Bella POV
Mein Gespräch mit Edward verlief anders, als ich es geglaubt hatte.
Der Schock hatte bei ihm nur kurz angehalten und er freute sich darüber, ein weiteres Mal Vater zu werden, doch genau dieser Moment war es, der bei mir das Fass zum überlaufen brachte.
Ständig entschuldigte er sich, sagte mir, dass ihm alles leid täte, doch was würde mir das bringen?
Nichts!
So lange hatte ich meine Gefühle nun für mich behalten, hatte versucht sie der Außenwelt nicht zu offenbaren, doch in diesem Augenblick war bei mir einfach der Knoten geplatzt.
Erst in dem Moment, als ich es zum ersten Mal ausgesprochen hatte, wurde mir wirklich bewusst, dass ich schwanger war und auch all die Probleme, die dadurch auf mich zukommen würden, wurden mir bewusst.
Es laut zu sagen war ein völlig anderes Gefühl gewesen.
Edward hatte mich mit seiner Nähe verwirrt und es machte mich alles so wütend.
Es machte mich wütend, dass ich zum zweiten Mal Mutter wurde und ich meinem Kind nicht das bieten konnte, was es verdient hatte.
Eine richtige Familie…
Wieso schaffte ich es nicht, mir eine richtige Familie aufzubauen?
Ich hatte das Glück gehabt, mit beiden Elternteilen aufzuwachsen und erst seit meiner Scheidung wurde mir bewusst, was für ein Segen es war, sowohl die Mutter, als auch den Vater immer um sich herum zu haben.
Dieses Glück kannte Nessie nur bis zu ihrem fünften Lebensjahr und mein Baby würde diese Erfahrung überhaupt nicht machen können.
Edward würde für sein Kind da sein, das wusste ich, doch es war nicht dasselbe.
Nachdem ich mich wieder halbwegs beruhigt hatte und noch eine Weile mit Edward sprach, verabschiedete ich mich von ihm mit dem Versprechen, mich bald bei ihm zu melden.
Was blieb mir denn auch für eine andere Wahl?
Trotz all der Probleme und Differenzen, die zwischen Edward und mir herrschten, würde ich bestimmt kein Monster sein und mein Kind dadurch leiden lassen.
Den Kontakt zum eigenen Kind würde ich ihm bestimmt auch nicht erst dann gewähren, wenn es zur Welt kam.
Nein, es begann schon im Mutterleib und ich musste versuchen, mich an diese neue Situation zu gewöhnen.
Es war komisch und es tat weh, daran zu denken, dass ich von dem Mann, den ich liebte, ein Kind bekommen würde, wir jedoch getrennt waren.
So viele schöne Sachen geschahen in einer Schwangerschaft, doch ich würde keinen Partner haben, mit dem ich diese Dinge teilen könnte.
Jedenfalls nicht so, wie es sein sollte.
Ich wollte Edward auch nicht zu nah an mich heranlassen.
All die Gefühle, die ich für ihn hegte, waren nicht von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwunden.
Nein, ich liebte ihn immer noch und gleichzeitig hasste ich ihn für den Schmerz, den er uns allen bereitet hatte, doch ich wusste, dass ich nicht mehr daran denken durfte.
Es würde mich nur zerbrechen und das durfte ich nicht mehr zulassen, schließlich ging es nicht nur um mich, sondern um das Baby und ich würde alles dafür tun, damit es diesem Lebewesen gut ging und da war es egal, wie sehr mich die Umstände zum verzweifeln brachten und wie sehr ich mir auch wünschte, dass es nicht so passiert wäre.
Von nun an würde mein Leben anders verlaufen.
Jetzt, da Edward ein Teil meines Lebens bleiben würde, musste ich versuchen, meine Gefühle zu kontrollieren.
Ich durfte nicht mehr daran denken, was gewesen war, auch wenn ich diese Erinnerungen niemals aus meinem Gedächtnis löschen könnte.
Nur so würde ich es schaffen.
Doch zuerst hatte ich noch ein anderes Ziel vor Augen: Ich musste Nessie sagen, dass sie bald ein Geschwisterchen bekommen würde und ich wusste nicht, wie ich das anstellen sollte.
Jedoch empfand ich es für richtig, dass ich es ihr allein erzählen wollte.
Sie hatte ganz bestimmt nicht damit gerechnet, bald kein Einzelkind mehr zu sein, besonders nicht seit meiner Trennung und ich wollte, dass sie mir ehrlich sagen konnte, was sie darüber dachte und das würde sie nicht können, wenn noch jemand anderes dabei wäre.
Ich wollte, dass sie ehrlich zu mir war, auch wenn ich in letzter Zeit nicht sehr ehrlich zu ihr sein konnte, doch das wollte ich ändern.
Als ich Zuhause ankam, war Nessie schon weg.
Sie hatte mir eine Nachricht am Kühlschrank hinterlassen, dass sie sich noch mit Jackson traf und sie mich eigentlich anrufen wollte, um mir bescheid zu sagen, doch ich hatte mein Handy mal wieder zuhause vergessen.
Das war, wie so oft in letzter Zeit, typisch für mich, doch ich war froh, dass Nessie nicht extra auf mich gewartet hatte, bevor sie wegging.
Vielleicht hatte sie noch nicht einmal gemerkt, wie lange ich weg gewesen war, schließlich wollte ich ja eigentlich nur einkaufen gehen.
Wer hätte auch schon damit gerechnet, dass ich dort auf Edward treffen würde?
Nachdem ich die Einkäufe eingeräumt und mir noch einen Tomatensalat gemacht hatte, setzte ich mich auf die Couch und machte es mir dort bequem.
Irgendwie musste ich die Zeit totschlagen, bis Nessie wieder nach Hause kommen würde und in der Zeit konnte ich mir schon einmal überlegen, wie ich es ihr sagen konnte.
Wie würde sie reagieren?
Würde sie sich darüber freuen? Schließlich war es nicht geplant und bisher war sie mein Ein und Alles.
Wie würde es für sie sein, in ihrem Alter noch eine kleine Schwester oder einen kleinen Bruder zu bekommen?
Und wie würde es Emily aufnehmen, wenn Edward es ihr sagen würde?
War es vielleicht doch die falsche Entscheidung gewesen, ihnen diese Nachricht nicht zusammen mitzuteilen?
Nein, so war es besser, auch wenn ich gerne Emilys Reaktion auf diese Neuigkeit gesehen hätte.
Während ich den leckeren Tomatensalat verspeiste, ließ ich nebenbei den Fernseher laufen.
Zwar kam überall nur Mist, aber ich brauchte irgendeine Geräuschkulisse, sonst würde ich noch wahnsinnig werden und meine Gedanken würden kein Ende finden.
Ich fragte mich, wie ich dieses Kind großziehen sollte.
Etwa hier? In dieser Wohnung? In dieser Gegend?
Von Anfang an hatte ich gewusst, dass die Gegend, in der wir lebten, nicht die sicherste war, doch bisher war nichts passiert und da es die einzige Wohnung war, die ich halbwegs bezahlen konnte und Nessie auch schon alt genug war, hatte ich sie genommen.
Aber war es auch geeignet für ein kleines Kind?
