Kurzbeschreibung

Edward Cullen ist alleinerziehender Vater einer 16 jährigen Tochter. Sein Leben scheint perfekt, doch hinter der Fassade verbirgt sich eine Wahrheit, die er schon viel zu lange verheimlicht hat.
Und es gibt nur eine Frau, die ihn wieder auf den Boden der Tatsachen bringen kann.
All Human, Pairing ExB

Freitag, 5. November 2010

Kapitel 21 - Als wären wir Eins

Bella POV


Ich war nervös.
So nervös, wie ich es wahrscheinlich noch nicht einmal bei meiner eigenen Hochzeit gewesen war.
Unschlüssig stand ich noch mit einem Handtuch bekleidet vor meinem Kleiderschrank.
Was sollte ich bloß anziehen?
Normalerweise machte ich mir nicht viel aus Klamotten, aber wenn es um Edward ging, dann agierte ich nie so, wie ich es normalerweise tat.
Aber die Klamotten mussten gut ausgesucht werden.
Nessie durfte nicht merken, dass ich mich für ein Date zurechtmachte.
Sie dachte, dass ich mir einen netten Abend mit Alice machen würde, während sie ihren Großeltern, zusammen mit Jake und Emily, die Stadt zeigte.
Am Anfang tat ich noch so, dass ich dann meine Verabredung mit Alice, welche ich natürlich spontan erfunden hatte, absagen müsste.
Meine Eltern aber beharrten darauf, dass ich mir durch ihren spontanen Besuch nicht meine Pläne durcheinander bringen lassen sollte und mich sogar dazu ermutigten, mich mit ihr zu treffen.
Ein letztes Mal hakte ich noch einmal nach, ob es wirklich okay wäre, bis sie nur noch genervt ihre Augen verdrehten und mich so ansahen, wie wenn ich ihnen als Kind eine dumme Frage nach der anderen gestellt hatte, also ließ ich es bleiben, wodurch meinem gemeinsamen Abend mit Edward nichts mehr im Weg stand.

Ich fühlte mich unwohl darin, meine Familie anzulügen, aber ich wollte nun mal nichts an die große Glocke hängen.
Nicht solange die Sache mit Edward und mir noch so frisch und unklar war und ich nicht wusste, was die Kinder davon halten könnten.
Doch in genau diesem Moment war niemand da, der auf mich einreden konnte und das wollte ich genießen.
Niemand, der mir sagte, ob es gut oder schlecht war, was ich tat.
Ich tat einfach das, was ich für Richtig empfand. Es war meine Entscheidung und wenn sich diese Entscheidung als Falsch entpuppen sollte, so wäre ich die Einzige, die darunter leiden würde und ich müsste niemandem mein Versagen erklären.
Heute Abend wollte ich aber nicht daran denken, was sein könnte. Ich wollte es einfach genießen.

Die richtige Auswahl der Klamotten fiel mir wirklich schwer.
Ich wollte nichts anziehen, was zu schick aussah, aber etwas Alltägliches wollte ich nun auch nicht tragen.
Und was war mit der Unterwäsche?
Sollte ich da auch eine passende Auswahl treffen, nur für den Fall der Fälle?
Mir war klar, dass ich diesem Mann nicht lange widerstehen könnte, weshalb ich, vorsichtshalber, meinen blauen BH mit dem dazu passenden Höschen heraussuchte, welche ich vor längerem zusammen mit Alice beim Shoppen ergattert hatte.
Er war nicht zu reizvoll, aber auch nicht zu langweilig, also genau das Richtige für diesen Abend.
Nach längerer Überlegung hatte ich mich für eine schwarze Stoffhose und einer Bluse entschieden, welche ungefähr denselben Farbton wie die Unterwäsche hatte, die ich tragen wollte.
Die ersten paar Knöpfe ließ ich offen, nur so viel, dass man einen leichten Ansatz meiner Brüste erkennen konnte, wenn man in meiner Nähe war.

Ich war schon wirklich gespannt darauf, was Edward leckeres zubereiten würde.
Er war der erste Mann in meinem Leben, der etwas für mich kochen würde.
Jake war nicht gerade das, was man einen guten Koch nennen konnte, weshalb ich immer diejenige war, die etwas für uns zubereitet hatte.
Sogar mein Dad hatte nie für meine Mom und mich gekocht. Wenn es darum ging, dann war er sogar schlimmer als Jake.
Für mich war es wirklich etwas besonderes, dass Edward für mich kochen wollte und es, laut eigener Aussage, sogar konnte.

