafft. Es muss bestimmt schwer für dich sein, denn wenn wir uns manchmal streiten kann ich sehen, dass du dich wieder beruhigen musst, aber du schaffst es immer wieder und genau das finde ich so bewundernswert“, erklärte sie mir und ich konnte in ihrer Stimme hören, wie stolz sie darauf war.
„Ja, es ist manchmal schwer und auf der Arbeit fällt es mir meist noch am schwersten, doch ich weiß, dass es das alles wert ist. Das habe ich alles nur dir zu verdanken.“ Ich küsste ihre Schläfe und zog sie ein Stück näher zu mir heran.
„Ich habe nichts dazu beigetragen“, entgegnete sie schulterzuckend.
„Doch… Du hast mir die Augen geöffnet und du warst endlich mal jemand, der mir über den Mund gefahren ist und mich zurechtgewiesen hat. Wer hätte schon sagen können, ob ich jemals verstanden hätte, was aus mir geworden ist, wenn du nicht gewesen wärst?“
„Hör auf… Du machst mich noch ganz verlegen“, bemerkte Bella kichernd und wollte ein Stück von mir wegrücken, doch ich hielt sie weiterhin fest.
„Ich liebe das, wenn du verlegen wirst“, erklärte ich ihr und küsste mich an ihrem Hals entlang.
Bella schien darauf nicht vorbereitet gewesen zu sein und ihr entwich ein wohliges Seufzen, was mir sofort eine Gänsehaut bescherte.
Doch so wohl ich mich auch in diesem Moment fühlte, irgendetwas bereitete mir immer noch Sorgen und ich hasste mich für diesen Gedanken, der kurz in meinem Kopf aufflackerte.
„Bist du glücklich…?“, fragte ich sie vorsichtig und merkte sofort, wie sehr sich meine Stimme verändert hatte. Sie wirkte irgendwie… ängstlich.
Bella schien es ebenfalls bemerkt zu haben, denn sie richtete sich auf und sah mich mit großen Augen an.
„Natürlich bin ich glücklich. Ich könnte nicht glücklicher sein… Wieso fragst du das?“
„Ich… nun ja… Einfach nur so“, war meine klägliche Antwort und an Bellas Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass sie mir nicht glaubte.
Es war nicht so, dass ich sie mit ihr verglich, aber dieses Erlebnis von damals hatte sich in meinem Unterbewusstsein eingebrannt und ich hatte einfach Angst, dass ich eines Tages aufwachen und wieder allein sein würde…
„Du kannst es mir sagen, Edward… Ich werde dich nicht verurteilen“, versprach sie mir und das Schlimme an dieser Sache war, dass sie es wirklich nicht tun würde.
Bella würde mich nicht dafür verurteilen und das verstärkte mein schlechtes Gewissen nur noch mehr.
„Es ist… Ich dachte einfach nur daran, dass du in der letzten Zeit so geschafft warst und Chris schreit so viel… und ich war nicht immer da und… nun ja…“ Ich schaffte es einfach nicht, die Worte, die in meinem Kopf herumspukten, laut auszusprechen, aber als ich in Bellas Augen sah, wusste ich, dass sie genau verstand, was ich damit meinte.
„Bitte sei mir nicht böse“, murmelte ich leise und wich ihrem Blick aus, aber sofort legten sich ihre Hände an meine Wangen und sie zwang mich dazu, sie anzusehen.
„Edward… Bitte glaub mir, ich werde dich nicht einfach so verlassen. Ich werde nicht einfach so sang und klanglos verschwinden, dafür liebe ich euch alle viel zu sehr. Ich weiß, dass du diese Angst noch manchmal hast, aber glaub mir. Ich bleibe bei dir. Für immer…“ Bevor ich auch nur irgendetwas darauf erwidern konnte, legten sich ihre Lippen auf meine und ich schloss genussvoll meine Augen.
Sie war die Frau meines Lebens und ich konnte mir ein Leben ohne sie einfach nicht mehr vorstellen, deswegen waren ihre Worte für mich nur noch schöner.