Nachdem ich die Tomaten in Rekordzeit verschlungen hatte, stellte ich den Teller auf den Wohnzimmertisch ab, legte mich auf das Sofa und platzierte meine Hände auf meinem Bauch.
Hauchzart strich ich darüber, schloss dabei meine Augen und dachte an die schönen Dinge, die eine Schwangerschaft mit sich brachte.
Zu sehen, wie der Bauch in nur wenigen Monaten immer mehr wachsen würde…
Die erstem Tritte des Babys zu spüren…
Und wie winzig Babys doch waren, sobald sie zur Welt kamen und dann erst dieser herrliche Babygeruch, oder wie sie einen ansahen, sobald man es in den Armen hielt…
Morgen früh müsste ich bei meiner Frauenärztin anrufen und einen Termin machen.
Es war wichtig zu wissen, ob es dem Baby gut ging, schließlich hatte ich in den letzten Monaten nicht einmal von dessen Existenz gewusst und ich hatte in diesen paar Monaten nicht unbedingt auf meine geistige oder körperliche Gesundheit geachtet, das war bestimmt nicht gut für das Baby.
Und dann wäre es offiziell…
Ich musste irgendwann eingeschlafen sein, denn als ich meine Augen das nächste Mal öffnete, war es draußen schon wieder dunkel.
Geweckt wurde ich von dem Schlüssel, welcher gerade ins Türschloss gesteckt wurde.
Nessie war wieder da.
Ihre Schritte waren so leise, dass ich sie überhaupt nicht wahrgenommen hätte, wenn ich nicht genauestens darauf geachtet hätte.
„Oh, hey! Du bist ja wach“, begrüßte mich meine Tochter und setzte sich zu mir auf die Couch, nachdem ich mich in eine sitzende Position begab.
Natürlich war sie überrascht.
In den letzten Wochen und Monaten hatte ich gar nicht gemerkt, wann sie wieder nach Hause gekommen war, wenn sie denn überhaupt wegging.
Immer wieder schlief ich auf der Couch ein und wenn ich wieder aufwachte, war sie schon da, doch heute war es anders, schließlich hatte ich ja nur darauf gewartet, dass sie nach Hause kam.
„Hey Kleines! Hattest du Spaß?“, fragte ich sie, gab ihr einen Kuss auf die Wange und schaltete den Fernseher aus, der die ganze Zeit, während ich geschlafen hatte, lief.
Wie sollte ich das Gespräch nur anfangen?
Ich konnte ja schließlich nicht einfach mit der Tür ins Haus fallen, so wie ich es mehr oder weniger bei Edward getan hatte.
„Ja, wir waren noch etwas im Park und haben ein paar Freunde getroffen. War lustig“, antwortete sie mir mit einem leichten Lächeln, doch ich sah ihr an, dass sie etwas bedrückte und es tat mir weh, sie so zu sehen, vor allem in dem Wissen, dass ich an ihrem Kummer nicht ganz unschuldig war.
„Ich denke, ich sollte noch etwas lernen, bevor ich nachher ins Bett gehe.“
Gerade, als sie sich erheben wollte, hielt ich sie am Arm fast.
„Hast du vielleicht noch einen Moment Zeit für mich?“, bat ich sie und ich musste mich dazu zwingen, meinen Augenkontakt zu ihr nicht abzubrechen.
Das schlechte Gewissen gegenüber meiner Tochter war so groß wie noch nie, außerdem wollte ich ihr nicht länger noch etwas verheimlichen.
Etwas, was sie schon seit Wochen stutzig machte und nun würde sie eine Antwort darauf bekommen.
„Ist alles okay?“, fragte sie mich und ich konnte ihre Sorgen sowohl von ihren Augen ablesen, als auch aus ihrer Stimme heraushören.
„Ja, es ist nur… Es tut mir so leid, wie ich mich in den letzten Wochen verhalten habe. Ich war dir keine gute Mutter und ich wollte nicht, dass du dir wegen mir so große Sorgen machst. Ich dachte, ich würde dich damit beschützen, wenn ich dir nicht alles erzähle, dabei habe ich genau das Gegenteil gemacht und dir nur noch mehr Sorgen bereitet. Es tut mir so unendlich leid…“
Die Tränen kamen, ohne dass ich es kontrollieren konnte.
Erst jetzt wurde mir wirklich bewusst, wie egoistisch ich mich verhalten hatte und dass ich, egal wie groß mein Kummer auch gewesen war, mich nicht so hätte gehen lassen dürfen.
Ich hätte für meine Tochter da sein müssen, doch das war ich nicht…
„Mom…“
Nessie nahm mich in den Arm und tröstete mich, wieder einmal, dabei war sie doch meine Tochter.
Ich müsste sie trösten, doch stattdessen hielt sie mich einfach nur fest, während ich versuchte, mich wieder unter Kontrolle zu bekommen.
„Tut mir leid“, murmelte ich vor mich hin und löste mich wieder aus der Umarmung, nachdem ich mich wieder einigermaßen beherrschen konnte.
Mit einer Hand wischte ich mir schnell meine Tränen weg, mit der anderen hielt ich die Hand meiner Tochter.
„Du musst dich nicht entschuldigen. Ich weiß doch, dass es dir schlecht ging und ja, die Zeit war für mich auch nicht leicht, das gebe ich zu, aber ich habe dich doch furchtbar lieb und würde dich deswegen niemals verurteilen.“
Ihre Worte trieben mir wieder die Tränen in den Augen, Tränen der Rührung, doch ich versuchte sie zu unterdrücken.
„Du bist die beste Tochter der Welt“, teilte ich ihr meine Gedanken mit und nahm sie ganz fest in meine Arme.
„Und wehe du sagst noch einmal, du wärst eine schlechte Mutter, denn das bist du nicht. Du bist die Beste“, flüsterte sie mir ins Ohr und gab mir einen Kuss auf die Wange, ehe wir uns wieder lösten, uns an den Händen jedoch festhielten.
„Es gibt da noch etwas, was ich dir sagen muss“, fing ich behutsam an und atmete tief durch, während ich dem fragenden und besorgten Blick meiner Tochter standhielt.
„Keine Sorge, es ist nichts Schlimmes“, versuchte ich sie zu beruhigen und konnte erkennen, wie sie ihre angespannte Haltung etwas lockerte.
„Was ist denn los?“, fragte sie mich neugierig und sah mich aufmunternd an.
„Wie fange ich nur an… Der Grund, warum ich heute früher Feierabend gemacht habe war…“ Ich stockte, weil ich nicht wusste, wie ich dieses Gespräch weiterführen sollte.
„Bei der Arbeit, da ist mir etwas aufgefallen und ich habe Alice darum gebeten, mich früher gehen zu lassen, weil ich in der Stadt noch etwas erledigen musste.“
Nessie blickte mich verwirrt an, doch noch ehe sie mich fragen konnte, sprach ich weiter.
„Es waren Schwangerschaftstests“, gestand ich ihr letztendlich, nachdem ich schon einige Male versucht hatte, diese drei Wörter über meine Lippen zu bringen.
Nessies Augen weiteten sich überrascht, ihr Mund öffnete und schloss sich wieder, als ob sie nicht wusste, was sie dazu sagen sollte.