Ich war froh, dass meine Familie nicht mehr zu Hause war und ich meine Nervosität nicht vor ihnen verbergen musste.  
Sie wären misstrauisch geworden, wenn sie mich so gesehen hätten und ich hätte ihnen keine plausible Erklärung nennen können, ohne ihnen die Wahrheit zu sagen.
Aber für die Wahrheit war es noch viel zu früh.

Als ich mich auf den Weg zu Edward machte, musste ich mich wirklich dazu zwingen, auf den Straßenverkehr zu achten.
Immer wieder schweiften meine Gedanken ab, fragten sich, wie der Abend wohl verlaufen würde.
Mein Auto parkte ich in seiner Einfahrt, ganz in der Nähe der Eingangstür.
Ich konnte nicht sagen wieso, aber immer, wenn ich Edward besuchen kam, schien es mir so, als ob sein Haus größer geworden wäre, aber mir war durchaus bewusst, dass mir meine Fantasie lediglich einen Streich spielte.
Noch ein letztes Mal versuchte ich mich selbst zu beruhigen, indem ich tief ein und aus atmete.
Es klappte, wenn auch nicht gerade viel oder für lange Zeit, aber es funktionierte.
Froh darüber, dass ich mir flache Schuhe angezogen hatte, stieg ich aus meinem Auto aus, schloss ihn ab, wobei ich nicht dachte, dass man ihn mir in dieser Gegend klauen würde, und machte mich auf den Weg zur Haustür der Cullens.

Sobald ich die Klingel betätigt hatte und darauf wartete, dass Edward sie mir aufschloss, bewegte ich mich unruhig von einem Fuß, zu dem anderen.
Es schien mir eine Ewigkeit zu dauern, bis die Tür sich vor mir öffnete und dieser bezaubernde Mann, mit den bronzefarbenen Haaren und den grünen Augen, mir gegenüber stand.
Das Lächeln in seinem Gesicht glich dem eines Engels und seine Augen strahlten mit den Sternen um die Wette.
„Hey“, sagte er mit solch einer Leidenschaft in seiner Stimme, dass mir beinahe schwindelig wurde.
Noch nie hatten drei Buchstaben eine solche Wirkung auf mich ausgeübt.
„Hey“, antwortete ich, woraufhin Edward einen Schritt zurück ging und mir die Tür so weiter aufhielt, damit ich ins Innere des Hauses gelangen konnte.
„Geht es dir gut?“, fragte er mich, während er die Tür wieder schloss und auf mich zukam. Seine Augen noch immer auf mich gerichtet, doch auch ich konnte mich nicht von seinem Anblick lösen.
Er sah immer fantastisch aus, doch besonders heute, war er für mich besonders attraktiv.
Edward trug, genau wie ich, eine dunkle Stoffhose. Eine, die bestimmt zu einem seiner teuren Anzüge gehörte.
Darüber trug er ein hellblaues Hemd, gepaart mit einem schwarzen Sakko.
Ich fühlte mich irgendwie geschmeichelt, dass er sich so schick angezogen hatte, obwohl wir heute nicht aus seinem Haus gehen würden.
Allerdings konnte man bei Edwards Aufzug schon sagen, dass es sein lockerer Kleidungsstil war.
Noch nie hatte ich ihn in einer normalen Jeans und einem T-Shirt gesehen, wobei ich davon überzeugt wäre, dass auch das ihm sehr gut stehen würde.

„Natürlich geht es mir gut“, antwortete ich auf seine Frage und machte einen Schritt auf ihn zu.
Für meinen Geschmack, war er noch viel zu weit weg. Ich wollte ihn näher.
„Das ist schön“, flüsterte er, als wir uns so nah gegenüber standen, dass er mit seinen Händen nach meinen Armen fasste und sie sanft streichelte.
„Das ist es wohl“, flüsterte ich ebenfalls, doch mein Atem kam nur abgehackt, als ich merkte, wie er sein schönes Gesicht langsam zu mir herunterbeugte.
Wie gebannt starrte ich auf seine Lippen und versuchte mich möglichst nicht zu bewegen, aus Angst, dass ich diesen Augenblick dadurch ruinieren könnte.
Zu spüren, wie sein Atem meine Haut strich, während er mir näher kam, bescherte mir eine wohltuende Gänsehaut.
Mit meinen Händen krallte ich mich in seinem Sakko fest und stellte mich leicht auf meine Zehenspitzen, damit ich ihn besser erreichen konnte.
Nur einen kleinen Moment hielt er inne, bevor ich wieder in den Genuss seiner wunderschönen Lippen kam.
Sie waren so sanft, so weich und ich verlor mich vollkommen darin.
Unsere Lippen bewegten sich im Einklang. So, als hätten sie nie etwas anderes getan.
Ich wusste, dass wenn ich noch etwas von unserem gemeinsamen Abend, unserem Date und seinem Essen, erleben wollte, dann sollten wir diesen Kuss, so schön er auch war, beenden.
Das Problem war nur, dass ich die dafür notwendige Kraft in genau diesem Moment nicht besaß. Dafür fühlte es sich viel zu schön an und ich wollte nur ungern dieses wunderbare Gefühl in mir aufgeben.
Aber Edward schien die dafür notwendige Stärke zu besitzen und entzog mir langsam seine Lippen.
Anfänglich wollte ich noch protestieren, doch als mir der Duft von dem Essen in die Nase stieg, wurden auch meine Gedanken wieder klarer.