„Danke…“, flüsterte ich, nachdem sie meine Lippen wieder freigegeben hatte und Bella lächelte.
„Nichts zu danken. Es ist nur die Wahrheit.“
„Ich liebe dich, Bella“, antwortete ich mit aller Leidenschaft, die ich aufbringen konnte und beobachtete ihr Gesicht, während ihre Fingerspitzen über meine Wange strichen.
„Ich liebe dich auch, Edward“, antwortete sie und ich seufzte zufrieden, bevor ich sie erneut küsste.
Ihre Hände krallten sich in meinen Nacken und meine Hand blieb für den ersten Moment regungslos an ihrer Taille, bis ich es schließlich wagte und sie langsam auf und ab bewegte.
Die Emotionen, die im nächsten Moment in mir tobten, konnte ich fast nicht beschreiben.
Es war so verdammt lange her, seitdem ich sie das letzte Mal wirklich berührt hatte und auch wenn diese sanfte Berührung recht harmlos war, löste sie ein Feuerwerk in meinem Inneren aus.
Verwunderlicherweise schien es Bella genauso zu gehen, denn sie schreckte nicht zurück und zog mich sogar noch zu sich herüber.
Schwer atmend lag ich über ihr und beobachtete aufmerksam ihr Gesicht.
In ihren Augen sah ich, dass auch sie es wollte, dass sie jetzt bereit dazu war, doch ich wollte es richtig machen.
„Lass uns nach oben ins Schlafzimmer gehen…“, flüsterte ich mit leiser Stimme direkt neben ihrem Ohr und sah die Gänsehaut, die sich auf ihrem Körper ausbreitete.
„Okay…“, hauchte sie zurück und kraulte meinen Nacken, während sich ein zufriedenes Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete.
Meine Arme legten sich um sie und ich hob sie hoch.
Bella schien mit diesem Vorhaben nicht gerechnet zu haben und sie gab einen erschrockenen Laut von sich, bevor sie sich haltsuchend an mich klammerte.
„Edward…! Ich bin… dir doch viel zu schwer“, sagte sie sogleich und errötete, als ich mich zusammen mit ihr aus dem Wohnzimmer entfernte.
„Nein, bist du nicht. Glaub mir“, versicherte ich ihr und sie nickte.
Bella schwieg und schmiegte sich ein wenig an mich, während wir die Treppe in Richtung Schlafzimmer hoch liefen.
Mir war bewusst, dass sie nervös sein musste, aber mir erging es nicht anders, schließlich war es schon Monate, wenn nicht sogar fast ein Jahr her, seitdem wir das letzte Mal miteinander geschlafen hatten und in dieser Zeit hatten sich so viele Dinge geändert.
Ich schaffte es die Tür zu unserem Schlafzimmer zu öffnen und sie mit meinem Fuß wieder zu schließen.
Behutsam legte ich Bella auf unser Bett und nahm mir einen Moment Zeit, um sie anzusehen.
Ihre Wangen waren gerötet, ihre Lippen leicht geöffnet und in ihrem Blick konnte ich die Liebe sehen, die sie für mich empfand.
Dieser Moment war perfekt und ich versuchte ihn so gut es ging zu genießen.
Langsam ließ ich mich auf dem Bett nieder, stützte meine Hände neben ihr ab und ehe ich mich versah, lagen ihre Hände an meinen Wangen und sie zog mich herunter, damit ich endlich wieder in den Genuss ihrer Lippen kommen konnte.
Ich ließ ihr die Zeit, die sie brauchte und ließ es langsam angehen.
Erst als wir beide wieder Luft benötigten, gab ich sie frei, doch meine Lippen verließen nicht einen Moment lang ihren Körper.
Genussvoll küsste ich mich an ihrem Hals entlang und ich konnte spüren, dass Bella sichtlich ungeduldiger wurde, was ich als ein gutes Zeichen deutete.
Die Stimmung, die in diesem Moment zwischen uns herrschte, war unglaublich und mir wurde bewusst, wie sehr ich diese Nähe und Zweisamkeit vermisst hatte.