War diese Reaktion gut oder schlecht?
„Als ich dann nach Hause gekommen bin, habe ich sie alle gemacht und…“, fuhr ich mit meiner Erzählung fort, stockte jedoch, damit ich Nessies Reaktion auf meine folgenden Worte abwägen konnte.
„Sie waren alle positiv“, schaffte ich es endlich, diese Worte zu sagen und wartete gespannt auf ihre Reaktion.
Eine Zeitlang sagte sie nichts, nur die Geräuschkulisse der Straße und das Ticken der Uhr waren zu hören.
„Du bist schwanger?“, fragte sie mich ungläubig und ich nickte vorsichtig.
„Aber du sollst wissen, dass ich dich trotzdem immer lieben werde und dass dieses Kind nichts an der Beziehung zwischen uns beiden ändern wird und…“
Ich wurde unterbrochen, als sie mich erneut in ihre Arme zog und mich fest an sich drückte.
„Mom, das ist toll“, quiekte sie leicht und drückte mich so fest an sich, dass mir beinahe die Luft wegblieb.
Diese Kraft und die Eigenschaft, dass sie jemanden immer so fest an sich drückte, hatte sie eindeutig von ihrem Vater geerbt, doch ich wollte diese Umarmung nicht auflösen, sondern ich genoss sie.
„Du freust dich also?“, fragte ich sie erleichtert und lehnte mich etwas zurück, sodass ich prüfend in ihr Gesicht blicken konnte, um mich zu vergewissern, dass ihre Freude auch der Wahrheit entsprach und sie nicht nur mir zuliebe so tat, als ob es für sie eine gute Nachricht war.
„Ja, irgendwie schon. Und du?“, wollte sie von mir wissen und sah mich mit ihren großen braunen Augen an.
„Schon. Ich meine, ein Baby ist etwas Tolles, ich wünschte mir nur…“ Ich sprach den Satz nicht zu Ende. Nessie wusste auch so, was ich meinte und nickte verständnisvoll.
„Und als du vorhin gesagt hast, du gehst einkaufen, warst du da beim Arzt? Hast du schon ein Ultraschallbild? Im wievielten Monat bist du überhaupt? Gott, das ist so komisch und ungewohnt, aber ich freu mich riesig“, fragte sie mich neugierig und überschlug sich beinahe beim reden, was mich zum Lachen brachte.
Es war ein ehrliches Lachen und es war komisch, mein eigenes Lachen nach so langer Zeit wieder zu hören.
„Nein, ich war wirklich einkaufen“, beantwortete ich ihre erste Frage und überlegte, ob ich zuerst ihre anderen Fragen beantworten, oder ob ich sie von meiner zufälligen Begegnung mit Edward sofort in Kenntnis setzten sollte.
„Schade. Hast du denn schon einen Termin?“, fragte sie mich und nahm mir meine Entscheidung ab.
„Morgen früh wollte ich da anrufen und mir einen geben lassen“, antwortete ich ihr und ließ eine Hand wieder an meinen Bauch wandern.
Es geschah ganz automatisch und ich war verwirrt, wie sehr ich die Schwangerschaft innerhalb so kürzester Zeit schon akzeptiert hatte.
Dass Nessie sich darüber freute, erleichterte mich ungemein. Es war mir wichtig, dass sie es akzeptierte und ihre Freude darüber, bald kein Einzelkind mehr zu sein, sondern die große Schwester, machte mich nur glücklicher.
Darüber, wie ich die ganze Sache mit Edward regeln würde, müsste ich mir später Gedanken machen und einen finanziellen Plan müsste ich auch noch erstellen, doch das hatte noch etwas Zeit.
„Als ich im Supermarkt war, da habe ich Edward getroffen“, fing ich das Gesprächsthema unserer nächsten Unterhaltung unsicher an und biss mir nervös auf meine Unterlippe.
Ich fühlte mich unwohl, über Edward zu reden, allein schon an ihn zu denken tat weh, doch in Zukunft würde Edward in meinem Leben wieder sehr präsent sein, also würde ich mich an diese Situation gewöhnen müssen.
„Oh man“, hörte ich Nessie nur sagen und sie musterte mich weiterhin durch ihre braunen Augen.
„Hast du…? Also weiß er…? Du weißt schon…“, stotterte sie vor sich hin, doch ich wusste ganz genau, was sie mich fragen wollte.
„Es war komisch“, gestand ich ihr und ließ die Begegnung zwischen uns beiden noch einmal Revue passieren.
„Ich hab ihn dort stehen sehen und mit mir selbst gekämpft, ob ich ihn ansprechen soll, aber mir ist dann klar geworden, dass ich gar keine andere Wahl habe, also habe ich ihn gefragt, ob wir uns mal unterhalten können“, erklärte ich ihr und holte noch einmal tief Luft, ehe ich mit meiner Erzählung fort fuhr.
„Also bin ich dann zu ihm gefahren, nachdem ich die Einkäufe bezahlt habe und… dann hab ich es ihm erzählt“, schloss ich meine Erzählung ab und knabberte danach wieder nervös an meiner Unterlippe herum.
„Und wie hat er reagiert?“, fragte mich Nessie vorsichtig und sah nicht ein einziges Mal von mir weg.
„Überraschend gut, muss ich gestehen“, nickte ich ihr bestätigend zu und dachte an den Moment zurück, als ich es ihm gesagt hatte.
Er war still geblieben, doch seine Augen hatten ihn verraten, genau wie das leichte Lächeln auf seinen Lippen.
Aber er war ja auch nicht derjenige, der die finanziellen Probleme hatte und wieder einmal fragte ich mich, wie Edward es damals nur geschafft hatte.
Tanya hatte ihn verlassen und zu dieser Zeit hatte er selbst noch nicht viel Geld.
Wie hatte er es nur geschafft, sein Studium und seine Familie unter einen Hut zu bekommen und dabei noch so erfolgreich zu werden, dass er nun in Geld schwimmen konnte?
Noch wusste ich zwar nicht, wie ich es schaffen sollte, diesem Kind etwas zu bieten, doch ich wusste, dass ich dafür alles geben würde.
Die Situation mit Edward war verzwickt und es war schmerzhaft, aber ich würde es überstehen, das war ich meinem Baby schuldig.
Lang genug hatte ich versucht, mir meinen Stolz zu bewahren, denn das war das Einzige gewesen, was mich davor bewahrte, jeden Morgen dem Drang nachzugehen, in meinem Bett liegen zu bleiben, doch nun würde ich lernen müssen, meinen Stolz abzustellen.
Der erste Schritt dazu war getan: Ich hatte es Edward erzählt, hatte versucht, die Gefühle in mir zu unterdrücken, welche immer wieder aufkamen: Die Sehnsucht und der Schmerz.
„Das ist doch gut, oder? Dass er es so gut aufgenommen hat“, riss mich Nessie aus meinen Gedanken und beförderte mich damit wieder zurück in die Gegenwart.
„Ja, ich denke schon“, antwortete ich ihr, dachte aber sofort an den Moment zurück, als ich gerade Edwards Anwesen verlassen wollte.
Meine Augen wanderten wie von selbst wieder zum Haus zurück und ich traf sofort seinen Blick.
