Kurzbeschreibung

Edward Cullen ist alleinerziehender Vater einer 16 jährigen Tochter. Sein Leben scheint perfekt, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Wahrheit, die er schon viel zu lange verheimlicht hat.
Und es gibt nur eine Frau, die ihn wieder auf den Boden der Tatsachen bringen kann.
All Human, Pairing ExB

Freitag, 8. Juli 2011

Kapitel 56 - Was die Zukunft bringt

Edward POV

Den halben Tag, den ich mit meinem Sohn verbringen konnte, hatte ich voll ausgenutzt und jetzt lag Chris zufrieden schlafend in seinem Bett.

Es tat mir weh, dass ich ihn erst wieder morgen sehen würde, aber ich hatte keine andere Wahl, denn jetzt musste ich wieder in mein Büro fahren.

Bella war vor genau drei Stunden eingeschlafen und ich hatte sie extra nicht geweckt, weil sie wirklich etwas Schlaf verdient hatte und ihn auch dringend benötigte.
Mit leisen Schritten ging ich ins Wohnzimmer und kniete mich vorsichtig neben das Sofa, auf dem Bella schlief.

Lächelnd strich ich ihr eine Haarsträhne, die ihr ins Gesicht gefallen war, zur Seite und beobachtete einen Moment lang wie zufrieden und seelenruhig sie schlief.
Sie sah so glücklich aus, dass es auch mich glücklich machte und ich gönnte ihr noch einen kleinen Moment der Ruhe, bevor ich sie schließlich sanft weckte.

„Bella…“, flüsterte ich mit leiser Stimme ihren Namen und sie schmiegte sich mit einem Lächeln an meine Handfläche.

Ich weckte sie nur ungern, nur wollte ich nicht einfach so verschwinden, denn das war nicht meine Art und außerdem vermisste ich sie.
Natürlich verbrachte ich gerne Zeit mit ihr, aber da sie sonst so wenig Schlaf bekam, hatte ich mich dafür entschieden sie schlafen zu lassen, auch wenn mir dadurch wertvolle Zeit mit ihr entging.

Bella und ich waren gerade dabei unsere Beziehung so langsam wieder aufleben zu lassen, doch uns fehlte die Zeit, um über unsere Zukunft zu sprechen.
Die Geburt unseres Kindes hatte uns wieder zusammen geführt, aber dennoch gab es da einige Dinge, die wir bereden mussten und bis jetzt waren wir noch nicht dazu gekommen.

Man konnte durchaus behaupten, dass wir wieder ein Paar waren, aber wir waren noch weit davon entfernt, wieder richtig zusammen zu sein.
Das Wichtigste war jetzt nun einmal unser Sohn.
Alles andere mussten wir auf später verschieben, da waren sich sowohl Bella als auch ich einig.

„Ich muss jetzt wieder los zur Arbeit“, erklärte ich ihr flüsternd.

Bella öffnete ihre Augen und blinzelte einige Male, als das Sonnenlicht sie blendete.
Verwirrt sah sie mich an.

„Schon…?“ Ihre Stimme war noch leicht kratzig und sie räusperte sich, bevor sie sich schließlich langsam aufrichtete.

„Bella, du hast drei Stunden geschlafen“, bemerkte ich mit einem amüsierten Gesichtsausdruck und sie sah mich empört an.

„Drei Stunden?? Edward! Wieso hast du mich denn nicht wieder geweckt?“

„Weil du ein wenig Schlaf dringend nötig hattest“, entgegnete ich schulterzuckend und Bella sah mich mit einem traurigen Blick an.

„Aber… Wir haben doch so schon viel zu wenig Zeit für einander“, murmelte sie bedrückt und ich legte meine Hand an ihre Wange, streichelte sanft mit meinem Daumen über ihre weiche Haut, was sie sofort wieder aufblicken ließ.

„Ich weiß… Es ist nicht leicht, aber wir werden das schon irgendwie hinbekommen. Die Zeit habe ich genutzt, indem ich unseren Sohn gewickelt und mit ihm gekuschelt habe. Er hatte zumindest ziemlich viel Spaß, wie ich es an seinem zufriedenen Gesichtsausdruck gesehen habe. Jetzt ist er gerade eingeschlafen und du hast noch ein wenig Zeit für dich“, erklärte ich meiner Freundin und sie seufzte leise.