Bellas Hand klammerte sich beinahe schon verzweifelt in meinen Oberarm und als meine Hände unter ihr Shirt wanderten, verkrampfte sie sich, was mich sofort stoppen ließ.
„Alles okay?“, flüsterte ich und küsste die Stelle hinter ihrem Ohr von der ich wusste, dass ihr das immer besonders gefallen hatte.
„Ja…“, hauchte sie leise, schien aber immer noch nicht überzeugt zu sein.
„Wir müssen das nicht tun… Ich dachte mir nur es wäre vielleicht ein wenig leichter, wenn wir es langsam angehen lassen“, sprach ich meine Gedanken laut aus und Bella seufzte leise.
„Doch schon… es ist nur…“ Sie wand sich leicht in meinen Armen und ich gab sie frei, denn ich wollte sie weiß Gott nicht zu irgendetwas drängen.
„Ich möchte es…“, sagte sie schnell und griff nach meinen Händen, die ich von ihr wegziehen wollte, doch sie ließ es nicht zu.
„Ich weiß nur nicht… na ja… ob ich dir noch gefalle“, gestand sie mir leise, biss sich auf ihre Unterlippe und wandte ihren Blick von mir ab.
Mir war klar, dass Bella diesen Gedanken haben musste, denn ihrer Meinung nach, war sie schon immer gewöhnlich und nicht sonderlich hübsch gewesen, doch für mich war sie bei weitem mehr als nur das.
„Bella… Zerbrich dir bitte nicht deinen hübschen Kopf darüber, okay? Für mich bist und bleibst du die schönste Frau auf der Welt… und die Tatsache, dass du noch ein Baby bekommen hast, wird auch nichts daran ändern können“, erklärte ich ihr mit einem Lächeln auf den Lippen und sie seufzte, wagte es endlich wieder ihren Blick aufzurichten und mich anzulächeln.
Ihre Antwort war schlicht und ergreifend, dass sie ihre Arme um meinen Nacken legte und mich langsam zu sich heran zog.
Ich wusste nicht ob es meine Worte oder mein Blick waren, der sie dazu veranlasste, die Initiative zu übernehmen, doch als ihre Hände von meinem Nacken zu meiner Brust wanderten und sie langsam die ersten Knöpfe meines Hemdes öffnete, versagte meine Denkfähigkeit und mir entwich ein leises Stöhnen.
Natürlich musste ich zugeben, dass ich auch nur ein Mann war und ihre Berührungen durchaus vermisst hatte, also schämte ich mich nicht für die Reaktion, die sie sogleich bei mir auslöste.
Sanft aber bestimmt zog ich sie näher zu mir heran und presste meinen Körper an ihren, da ich diese Distanz zwischen uns endlich überwinden wollte.
„Berühr mich, Edward“, hauchte sie mir ins Ohr und mir stockte der Atem, als ich ihre Worte hörte.
In diesem Moment kam ich mir vor, als wäre ich ein verdammter Teenager, denn normalerweise fiel es mir nicht so schwer, mich zurückzuhalten, aber ich vermutete, dass es daran lag, dass sie nun einmal die Frau meines Lebens war und ich sie nicht enttäuschen wollte.
Ich wollte sie glücklich machen, ihr die Welt zu Füßen legen und ihr jeden einzelnen Wunsch von den Augen ablesen.
Sie sollte sich gut fühlen, denn sie hatte es nach all dem, was passiert war, auch verdient.
Meine Hand strich an ihrer Taille entlang, wanderte langsam unter ihr Shirt, bevor ich es hochschob und sanfte Küsse auf ihrem Bauch verteilte.
Ihr genussvolles Stöhnen, welches nur wenige Sekunden später in meine Ohren drang, ließ mich nur noch härter werden und ich war mir sicher, dass Bella meine Erregung bereits spüren konnte.
Schnell half ich ihr dabei, das Shirt auszuziehen und ließ es achtlos auf den Boden fallen, bevor Bella mich schließlich meines Hemdes entledigte.
Mein Herzschlag beschleunigte sich, als sie den Knopf meiner Hose öffnete und sich dabei voller Vorfreude auf die Lippe biss.