Mich hätte es wundern müssen, dass er mich vom Wohnzimmerfenster aus beobachtete, doch das tat es nicht.
Es war ein vertrautes Gefühl, ihn noch einmal anzublicken, bevor ich mich in mein Auto setzen konnte.
Edward schaffte es immer noch, mich irgendwie gefangen zu nehmen.
Seine Haltung hatte sich geändert und soweit ich es aus der Entfernung hatte beobachten können, änderte sich auch der Ausdruck in seinen Augen.
Etwas war anders geworden.
Er wirkte entschlossen und hoffnungsvoll, doch ich wusste nicht, was ich davon halten sollte.
Ich liebte ihn, doch ich vertraute ihm nicht mehr. Jedenfalls nicht, was meine Gefühle betraf und auch wenn wir nun ein Kind bekommen würden, so würde es doch nichts an unserer Beziehung ändern.
Manche würden vielleicht sagen ‚Es war doch nur ein Kuss’, doch es war weitaus mehr als nur das.
Mit jeder einzelnen Faser meines Körpers hatte ich ihn geliebt und hatte mich ihm hingegeben.
Es hatte lange gedauert, bis ich meine Gefühle für ihn zulassen und mich ihm voll und ganz hingeben konnte und bei einem Vertrauensbruch wie diesen, sah ich keine Chance mehr für uns.
Edward hatte ja noch nicht einmal um mich gekämpft.
Wollte ich das überhaupt?
Einige Male hatte er versucht mich anzurufen, wie an dem Abend, als ich zu ihm fuhr um für Emily da zu sein.
Er wollte mit mir reden, aber ich wollte nicht hören, was er zu sagen hatte.
Aber nun musste ich einen Weg finden, mit ihm zurechtzukommen.
Ihm sofort von meiner Schwangerschaft zu erzählen, war eine gute Entscheidung gewesen.
Es war ein Anfang und es war noch nicht einmal so schlimm, wie ich es mir ausgemalt hatte.
Doch es war auch beängstigend, dass ich nicht mehr so wütend auf ihn sein konnte, nachdem ich einmal zugelassen hatte, alles herauszuschreien.
Alles war noch verkrampft, doch ich hoffte darauf, dass es besser werden würde, auch wenn der Schmerz in mir nicht nachließ.
Es war wichtig, meine eigenen Gefühle hinten dran zu stellen. Für das Baby.
Nessie und ich hatten uns noch eine Weile unterhalten, bevor wir ins Bett gingen.
Ich war müde und erschöpft.
Der Tag war verdammt lang gewesen. So viel war innerhalb dieser vierundzwanzig Stunden passiert.
Erst die Erkenntnis im Laden über das Ausbleiben meiner Periode, dann die Gewissheit durch die positiven Tests, dazu kam dann die unerwartete Begegnung mit Edward und das dann folgende Gespräch in seinem Haus und zu guter Letzt dann noch die Offenbarung der Neuigkeit gegenüber meiner Tochter Nessie.
Wären andere in meiner Situation gewesen, hätten sie wahrscheinlich Wochen oder sogar Monate dafür gebraucht.
Natürlich war es ein Schock für mich, aber an der Situation würde sich nichts ändern und je eher ich es akzeptierte, desto einfacher würde ich es für jeden von uns machen.
Es schwirrten so viele Gedanken durch meinen Kopf, dass sie es mir schwer machten, einzuschlafen.
Trotz der Müdigkeit und der Erschöpfung, die ich empfand, konnte ich einfach kein Auge zu kriegen, also gab ich den Versuch, in einen ruhigen Schlaf zu gleiten, fürs erste auf.
Dafür nutzte ich die Zeit, um über meine finanzielle Lage nachzudenken.
Irgendeine Lösung musste es doch geben… nur wie lautete sie?
Ich kramte in meinen Unterlagen herum, holte meine letzten Kontozüge aus dem Hefter und versuchte, eine Lösung zu finden.
Das Geld für Nessies Privatschule war gesichert und dieses Geld würde ich auch nicht anrühren.
Es war notwendig für Nessies Zukunft und besonders in ihrem letzten Jahr, welches nach dem Sommer beginnen würde, würde ich sie nicht noch auf eine öffentliche Schule schicken.
Doch was war mit dem College?
Was war, wenn im Haushalt etwas kaputtgehen würde? Oder wenn mein Auto wieder einmal den Geist aufgab?
Dann würde ich auf meine Rücklagen zurückgreifen müssen. Es war nicht viel, aber fürs erste würde es reichen. Außerdem würde ich noch ein paar Monate arbeiten können, bevor ich Mutterschaftsurlaub nehmen müsste.
Viele verschiedene Möglichkeiten gingen mir durch den Kopf, doch ich kam auf keine vernünftige Lösung. Jedenfalls keine gute, wenn ich meiner Tochter und meinem noch ungeborenen Kind etwas bieten wollte.
Mir wurde schlecht, wenn ich die ganze Zeit hin und her überlegte, wie ich das alles meistern sollte, schließlich hatte ich mein jetziges Leben ganz gut unter Kontrolle, doch nun müsste ich alles umwerfen.
Die Wohnung war zu klein und sie würde mir auch zu teuer werden, wenn das Baby erst einmal da war.
Hinzu kamen all die Sachen, die ein Baby brauchen würde.
Essen, Kleidung, Spielsachen, Windeln und noch so vieles mehr.
Das Baby würde in dieser Wohnung nicht einmal ein eigenes Zimmer bekommen können und erst recht nicht dann, wenn wir umziehen müssten, wenn ich mir diese Wohnung nicht mehr leisten könnte.
Natürlich würde das Baby erst einmal bei mir schlafen, doch auf Dauer war das keine Lösung und ich würde meine Tochter auch nicht dazu zwingen, sich mit einem kleinen Kind ihr Zimmer zu teilen.
Besonders wenn sie in den Semesterferien nach Hause kommen würde, sobald sie aufs College ging, sollte ihr Zimmer für sie immer bereitstehen und sie sollte ihre Ruhe haben können.
Die einzige Lösung, die mir einfiel war die, dass ich mein Schlafzimmer in ein Kinderzimmer verwandeln würde, dafür könnte ich dann im Wohnzimmer auf der Couch schlafen, erst einmal müsste ich mir jedoch noch eine Schlafcouch zulegen, sonst würde das mein Rücken auf Dauer nicht lange mitmachen.
Meine Angst vor dem, was die Zukunft bringen würde, wurde immer schlimmer und ich musste mich zusammenreißen, um nicht ins Bad zu rennen und mich vor lauter Panik zu übergeben.
Ich wusste nicht, wie viel Zeit verging, in denen ich so viele Möglichkeiten abgewogen hatte, bis ich einen Entschluss gefasst hatte.
Einer spontanen Eingebung folgend, tapste ich leise ins Wohnzimmer, griff nach dem Telefon, verschwand schnell wieder in mein Schlafzimmer und wählte die mir bekannte und vertraute Nummer.
„Hm?“, meldete sich die mir vertraute Stimme müde am anderen Ende der Leitung nachdem es schon einige Male geklingelt hatte.
Wie spät war es eigentlich?