„Danke… Dennoch hätte ich auch gerne noch etwas Zeit mit dir verbracht…“, gestand sie leise und ihr Blick fiel auf meine Lippen.

„Geht mir genauso“, flüsterte ich und beugte mich langsam zu ihr.

Einen Moment lang hielt ich inne und sah in ihre wunderschönen Augen.
Noch immer strahlten sie das pure Glück aus und ich war froh, dass Bella wieder zufrieden war, denn noch vor einiger Zeit waren wir beide am Ende gewesen.

Nur zu gut erinnerte ich mich an den Moment im Supermarkt, als sie mich angesprochen hatte, kurz bevor sie mir berichtete, dass ich bald erneut Vater werden würde.
Ihre Augen waren so traurig und leer gewesen, dass es mir fast das Herz zerrissen hatte und jetzt hatten sie wieder diesen wundervollen Glanz, der ihre Augen zum Leuchten brachte.

Als meine Lippen auf ihre trafen, fand ein regelrechtes Feuerwerk in mir statt.

Meine Gefühle spielten verrückt und mir entwich ein zufriedenes Seufzen, als Bellas Hand an meiner Wange entlang strich und sie meinen Nacken kraulte, bevor sie mich näher zu sich heran zog.
Wir beide merkten deutlich, wie sehr wir den anderen brauchten, das war uns schon längst bewusst geworden.
Einen Moment lang lagen unsere Lippen nur aufeinander, genossen das Gefühl den anderen so nah zu spüren, bis Bella schließlich die Initiative ergriff und mich küsste.
Unser Kuss gewann mehr und mehr an Leidenschaft, bis ich mich schließlich stoppte und meine Stirn an ihre legte.

„Du kannst noch nicht gehen“, seufzte Bella leise und als ich meine Augen öffnete und in dieses wundervolle Braun sah war ich wirklich versucht, doch noch länger bei ihr zu bleiben, doch das wäre für meine Arbeit nicht gerade sehr vorteilhaft.

Es reichte schon, dass ich den halben Tag nicht dort gewesen war und jetzt wahrscheinlich noch bis Mitternacht in meinem Büro sitzen konnte, aber das war es mir wert.

„Ich muss, Bella… Es tut mir leid, aber du weißt, dass ich…“

Bevor ich dazu kam, diesen Satz zu Ende zu sprechen, legte Bella ihren Zeigefinger gegen meine Lippen und ich verstummte.

„Das weiß ich doch, Edward… Aber einen Versuch war es wert. Auch wenn ich dich gerne noch etwas hier behalten würde, so musst du jetzt doch wieder zur Arbeit fahren. Ich halte dich doch gerade schon genug auf“, bemerkte sie und warf mir einen entschuldigenden Blick zu.

„Du hältst mich nicht auf“, versicherte ich ihr und küsste sie noch einmal kurz, aber mit aller Leidenschaft die ich hatte und Bella atmete schwer, als ich mich wieder von ihr löste.

„Das ist nicht fair“, entgegnete sie und funkelte mich mit einem gespielt bösen Blick an.

„Was ist nicht fair?“


„Na das… Du kannst mich nicht einfach SO küssen und dich dann aus dem Staub machen, Mr. Cullen“, erklärte sie mir und verschränkte die Arme vor ihrer Brust.

Das Lachen, welches im nächsten Moment meinen Mund verließ, konnte ich nicht aufhalten, denn sie sah einfach nur zu süß aus, wenn sie mir diesen Blick zuwarf, jedoch verstummte ich als sich ihr Blick noch mehr verfinsterte.
Ich biss mir auf die Lippen und grinste, als sich endlich wieder ein Lächeln auf ihren Lippen zeigte.

„Ignorier mich einfach. Das sind die Hormone. Die machen mich immer noch ein wenig durcheinander“, erklärte sie mir seufzend und ich zuckte mit den Schultern.

„Also mich stört es nicht“, antwortete ich grinsend und fing mir einen Schlag auf meinen Arm ein.

Mein Blick fiel auf meine Armbanduhr und ich ärgerte mich in diesem Moment selbst darüber, dass ich gehen musste, aber so war das Leben nun einmal.
Man konnte nicht immer das haben, was man gerade haben wollte.

„Ich melde mich später noch bei dir, okay?“, versprach ich ihr und Bella nickte langsam.