Gott, wie sehr ich es vermisst hatte, ihr so nah zu sein…
Meine Lippen wanderten an ihrem Bauch entlang, küssten jede freie Stelle ihrer nackten Haut und ich wurde immer ungeduldiger, während Bella sich unter mir wand und ihr leises Stöhnen den Raum erfüllte.
Bella hob ihren Po ein wenig hoch, damit ich ihre Hose ausziehen konnte und ich stieß angestrengt die Luft aus, als sie schließlich nur noch in ihren Dessous vor mir lag.
Sie sah so wunderschön aus, dass ich einfach nicht anders konnte, als sie einen Moment lang anzusehen, bevor Bella mich schließlich küsste und ich wieder aus meiner Starre erwachte.
Meine Hose warf ich irgendwo achtlos in eine Ecke und ich widmete mich wieder voll und ganz ihrem Körper.
Als meine Hände ihren BH öffneten spürte ich, wie Bella die Luft anhielt.
Mit meinen Fingerspitzen fuhr ich die Konturen ihrer Brüste nach und beobachtete aufmerksam ihre Reaktionen.
Bella zog ein wenig ungeduldig an meinen Boxershorts und das Grinsen in meinem Gesicht ließ sich nicht vermeiden.
Ich zischte, als Bella ihre Hüften fordernd gegen mich presste und ich brauchte einen Moment, bevor ich wieder weitermachen konnte.
Meine Finger zitterten ein wenig, als ich ihr Höschen auszog und sie vollkommen nackt vor mir lag.
Jetzt war es mir erst recht unverständlich, warum sie sich gefragt hatte, dass ich sie noch attraktiv finden konnte, denn es gab einfach nichts an ihr, was ich nicht mochte.
Natürlich hatte sie sich durch die Schwangerschaft verändert, aber das änderte nichts zwischen uns und an der Liebe, die ich für sie empfand. Für mich war sie wunderschön und die kleinen Pölsterchen machten sie nur noch schöner.
Meine Boxershorts landeten neben uns auf dem Boden und ich beugte mich wieder über sie, küsste sanft ihre Wange, bevor ich schließlich nach rechts sah und die Schublade neben uns öffnete.
Das letzte Mal, als wir miteinander geschlafen hatten, war unser Sohn entstanden und auch wenn ich Kinder liebte, würde mich Bella sicherlich eigenhändig ermorden, wenn schon bald das Nächste unterwegs sein würde.
Dafür hatten wir noch ein wenig Zeit…
Gott sei Dank hatte ich ein paar Kondome in meiner Schublade bereit, so musste ich nicht noch einmal aufstehen und die Stimmung zwischen uns zerstören.
Bella beobachtete aufmerksam meine Hände und sie lächelte, als sie das Kondom in meiner Hand sah.
„Du hast dazu gelernt“, flüsterte sie mit einem Grinsen auf den Lippen und biss mir einmal frech in mein Ohrläppchen, was mir sofort ein Stöhnen entlockte.
Bella wusste ganz genau, wie sie mich um den Verstand bringen konnte und ich hoffte, dass ich noch in der Lage war, diese verdammte Kondompackung aufzubekommen.
Bella schien meine Gedanken in meinem Gesicht ablesen zu können und sie entnahm mir die Packung aus meiner Hand.
„Lass mich das machen“, hauchte sie und ich schluckte.
Mit schwerem Atem beobachtete ich, wie sie das Kondom aus der Packung holte und angestrengt hielt ich die Luft an, während sie es mir überstreifte.
Alleine schon ihre Berührung brachte mich beinahe zum Höhepunkt, aber Gott sei Dank konnte ich mich noch beherrschen.
Ihre Hände legten sich sofort wieder um meinen Nacken und während sie sich wieder zurück in das Bett sinken ließ, zog sie mich mit sich.
„Ich liebe dich“, hörte ich sie sagen und wieder einmal konnte ich ein glückliches Lächeln nicht unterdrücken.
„Ich liebe dich auch, Isabella“, antwortete ich und gab ihr einen sanften Kuss auf ihre Lippen.