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es schon ein Uhr in der Nacht war und ich bereute es, nicht auf die Uhr gesehen zu haben, bevor ich nach dem Telefon gegriffen hatte, doch nun konnte ich es nicht mehr ändern und vielleicht würde ich nach diesem Telefonat endlich die nötige Ruhe finden können um einzuschlafen.
„Jake! Ich bin´s, Bella“, sprach ich leise in den Hörer und wartete auf seine Reaktion.
Es dauerte eine ganze Weile, bis mein Gesagtes zu ihm durchdrang, doch dann schien er plötzlich hellwach zu sein.
„Bella? Alles okay? Ist etwas mit Nessie?“, fragte er panisch und ich konnte im Hintergrund etwas rascheln hören.
„Mit Nessie ist alles okay“, beruhigte ich ihn und konnte deutlich hören, wie er erleichtert ausatmete.
„Aber was ist denn los? Soll ich vorbeikommen? Ist alles okay mit dir? Hat dieser Vollidiot wieder etwas getan? Soll ich ihn mir mal vornehmen? Warum sagst du denn nichts?“, kam auch schon der nächste Redeschwall und ich musste schon beinahe lachen, weil er sich so sehr um Kopf und Kragen redete.
„Jake, beruhige dich doch, bitte. Ich…“
Wie sollte ich nur anfangen?
„Können wir morgen vielleicht zusammen frühstücken?“, bat ich ihn und hoffte, dass er meine Bitte nicht abschlagen konnte.
Es fiel mir schon schwer genug, ihn überhaupt um einen Gefallen zu bitten.
Ein Gefallen, der ganz und gar nichts mit einem Frühstück zu tun hatte, sich aber doch viel besser bei solch einem besprechen ließ.
„Du rufst mich mitten in der Nacht an, um mich zu fragen, ob wir morgen, wohl eher gesagt heute, zusammen frühstücken können?“, fragte er mich ungläubig und ich konnte ihn schon vor meinem geistigen Auge sehen, wie er verwirrt die Stirn runzelte.
„Ja“, brachte ich nur leise heraus und musste mich dazu zwingen, nicht in Tränen auszubrechen.
Die Situation war für mich alles andere als leicht. Auch wenn ich sie mittlerweile akzeptiert hatte, sogar schneller, als ich es überhaupt für möglich hielt, war es dennoch sehr schwer, mit allem zurechtzukommen.
Und genau deswegen benötigte ich Jacobs Hilfe.
Er war immer für mich und seine Tochter da und hatte immer ein offenes Ohr für mich.
Was ich auch wusste, war, dass wenn ich ihn um etwas bitten würde, er sofort, ohne auch nur einen Moment zu zögern, einwilligen würde.
Ich kam mir vor, wie ein schlechter Mensch, der sein gutmütiges, großes Herz ausnutzte, um es selber irgendwie durchs Leben zu schaffen, doch für meine Kinder schob ich meinen Stolz und sogar mein Gewissen einfach zur Seite.
Das Wichtigste war, dass ich meine Kinder versorgen und für sie da sein konnte.
Meine Bedürfnisse und meine Prioritäten musste ich einfach hinten anstellen.
„Und du bist sicher, dass es dir gut geht? Ich meine, du rufst doch nicht grundlos mitten in der Nacht an, nur um mich zu fragen, ob wir zusammen frühstücken können. Was ist los?“, fragte er mich eindringlich, doch ich konnte ihm nicht antworten.
Nicht am Telefon und auch nicht, wenn ich kurz davor war, in Tränen auszubrechen.
„Morgen, okay? Da erkläre ich dir alles“, versprach ich ihm und hoffte inständig, dass er sich damit zufrieden geben würde.
„Na gut. So wie ich dich kenne, kriege ich vorher sowieso nichts aus dir heraus. Wann soll ich da sein?“
Nachdem wir eine Uhrzeit ausgemacht und beschlossen hatten, dass er Brötchen mitbringen würde, legten wir auf.
Auch jetzt fiel es mir schwer, einzuschlafen.
Die ganze Zeit malte ich mir aus, wie Jake wohl auf diese Neuigkeit reagierte, doch vor allem fragte ich mich, wie meine Zukunft wohl verlaufen würde.
Wie ich das alles meistern würde und vor allem, was für eine Rolle Edward in der Zukunft in meinem Leben spielen würde.
Wie würde sich das alles entwickeln?
Doch noch ehe ich mir darüber weiterhin Gedanken machen konnte, glitt ich irgendwann endlich ins Reich der Träume.
Eine Welt, in der nichts unmöglich war.
~*~*~
Als ich am nächsten Tag durch das schrille Klingeln meines Weckes aus meinem Schlaf gerissen wurde, schreckte ich auf.
Es war das erste Mal seit zwei Monaten, dass ich nicht vor dem Wecker aufwachte.
Ich hatte schon vollkommen vergessen, wie furchtbar es war, auf diese Art und Weise wieder in die Realität befördert zu werden.
Nachdem ich also meine morgendlichen Erledigungen getan hatte, bereitete ich alles für ein nettes Frühstück vor.
Nessie machte sich in der Zwischenzeit für die Schule fertig und würde jeden Moment von Jackson abgeholt werden, der mit ihr zusammen frühstücken gehen wollte, jedoch hoffte sie, dass sie davor noch ihren Dad zu Gesicht bekam.
Das junge Paar erinnerte mich stark an meine Jugend, als Jacob und ich noch so frisch verliebt waren.
Als Jake gerade einmal aufs College ging und ich noch zur High School musste, hatte er mich jeden Tag abgeholt, um mit mir vor der Schule noch etwas zu essen.
Wir waren damals unzertrennlich und nutzten jede freie Minute, die wir miteinander hatten, bis ich letztendlich irgendwann schwanger wurde.
Ich hoffte nur, dass Nessie bisher wirklich noch nicht mit Jackson intim geworden war.
Natürlich würde sich das nicht vermeiden lassen, dass sie irgendwann einmal miteinander schliefen, jedoch hoffte ich, dass dieser Tag noch in weit entfernter Zukunft lag und wenn es soweit war, sie auf die Verhütung achteten.
Nessie war so talentiert und sie konnte es kaum noch abwarten, dass die High School zu Ende ging und sie endlich anfangen konnte, das zu studieren, was sie schon immer machen wollte.
Doch wenn sie schwanger werden würde, so wie ich, konnte sie diese Träume vergessen.
Ich hoffte wirklich, dass diese Eigenschaft, so früh schwanger zu werden, nicht bei uns in der Familie lag.
Meine Mom wurde schwanger, als sie gerade einmal achtzehn Jahre alt war, allerdings war sie zu diesem Zeitpunkt schon mit meinem Dad verheiratet und hatte ihren Schulabschluss.
Als ich schwanger wurde, war ich siebzehn, ging noch zur Schule, wohnte Zuhause bei meinen Eltern und hatte einen Freund, der gerade erst aufs College ging.
Doch Nessie sollte sich mit allem Zeit lassen, ihr Leben genießen und sich ihre Träume erfüllen, bevor sie eine Familie gründete, egal ob der Mann an ihrer Seite nun Jackson war oder ein völlig anderer.
Die Tatsache, dass ich ihr nicht unbedingt als gutes Beispiel diente, versetzte mir einen Stich.