„Okay… Arbeite nicht so viel, du Arbeitstier“, bat sie mich und ich verdrehte lächelnd die Augen.

„Ich werde mich bemühen, Miss Black.“

Versprechen konnte ich es ihr nicht, denn ich konnte ja noch nicht ahnen, wie viel Papierkram mich später auf meinem Schreibtisch erwarten würde.

„Ich liebe dich…“, flüsterte sie so leise, dass ich sie fast nicht verstanden hätte.

„Ich liebe dich auch… Bis später… Und wenn Chris nachher aufwacht, gib ihm bitte einen Kuss von seinem Daddy, ja?“

„Mach ich…“, versprach sie mir und ich lächelte zufrieden, als sie sich streckte um mich noch einmal zu küssen.

Schweren Herzens löste ich mich von ihr und sah ihr noch einmal tief in die Augen, bevor ich mich schließlich verabschiedete und auf den Weg zur Arbeit machte.

Für mich war es immer hart zu gehen und den Abend ohne Bella und Chris zu verbringen, aber bis jetzt hatten wir noch nicht darüber gesprochen, wie es zukünftig aussehen würde und das mussten wir schon bald nachholen.

Der restliche Tag verlief ziemlich schleppend und die Arbeit schien einfach kein Ende nehmen zu wollen.
Erst gegen halb elf Abends hatte ich das Wichtigste erledigt und beschloss nach Hause zu fahren.
Dass ich mir den halben Tag frei genommen hatte, war deutlich zu spüren gewesen, aber irgendwann brauchte auch ich mal meinen Schlaf.

Als ich in meine Einfahrt fuhr und den Wagen abstellte sah ich, dass Emily bereits zu Hause war und sich in ihrem Zimmer befand.  

Was das anging, war sie seit einiger Zeit wieder ziemlich zuverlässig und ich vermutete, dass es an Daniel lag.
Er brachte sie immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und sorgte dafür, dass sie pünktlich zu Hause war.
In dieser Sache konnte ich mich wirklich auf ihn verlassen und ich war froh, dass sie sich solch einen Freund ausgesucht hatte und nicht irgendeinen Chaoten, der alles nur noch schlimmer machte.

Emily hatte den heutigen Tag bei Nessie verbracht und mir eine SMS geschrieben, dass sie zu Jake fahren würden, da Vanessa wohl für einige Zeit bei ihm wohnen würde.

Der Erklärung meiner Tochter nach zu Folge, war dies Bellas Vorschlag gewesen, da Nessie sich so besser auf die Schule konzentrieren konnte, denn mit einem kleinen Schreihals im Haus war das nicht so einfach.

Auch wenn es Vanessa vielleicht nicht zugeben wollte so sah man ihr doch an, dass sie viel zu wenig Schlaf bekam und ihr das Lernen nur noch schwerer fiel, also war Bellas Entscheidung die Richtige gewesen.

Bestimmt war es ihr schwer gefallen, diesen Gedanken zu äußern und Nessie war sich wahrscheinlich auch nicht sicher gewesen, ob sie dieses Angebot auch wirklich wahrnehmen sollte, aber letztendlich hatte sie sich doch dafür entschieden.

Ich konnte mir schon deutlich vorstellen, wie Jake sich über diese Neuigkeit freute, denn er liebte seine Tochter genauso wie ich meine auch liebte und ich konnte ihn sehr gut verstehen.
Sicherlich war es für ihn auch schwer, seine Tochter nicht immer jeden Tag sehen zu können.

Jetzt war Bella vorerst mit Chris alleine in dieser winzigen Wohnung und immer wieder hatte ich ein mulmiges Gefühl bei dieser Sache.

Früher hatte ich oft genug ihre Wohnsituation angesprochen, aber Bella war einfach viel zu stur, um vor mir zuzugeben, dass sie eine größere Wohnung in einer sicheren Gegend brauchte.

Emily hatte mich vor einiger Zeit ebenfalls auf dieses Thema angesprochen, denn zu ihrem 18. Geburtstag würde sie die kleine Wohnung im obersten Stockwerk bekommen, die ich extra beim Bau des Hauses für sie eingeplant hatte.