Aus Bellas Mund kam ein erregtes Stöhnen, als ich mich vor ihr positionierte.
Ich spürte eindeutig die Hitze, die von ihr ausging und wartete noch eine Sekunde, bevor ich schließlich in sie eindrang.
Wir beide stöhnten gleichzeitig auf und Bellas Fingernägel krallten sich in meinen Rücken, während ich einen Moment in ihr verweilte.
Sie fühlte sich perfekt an und ich brauchte einen Moment, bevor ich mich wieder aus ihr zurückzog, nur um erneut in sie einzudringen.
Nie hatte ich vergessen, wie es sich anfühlte in ihr zu sein, doch jetzt wurde mir klar, dass meine Erinnerungen getrübt waren, denn es war bei weitem noch um einiges besser.
Wir passten perfekt zueinander, unsere Bewegungen waren im Einklang und das Stöhnen, welches den Raum erfüllte ließ mich erschaudern.
Diesen Moment, diese Zweisamkeit mit ihr, wollte ich genießen, doch es ließ sich nicht verhindern, dass meine Bewegungen sich beschleunigten.
Bellas Fingernägel kratzten lustvoll über meinen Rücken, ihre Beine schlangen sich um meine Hüften und sie passte sich meinen Bewegungen an, stieß mir entgegen, was mir ein lautes Stöhnen entlockte.
Ich keuchte, als sie sich an mich presste und ihr Atem mein Ohr streifte, während sie genussvoll meinen Namen stöhnte.
Ihr Atem beschleunigte sich und sie bog ihren Rücken durch, was mir zeigte, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie ihren Orgasmus erlebte und wie ich feststellen musste, behielt ich recht.
Meine Stöße wurden intensiver und ich fühlte, wie sich ihr ganzer Körper anspannte, bevor sie schließlich mit einem lauten Stöhnen kam.
Als ich hörte, wie mein Name ihre Lippen verließ, kam ich einen Moment lang aus dem Rhythmus, doch ihre Hände, die sich an meinen Hintern gelegt hatten, ließen mich schnell wieder zu dem vorherigen Tempo zurückkommen.
Mit einem letzten, genussvollen Stöhnen erlebte auch ich einen beinahe schon umwerfenden Orgasmus und meine Hände verschränkten sich mit ihren, während ich mich in das Kondom ergoss.
Schwer atmend lag ich über ihr und kostete diesen Moment genau aus.
Es war unglaublich schön wie sie dalag, ihre Brust sich schnell auf und ab bewegte und sie die letzten Wellen ihres Orgasmus in vollen Zügen genoss.
Ihre Haare lagen ausgebreitet auf dem Kopfkissen und ich zog mich nicht gleich aus ihr zurück, sondern küsste sie noch einmal mit aller Leidenschaft, die ich aufbringen konnte.
Nie wieder würde ich diese wundervolle Frau gehen lassen, das hatte ich mir geschworen und daran würde ich auch festhalten.
Dieser Augenblick zwischen uns war heilig, etwas, was uns beide verband und ein Moment, der nur uns beiden gehörte.
Meine Wange strich sanft an ihrer entlang und ich atmete seufzend ihren wundervollen Duft ein, bevor ich mich langsam aus ihr herauszog und ihr ein leises Wimmern entwich.
Das Kondom entsorgte ich schnell und breitete dann meine Arme aus, damit ich sie zu mir heranziehen konnte.
Bella ließ sich das nicht zweimal sagen und kuschelte sich zufrieden seufzend an mich.
Sanft verteilte sie noch einige Küsse auf meiner Brust, bevor sie ihren Blick aufrichtete und mich glücklich ansah.
„Das war… wundervoll“, flüsterte sie mit leiser Stimme und ich küsste lächelnd ihre Stirn.
„Das war es…“ Meine Hand strich beruhigend an ihrem Rücken auf und ab und meine Augen schlossen sich für einen kurzen Moment.
„Mir wurde klar, wie sehr ich das vermisst habe“, gestand ich leise und sie grinste.