Zum zweiten Mal in meinem Leben war ich ungewollt schwanger geworden und musste nun meine Lebensumstände völlig umkrempeln.
Vielleicht würde dies für Nessie als abschreckendes Beispiel dienen und sie würde aufpassen, dass ihr nicht dasselbe passierte.
Natürlich liebte ich meine Tochter und ich würde auch dieses Baby lieben, dennoch wünschte ich mir manchmal, ich hätte damals aufgepasst, hätte mir Zeit gelassen und erst mein Leben auf die Reihe bekommen, bevor ich eine Familie gründete.
Doch immer wenn mir dieser Gedanke kam, verscheuchte ich ihn auch wieder so schnell es ging.
Wäre ich damals nicht schwanger geworden, hätte ich auch niemals Nessie bekommen und ein Leben ohne sie konnte und wollte ich mir auch gar nicht vorstellen und ich war mir sicher, dass es mit meinem zweiten Kind genauso sein würde.
Noch erschien mir alles so, als würde ich es nicht schaffen, doch mit der Zeit, würde sich alles geben, schließlich hatte ich noch ein paar Monate Zeit, mich an die neue Situation zu gewöhnen.
Gerade, als ich fertig war, alles Notwendige für ein ausgewogenes Frühstück auf dem Küchentisch zu platzieren, klingelte es an der Tür.
„Ich geh schon“, rief Nessie durch die Wohnung und ich konnte ihre schnellen Schritte hören, als sie zur Tür lief und darauf wartete unseren Gast zu empfangen.
Es dauerte nicht lange, bis ich Jakes tiefe Stimme aus dem Flur vernehmen konnte, wie er unsere Tochter begrüßte und dementsprechend dauerte es, bis er, zusammen mit Nessie, die Küche betrat.
Mit dem typischen Jacob Grinsen - welches er schon hatte, als ich ihn damals kennenlernte und es eines der Gründe war, warum ich mich in ihn verliebt hatte - kam er auf mich zu und nahm mich in seine Arme, welche mir so vertraut waren.
In seinen Armen hatte ich mich immer sicher und verstanden gefühlt, so wie es eben nur bei einer Familie sein konnte, denn das waren wir.
Trotz unserer Scheidung vor elf Jahren, hatte Jacob nie aufgehört, ein Teil meiner Familie zu sein. Nicht nur wegen Nessie, sondern auch, weil Jake einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen hatte.
Er war mein bester Freund und ich war mir sicher, dass ich ohne ihn nicht dieselbe Person wäre, die ich heute war.
„Hey Kleines“, flüsterte er mir zur Begrüßung ins Ohr und drückte mich noch einmal fest an sich, bevor er mich wieder losließ.
„Du siehst gut aus“, kam es überrascht aus seinem Mund, weswegen ich ihn gespielt empört auf seinem Arm schlug.
Das war die einzige Art von Liebe, die Jake und ich uns noch teilten, auf eine freundschaftliche und sich gegenseitig neckende Weise.
Nachdem ich einen Blick auf seine Hand geworfen hatte, antwortete ich ihm.
„Und du siehst noch unverheiratet aus. Bist du vielleicht krank?“, neckte ich ihn und streckte ihm zusätzlich noch die Zunge heraus.
Mit Jake fühlte ich mich immer in meine Jugendzeit zurückversetzt.
Da war es unwichtig, dass wir schon in den Dreißigern waren und eine Tochter hatten, die bald aufs College gehen würde.
Man war immer nur so alt, wie man sich fühlte.
Besonders in den letzten Monaten hatte ich das deutlich gemerkt.
Als Edward und ich noch zusammen waren, fühlte ich mich wie ein frisch verliebter Teenager.
Die Zeit nach unserer Trennung fühlte sich für mich dagegen so an, als ob ich um Jahrzehnte gealtert wäre und heute…
Heute war es eine Mischung aus beidem.
Jake lenkte mich von meinen Gedanken und dem Grund, warum ich ihn hergebeten hatte, ab.
Ich vergaß für einen kurzen Moment die Sorgen um meine Zukunft, die meiner Tochter und meines ungeborenen Kindes.
„Witzig wie eh und je“, antwortete Jacob nur auf meine Bemerkung und grinste wieder verschmitzt.
„Also, wollen wir frühstücken? Ich hab Hunger“, lenkte Jake schnell vom Thema ab und rieb seine Hände an seinem Bauch, um sein Hungergefühl noch zusätzlich zu verstärken.
Genau in diesem Moment klingelte es erneut an unsere Tür und als ich zu meiner Tochter blickte, zeigte sich ein breites Lächeln auf ihren zarten Gesichtszügen.
„Das ist Jackson“, rief sie freudig und schnappte sich schnell ihre Jacke und Tasche, bevor sie sich von uns verabschiedete.
„Du isst nicht mit uns?“, fragte Jake traurig und man konnte deutlich seinen Dackelblick erkennen.
Dadurch, dass Nessie sich zurzeit immer öfter mit Jackson traf und sie die Zeit, in der sie sich nicht sahen, zum lernen nutzte, hatte Jake Nessie immer nur flüchtig gesehen und anscheinend gehofft, dass er wenigstens beim Frühstück ihre Gesellschaft genießen konnte.
Wären die Umstände anders, hätte Nessie ihre morgendliche Verabredung mit Jackson abgesagt, doch ich hatte ihr erzählt, warum ich ihn gebeten hatte, bei uns zu frühstücken, allerdings hatte ich meine Geldsorgen dabei außen vor gelassen.
Sie sollte nicht wissen, wie es nun, da ich schwanger war, um unsere finanzielle Sicherheit stand.
Es war nicht ihre Aufgabe, sich darum zu kümmern und auch wenn ich froh darüber war, dass Nessie ab uns zu bei Alice aushalf, um etwas Geld zu verdienen, so sehr schmerzte es mich auch, dass ich nicht diejenige sein konnte, die meiner Tochter regelmäßig etwas mehr Taschengeld geben konnte.
Jacob war meine einzige Hoffnung.
Ich wusste natürlich, dass Edward das Baby und mich finanziell unterstützen würde, doch das wäre nur bis zu einem gewissen Grad möglich.
Das einzige, was Edward tun musste war, für sein Kind da zu sein, sowohl finanziell, als auch als Vaterfigur, daran gab es nichts zu bestreiten und ich wusste auch, dass er das gerne tun würde, doch ich würde nicht zulassen, dass er mir persönlich noch zusätzlich unter die Arme griff.
Doch bei Jake war es anders.
Bei ihm konnte ich meinen Stolz zurückstecken, ohne dass ich mir wie ein Versager vorkam. Ihn kannte ich schon seit Jahren, war mit ihm durch Höhen und Tiefen gegangen und trotzdem hatten wir es geschafft, die besten Freunde zu bleiben.
„Nun geh schon“, munterte ich meine Tochter auf, als ich sah, dass sie ein schlechtes Gewissen bekam, weil sie sich nicht die Zeit für ihren Dad nahm, doch in diesem Fall konnte sie ja noch nicht einmal etwas dafür, schließlich hatte ich sie darum gebeten, mich mit ihm allein sprechen zu lassen.