Derzeit benutzten wir die Räume eher als Abstellkammer, oder als kleines Atelier für Emilys eigene kleine Kunstwerke, aber ich hatte mich auch jetzt schon mit der Umsetzung der Räume beschäftigt und meine Mutter darauf angesprochen, die vollkommen begeistert war, dass sie endlich mal wieder eine kleine Wohnung einrichten konnte.

Meine Tochter hatte sich dazu beriet erklärt, freiwillig ihr kleines Reich abzugeben, damit Bella und Chris dort wohnen konnten, denn ich war mir nicht ganz sicher, ob unsere Beziehung schon wieder so weit war, dass wir uns ein gemeinsames Bett teilen konnten.  
Zwar waren wir ein Paar, aber es gab immer noch einige Dinge zu klären und es war etwas anderes, wenn man so nah wieder beieinander wohnte.

Wir mussten uns erst einmal wieder annähern und den Alltag gemeinsam meistern.

Vielleicht war diese Idee perfekt, denn so konnten wir immer in der Nähe des Anderen sein und hatten dennoch ein wenig Abstand, um unsere Zukunft in Ruhe planen zu können.

Außerdem hätte ich so die Möglichkeit, meinen Sohn öfter zu sehen.
Doch ob Bella dem ganzen letztendlich zustimmen würde stand noch in den Sternen.

Seufzend ließ ich mich zu Hause auf meinem Sofa nieder und warf einen Blick zu meinem Telefon herüber.
Es war jetzt bereits halb zwölf und ich wusste nicht, ob Bella schon schlief, aber ich wollte unbedingt noch einmal ihre Stimme hören, also griff ich zum Hörer und wählte ihre Nummer.
Außerdem hatte ich ihr versprochen, dass ich mich noch einmal melden würde.

„Ja…?“, meldete sich ihre liebe Stimme am anderen Ende.

Gut, sie klang nicht schläfrig, also hatte ich sie nicht geweckt.

„Hey… Ich bin’s“, antworte ich und hörte das Lächeln in ihrer Stimme, als sie mir antwortete.

„Hallo Edward… Du hast ziemlich lange gearbeitet…“, bemerkte sie tadelnd und ich lehnte mich seufzend aufs Sofa zurück.

„Ich hatte noch einige Kunden und ein elendig langes Meeting… Außerdem noch der ganze Papierkram…“, erklärte ich seufzend.

„Es tut mir leid…“, hörte ich Bella am anderen Ende sagen und ich runzelte verwundert die Stirn.

„Was tut dir leid, Bella?“

„Na… Eigentlich war das doch wegen mir… Ich habe dich nicht gehen lassen und außerdem hast du dir wegen uns den halben Tag frei genommen“, murmelte sie leise und bedrückt.

„Schatz, das war nicht deine Schuld. Außerdem war es meine Entscheidung, ob ich mir frei nehme oder nicht und ich habe es gerne getan“, versicherte ich ihr mit einem Lächeln und hörte, wie sie leise seufzte.

„Okay…“, antwortete sie nach einiger Zeit der Stille.

„Ich habe euch vermisst…“, gestand ich leise und meinte es auch ganz genau so.  

„Wir haben dich auch vermisst, Edward…“

„Was machst du gerade?“, fragte ich nach einer Weile und Bella lachte leise.

„Ich schaue mir gerade einen unheimlich schlechten Film an. Einen von denen, den wir früher immer geschaut und uns darüber lustig gemacht haben“, bemerkte sie kichernd und ich grinste.

Das hatten wir früher, als wir unsere Beziehung noch nicht öffentlich gemacht hatten, immer getan und wir hatten auch immer unheimlich viel Spaß dabei gehabt.

„Weißt du, du könntest auch einmal bei uns schlafen… Emily würde sich sicherlich freuen und ich kann das Gästezimmer für dich herrichten“, schlug ich vor und wartete gespannt auf ihre Antwort.

Man spürte deutlich, dass sie zögerte und nicht so recht wusste, ob sie jetzt Ja sagen sollte, aber nach einer Weile schien sie ihre Gedanken geordnet zu haben.

„Ja… Das wäre eine tolle Idee… Chris würde sich freuen“, murmelte sie leise und ich seufzte.

„Das wird er sicherlich, aber willst du es denn auch?“

Diese Frage war berechtigt, denn wenn Bella die Nacht nicht bei mir verbringen wollte, dann musste sie es auch nicht.