„Geht mir genauso…“
Einige Minuten lang schwiegen wir, genossen einfach die Nähe des anderen und ich liebte diesen Moment zwischen uns.
In diesem Augenblick gab es einfach nur uns beide.
Einfach nur Bella und Edward und es war wichtig, dass es auch einmal solche Momente zwischen uns gab.
Daran war sicher nichts egoistisches, es tat einfach nur unser Beziehung gut.
Als ich hörte, wie Bella seufzte, öffnete ich die Augen und sah zu ihr.
Ihr Blick war auf meinen Wecker gerichtet und ihr Blick war sowohl ein wenig traurig als auch gleichzeitig glücklich.
„Edward…?“, hörte ich ihre liebliche Stimme sagen.
„Hm?“ Meine Augen hatte ich wieder geschlossen, während ich sie weiter streichelte und mich einfach unheimlich geborgen neben ihr fühlte.
„In einer halben Stunde müssten die anderen wieder hier sein…“, erklärte sie mir.
„Mhmm…“, war meine schlichte Erwiderung dazu.
Ich war einfach zu geschafft, um mich jetzt zu bewegen und außerdem wollte ich die gemeinsame Zeit zwischen uns noch nicht so schnell enden lassen.
Diese Augenblicke zwischen uns würden sicherlich nicht allzu oft in nächster Zeit vorkommen, also wollte ich die letzten gemeinsamen Minuten mit ihr genießen.
Jedoch wurde mein Vorhaben schnell zunichte gemacht, als ich die Tür hörte, welche im nächsten Moment aufgeschlossen wurde und ich seufzte, als Bella aufschreckte.
Sofort vermisste ich ihre Nähe, vermisste ihren nackten Körper an meinem, doch ich zwang mich dazu, aufzustehen und meine Sachen zusammen zu suchen, damit ich runtergehen konnte und Bella noch einen Moment mehr Zeit hatte.
Schnell schnappte ich mir meine Boxershorts, eine Jogging Hose und ein T-Shirt aus dem Schrank und hielt lächelnd Bellas Hand fest, als sie an mir vorbeijagte.
Sie stolperte fast, weil sie nicht mit meiner Aktion gerechnet hatte und mit großen Augen sah sie mich fragend an.
Lächelnd beugte ich mich zu ihr und küsste sie in der Hoffnung, dass sie sich dadurch wieder ein wenig beruhigte, doch das Gegenteil schien der Fall zu sein.
„Halloooo? Wo seid ihr denn?“, hörte ich Emilys Stimme von unten aus dem Wohnzimmer und ich musste lachen, nachdem ich mich wieder von Bella entfernt hatte.
Sanft küsste ich noch einmal ihre Stirn und flüsterte ihr ein ‚Ich liebe dich’ zu, bevor ich mich schließlich auf den Weg nach unten machte.
Emily erblickte ich als erstes.
Verwundert drehte sie sich um und als sie mein Outfit und wahrscheinlich das breite Grinsen auf meinem Gesicht entdeckte, verzog sie ihr Gesicht zu einer Grimasse und ihr entwich ein ‚Ugh’.
„Ich wollte euch eigentlich bei nichts stören“, sagte sie und winkte mit ihrer Hand eilig in meine Richtung, während sie ihren Blick abwandte.
Sie murmelte noch irgendetwas, was stark nach ‚dachte, die wären schon fertig’ klang.
Bella raste wenige Sekunden später an mir vorbei und mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck beobachtete ich, wie sie ihre Hände nach Christopher ausstreckte.
Er sah unheimlich müde aus und hatte wohl bis vor wenigen Sekunden noch geschlafen, doch die Stimme seiner Mutter schien ihn wieder schnell in die Realität geholt zu haben und er zappelte vergnügt, als er wieder in Bellas Armen war.
Stolz blieb ich auf der letzten Treppenstufe stehen und beobachtete meine Familie.
Endlich hatte ich es geschafft, mir meine eigene Familie aufzubauen und ich war unheimlich glücklich darüber.
Ich würde sie gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.
Meine Familie…
jaaaa ich freue mich soooooo nun noch die hochzeit.....still und romantisch... *schmelzz*
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