„Okay… Dad, was hältst du davon, wenn wir am Wochenende etwas unternehmen?“, schlug Nessie ihrem Vater vor, der daraufhin wieder sofort anfing zu grinsen.
„Klar“, war das einzige, was Jake darauf erwiderte, anscheinend damit zufrieden, dass Nessie ihren Vater ihrem Freund vorzog.
Schnell drückte sie jedem von uns einen Kuss auf die Wange, ehe sie auch schon aus der Küche huschte und ich bald darauf schon unsere Haustür hören konnte, wie sie ins Schloss fiel.
„Dann lass uns mal essen“, wandte ich mich an Jake, setzte mich an den Tisch und es dauerte nicht lange, bis Jake meinem Beispiel folgte.
Nachdem das erste Brötchen mit Margarine beschmiert und mit Schinken und Käse belegt war, setzte Jake als erster zum Reden an.
„Also, was ist der Grund dafür, dass du mich mitten in der Nacht anrufst und mich bittest, zum Frühstück zu kommen? Versteh das nicht falsch, ich freue mich, aber ich kenne dich gut genug und auch wenn ich das nicht tun würde, ist es offensichtlich, dass etwas nicht stimmt, wenn man mitten in der Nacht angerufen wird.“
Jake brachte, wie immer, alles sofort auf den Punkt.
Mein Brötchen legte ich zur Seite, legte die Hände auf meinen Schoß und knetete nervös an ihnen herum.
Es fiel mir nicht leicht, ihn um etwas zu bitten, doch mir blieb keine andere Wahl.
„Die Sache ist die…“, versuchte ich anzufangen, brach jedoch ab, als ich den Kloß in meinen Hals spürte.
Ich wusste, dass Jake mich nicht verurteilen würde, dennoch war mir diese Situation unangenehm.
Wann hatte ich ihn das letzte Mal zu uns eingeladen?
Es war schon so lange her und nun, da ich seine Hilfe benötigte, nutzte ich sein großes Herz schamlos aus.
„Du weißt doch, dass du mit mir über alles reden kannst, oder Bella?“, fragte er mich und blickte dabei ernst in meine Augen.
Es geschah nicht oft, dass Jacob ernst wurde, aber wenn er es war, dann wusste ich, dass er wirklich besorgt war.
Wer wusste schon, was er sich seit meinem Telefonat hatte durch den Kopf gehen lassen.
„Könntest du… Entschuldige, ich weiß einfach nicht, wie ich anfangen soll.“
Tief atmete ich durch, sortierte die Worte, welche ich den ganzen Morgen schon hatte in meinem Kopf abspielen lassen und versuchte mich zu konzentrieren.
„Jake, du kennst mich, besser als jeder andere und du weißt, ich würde dich nicht um einen Gefallen bitten, wenn es nicht wirklich notwendig wäre, oder?“, erkundigte ich mich vorsichtshalber und blickte ihn vorsichtig an.
Auf seiner Stirn bildeten sich Sorgenfalten, doch er nickte vorsichtig und ehe er sich noch eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte ausdenken konnte, fuhr ich fort.
„Ich… bin schwanger“, erklärte ich ihm und sah, wie sich seine Augen weiteten.
„Von mir?“, fragte er, nachdem er eine Weile nichts gesagt hatte, beinahe panisch.
„Ja, natürlich. Ich bin im siebten Monat schwanger, sieht man das etwa nicht?“, gab ich sarkastisch von mir, doch ich war froh, dass Jake mein Sarkasmus nicht entgangen war und atmete erleichtert aus.
„Tut mir leid“, entschuldigte er sich und sah mich aus seinen treuen Dackelaugen an.
„Weiß… Weiß er es schon?“, fragte Jake, nachdem keiner von uns eine Weile etwas gesagt hatte und ich antwortete darauf, indem ich nickte.
„Ja. Und ja, er hat es gut aufgenommen, aber ich würde dich gerne um einen Gefallen bitten.“
Vorsichtig sah ich ihn an, bevor ich wieder zum Reden ansetzte.
„Könntest du… Könntest du mir einen Gefallen tun? Es ist so… Ich… Ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll. Durch die Schwangerschaft weiß ich einfach nicht, wie ich alles noch regeln soll. Die Miete, die Heizkosten, Nessies Collegegeld… Es reicht alles vorne und hinten nicht. Nicht, wenn ich dieses Kind bekomme, schließlich brauche ich Geld für Windeln, Essen, Spielsachen, Klamotten... Du weißt ja noch, wie schnell so ein Baby aus den Sachen wächst. Natürlich wird auch Edward seinen Teil dazu beitragen, doch ich kann ihn nicht für alles aufkommen lassen, das geht nicht.“
Mit aller Mühe versuchte ich mich wieder zu beruhigen.
Es würde niemandem helfen, wenn ich mich aufregte und in Rage redete, am allerwenigsten mir, doch ich wusste, dass Jacob der einzige war, der mich und meine Probleme verstand.
„Bells, hey! Sieh mich an!“
Jacobs Finger berührten leicht mein Kinn und drehten mein Gesicht wieder in seine Richtung, weil ich ihm während meiner Bitte nicht ansehen konnte und lieber auf die Kaffeetasse in meinen Händen schaute.
Ich konnte ihm einfach nicht in die Augen sehen, während ich ihn darum bat, mir zu helfen, mich zu unterstützen, obwohl das alles nicht einmal sein Problem war.
Aber wir waren seit siebzehn Jahren eine Familie und wir standen uns immer mit Rat und Tat zur Seite.
Da war es egal, ob es sich um eine seiner kaputten Ehen handelte und er vorübergehend bei Nessie und mir wohnte, oder er nach meinem Auto sah, wenn es muckte oder er kam, wenn ein Gerät im Haushalt den Geist aufgab.
Egal was der andere für Probleme hatte, wir waren immer füreinander da.
Eine Tatsache, die wir in unserer Ehe nicht geschafft hatten, doch in unserer Freundschaft funktionierte es tadellos.
„Erst einmal gratuliere ich dir“, sagte er lächelnd. Ein Lächeln, welches sich daraufhin auch auf meinen Zügen ausbreitete.
Natürlich kamen mit der Schwangerschaft Probleme auf, nicht nur finanziell. Ich würde mich immer wieder aufs Neue Edward stellen müssen und das obwohl ich es zwei Monate lang so gut wie möglich vermieden hatte, ihn zu sehen oder auch nur zu sprechen.
Doch das war jetzt völlig unmöglich.
Aber trotz all dieser Probleme freute ich mich auf das Baby.
Ein Baby, was zu der Zeit entstanden war, als Edward und ich noch glücklich waren, noch bevor unser Beziehungsdrama seinen Lauf nahm.
„Ich weiß, dass das Baby sich glücklich schätzen kann, eine Mutter wie dich zu haben. Du hast es geschafft, für Nessie eine gute Mutter zu sein, trotz der Umstände damals und das schafft nicht jeder. Viele Mütter wären überfordert gewesen, besonders in dem Alter, aber das warst du auch und hast es trotzdem nie an Nessie ausgelassen. Bei diesem Kind wird es nicht anders sein“, beruhigte er meine Ängste, die tief in mir verborgen waren.