Natürlich würde ich sie zu nichts zwingen.

„Ehrlich gesagt… ja… Sehr sogar“, flüsterte sie leise und ich schluckte.

Irgendetwas an ihrer Stimme erinnerte mich an früher.
Hatte sie wirklich genauso viel Sehnsucht nach mir wie ich nach ihr?

„Wir sollten uns bald einmal unterhalten…“, fügte sie hinzu und ich wusste ganz genau was sie meinte.

„Ja… Das sollten wir tun. Wir werden schon einen passenden Moment finden…“

„Werden wir…“, versicherte Bella mir und ich beschloss, dass ich das Gespräch am besten beenden sollte, da ihr lautes Gähnen verkündete, dass die Müdigkeit sie fast wieder vollkommen eingenommen hatte.

„Wir sprechen uns morgen wieder, okay?“ Ich lächelte als sie gähnend protestieren wollte, aber letztendlich gab sie zu, dass ihre Augen bereits geschlossen waren und es bestimmt nicht mehr lange dauern würde, bis sie eingeschlafen war.

„Bis morgen Bella… Schlaf schön…Ich liebe dich“, flüsterte ich.

„Ich liebe dich auch…Bis morgen… Edward… Schlaf gut….“, murmelte sie nur noch und ich beendete das Telefonat, bevor sie mir noch am Hörer einschlafen würde.

Bella hatte wirklich ein wenig Ruhe und vor allem Schlaf verdient.

Ich erhob mich seufzend von meiner Couch und sprang noch schnell unter die Dusche, bevor ich ins Bett ging und sogar wenige Minuten später einschlief, obwohl ich gedacht hatte, dass ich gar nicht richtig müde war.

Irgendwann in der Nacht wurde ich unsanft von dem schrillen Ton meines Handyklingelns geweckt.
Ich fluchte laut, als ich einen Blick auf die Uhr warf.

Wer zum Teufel rief mich denn um vier Uhr in der Nacht an?
Die Leute wussten doch, dass ich früh raus und zur Arbeit musste, also was zum Henker sollte das werden?

Wütend und weiter vor mich hin fluchend warf ich einen Blick auf das Display.

Meine Augen brauchten einen Moment, bis ich die Buchstaben entziffern konnte und als ich den Namen las, blieb mir fast das Herz stehen.

Hektisch klappte ich mein Handy auf und hielt es mir ans Ohr.

„Bella?? Geht es dir gut? Ist etwas passiert? Geht es Chris gut?“, fragte ich panisch, denn wenn Bella mich zu solch einer unchristlichen Zeit anrief, musste irgendetwas passiert sein.

Statt einer Antwort hörte ich nur ein leises Schluchzen am anderen Ende.

„Gott Bella… sag doch etwas!“

Inzwischen saß ich kerzengerade in meinem Bett und fuhr mir aufgeregt mit meiner freien Hand durch meine Haare.

Mein Herz klopfte wie wild in meiner Brust und ich wollte sie schon anbrüllen, dass sie mir doch endlich sagen sollte, was passiert sei, aber ich schaffte es mich zu kontrollieren und versuchte meine Stimme sanft klingen zu lassen.

„Liebling, was ist passiert…?“ Dieses Mal schaffte ich es sogar und Bella schien sich ein winzig kleines bisschen zu beruhigen.

Sie holte ein paar Mal tief Luft, bevor sie schließlich zu sprechen begann.

„Es tut mir Leid… Ich… Ich wollte dich nicht wecken… aber… die Polizei… hier… bei uns…“

Ich blinzelte hektisch und versuchte irgendwie ihre Worte zu einem Ganzen zusammen zu fügen, aber dazu fehlten mir noch so einige Informationen.

„Die Polizei war da?“, fragte ich sie und versuchte ruhig zu bleiben.

Vielleicht fiel es ihr ja leichter mir zu antworten, wenn ich ihr einige Fragen stellen würde.

„Ja… ich… ich…“ Sie schaffte es nicht einen Satz zu Ende zu bringen und ich hörte Chris leise im Hintergrund quengeln.

„Ich komme sofort“, erwiderte ich knapp, trat die Bettdecke mit meinen Füßen von mir weg und stand blitzschnell auf.

1 Kommentar:

  1. wie süss, die beiden und chris, aber die polizei....oh gott......
    :-)

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