Doch wer würde sich nicht fürchten, wenn man nach siebzehn Jahren erneut schwanger wurde und man mit dem Vater des Kindes nicht mehr zusammen war?
Wenn man mit dem Vater nicht mehr zusammen sein konnte?
„Danke, Jake“, sagte ich gerührt, schlang meine Arme um seinen Hals und umarmte ihn noch im sitzen.
Jakes Worte gaben mir Kraft.
Egal was kommen würde, ich würde es durchstehen.
Ich würde es schaffen, für mein Kind.
„Außerdem hast du Glück. Weißt du noch, als ich dir neulich erzählt habe, dass zwei meiner Ex Frauen neu geheiratet haben? Da ich jetzt nicht mehr für sie zahlen muss, weiß ich gar nicht, was ich mit dem ganzen Geld machen soll“, zwinkerte er mir zu, nachdem wir uns von der Umarmung gelöst hatten und uns nur noch an den Händen hielten.
„Jake… Ich will ja gar nicht, dass du meine Rechnungen zahlen musst. Das muss ich schon irgendwie allein schaffen, aber ich will nicht, dass Nessie darunter leidet. Sie muss schon auf so viele Sachen verzichten und ich will nicht, dass sie sich noch mehr einschränken muss, als sie es sowieso schon tut. Ich will, dass sie sich auch mal hübsche Klamotten anziehen kann, ohne immer wieder auf den Preis zu gucken. Ich will, dass sie mit Jackson oder auch mit Emily ins Kino gehen kann, ohne dafür sparen zu müssen und ich will auch nicht, dass sich Jackson und Emily dazu verpflichtet fühlen, ihr etwas auszugeben. Weißt du, wenn Nessie ab und zu erzählt, was sich Emily gekauft hat, kann ich diesen traurigen Gesichtsausdruck auf ihrem Gesicht sehen, dass sie so etwas auch gern hätte. Sie würde es zwar niemals sagen, aber ich kenne meine Tochter und ich will nicht, dass es noch schlimmer wird. Das einzige, worum ich dich bitten will, ist… Ob du… Könntest du vorerst die Kosten für Nessie übernehmen? Nur bis ich weiß, wie ich das alles regeln soll…“, bat ich ihn, biss nervös auf meiner Unterlippe herum und wartete auf seine Antwort.
„Da fragst du noch? Bella… Du weißt, dass ich das gern tue. Ich wollte es ja früher schon, aber du wolltest es nicht zulassen aus Angst, dass ich sie zu sehr verwöhne“, gab er mir grinsend zu verstehen und ich nickte erleichtert.
Er hatte Recht, mit dem, was er sagte.
So wie die meisten Väter, hatte auch Jacob immer eine Schwäche für Nessies Dackelblick gehabt und hätte am liebsten zu allem Ja und Amen gesagt, selbst wenn die nötigen Mittel nicht zur Verfügung gestanden hätten.
Außerdem war es für sie dann immer eine ganz besondere Freude, wenn wir ihr etwas schenkten, mit dem sie nie gerechnet hätte.
Die strahlenden Augen des eigenen Kindes waren für die Eltern immer das schönste Geschenk, das man einem geben konnte.
Doch nun war es anders.
Nessie war schon alt genug, dass sie wusste, dass Geld und teure Gegenstände nicht die Dinge waren, die im Leben zählten.
Auf so viele Dinge hatte sie schon verzichten müssen und hatte mir nie einen Vorwurf gemacht.
Sie wusste zwar, dass ich viel arbeitete um ihr das Beste zu ermöglichen, dennoch war ich mir sicher, dass nicht alle Kinder so verständnisvoll wären.
Meine Tochter war etwas Besonderes und wenn es das einzige war, was ich für sie tun konnte, meinen Stolz hinten anzustellen und ihren Dad um etwas Geld für sie zu bitten, dann tat ich es.
„Vielleicht kann ich ihr ja dann auch endlich ein Auto kaufen…“, sinnierte Jacob vor sich hin und kratze sich mit der Hand nachdenklich am Kinn.
„Du musst es ja nicht gleich übertreiben“, sagte ich, doch seien Worte stimmten mich nachdenklich.
Jeder aus ihrem Jahrgang besaß ein eigenes Auto. Doch Nessie war auf andere angewiesen.
Als wir nach Chicago zogen, fuhr ich sie mit meiner Klapperkiste zur Schule und wenn ihre ersten Stunden ausfielen, war sie auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen.
Immerhin hatte sie jetzt Emily und Jackson, die sich darum kümmerten, wie Nessie zur Schule und wieder nach Hause fand, doch auf Dauer war das keine Lösung.
Wenn ich mir schon keinen neuen Wagen leisten konnte, noch nicht einmal eine kostspielige Reparatur, wie hätte ich ihr dann einen eigenen Wagen besorgen können?
Sie war damals so stolz gewesen, als sie ihren Führerschein gemacht hatte, doch sie konnte es nicht so ausleben, wie die anderen Teenies es taten.
Jake und ich unterhielten uns noch weiter, während wir unser Frühstück verspeisten.
Ich erzählte ihm, wie mir bewusst wurde, dass ich schwanger war, wie ich es Edward gesagt hatte und letztendlich Nessies Reaktion darauf, dass sie ein Geschwisterchen bekommen würde.
Im Gegenzug bat ich Jake, mir etwas von sich zu erzählen, da ich die ganze Zeit nur von mir geredet hatte.
Er erzählte mir, dass es mit Leah wunderbar lief und er am Wochenende eigentlich ihre Eltern kennenlernen wollte, dieses Treffen aber für seine Tochter verschieben würde.
Als ich ihm sagte, dass Nessie es verstehen würde, wenn er schon etwas vorhatte, erwiderte er nur, dass Vanessa oberste Priorität hatte und wenn Leahs Eltern es nicht akzeptierten, dann war es deren Problem.
Nessie war für Jacob schon immer das Wichtigste gewesen und es freute mich immer wieder, dass sie nicht nur bei mir, sondern auch bei ihm immer an erster Stelle kam.
Nachdem Jacob darauf bestanden hatte, den Tisch abzuräumen und abzuwaschen, bevor wir beide zur Arbeit aufbrechen mussten, suchte ich schnell die Nummer der Frauenärztin und vereinbarte einen Termin, schließlich wollte ich sicher gehen, dass es dem kleinen Wurm in mir gut ging, denn ich hatte Angst, dass meine Lebensführung der letzten zwei Monate eventuell irgendwelchen Schaden angerichtet haben könnte.
Doch von nun an würde alles anders werden.
Mein Leben hatte sich schlagartig verändert und ich wusste, dass ich mich nicht mehr so gehen lassen konnte, auch wenn mir in manchen Momenten immer noch danach war.
Doch es ging nicht mehr nur um mich.
Es ging noch nie um mich, denn ich hatte eine Familie, um die ich mich kümmern musste und ich würde es schaffen.
Egal was kommen würde, mit meiner Familie an meiner Seite würde alles gut werden.
nessies reaktion finde ich toll, bella hat auch verstanden das sie edward das baby nicht vorenthalten darf...ich hoffe das edward nun vorsichtig anfängt zu kämpfen....
AntwortenLöschenschöne ostern