„Und wie geht es dir?“, stellte ich ihm die Frage, die ich ihm eigentlich vorhin hätte stellen wollen, ich dann aber in die hinterste Ecke meines Gehirns verbannt hatte, sobald ich seinen Atmen auf meinem Gesicht spüren konnte.
„Großartig“, antwortete er mir und führte mich durch sein Haus, vermutlich in die Richtung des Zimmers, indem wir speisen würden.
Seine Hand lag auf meinem Rücken und führte mich.
Es war nur eine hauchzarte Berührung, aber trotzdem genug um mich um den Verstand zu bringen.

Der Raum, in dem wir das Essen zu uns nehmen würden, sah fantastisch aus.
Das Licht war gedämmt, dafür standen auf den einzelnen Kommoden Teelichter und auch der Tisch war verziert mit zwei langstieligen weißen Kerzen, passend zur Tischdecke, welche mit blauen Rosenblüten bedeckt war und dadurch besonders hervorstach.
Mir stockte wahrhaftig der Atem, als ich jede Kleinigkeit sorgfältig in mich aufnahm und mir bewusst wurde, wie viel Mühe er sich gemacht haben musste.
Das Ambiente, welches Edward geschaffen hatte, war mehr als nur romantisch.
„Wow“, schaffte ich es nach einer gefühlten Ewigkeit hervorzubringen und bewunderte weiterhin den wundervoll geschmückten Raum mit großen Augen.
„Gefällt es dir?“, hörte ich Edward leise neben mir fragen und konnte ahnen, dass er seinen Blick auf mich gerichtet hatte, ich aber schaffte es nicht, meinen Blick von der Dekoration loszureißen.
„Wow“, sagte ich wieder nur, unfähig dazu etwas anderes zu äußern als dieses kleine, aber aussagekräftige, Wort.

Wieder konnte ich Edwards Hand an meinen Rücken spüren und konnte die Funken hören, die durch diese unschuldige Berührung entstanden.
Er führte mich an den Tisch, zu einem der Stühle und zog ihn mir, ganz der Gentleman, sogar zurück.
Dankbar lächelte ich ihn an, sobald ich auf meinem Sitz Platz genommen hatte und konnte das Strahlen in seinen Augen deutlicher denn je erkennen.
„Ich bin gleich wieder da“, sagte er und war auch schon verschwunden, allerdings nicht ohne mir noch ein letztes Lächeln zu schenken.
Bewundernd sah ich mir in der Zeit seiner Abwesenheit weiterhin die Dekoration an.
Nie im Leben hätte ich auch nur vermutet, dass Edward solch eine romantische Ader in sich trug.
Konnte es überhaupt real sein?
Ein Mann, der so gut aussah, einen wundervollen Charakter besaß, romantisch veranlagt war und dann auch noch kochen konnte? Und genau diese Sorte Mann sollte ausgerechnet an mir interessiert sein?
Ich konnte es mir immer noch nicht vorstellen, aber Taten und Gesten sagten viel mehr aus, als es tausend Worte jemals gekonnt hätten.

„Ist dir kalt? Ich kann die Heizung oder den Kamin anmachen.“
Ich hatte gar nicht bemerkt, wie Edward den Raum betreten hatte, so sehr war ich in meinen Gedanken vertieft gewesen.
In all seiner Pracht, kam er mit zwei Tellern auf den Händen zum Tisch und hatte dabei immer noch dieses atemberaubende Lächeln auf den Lippen, welches mich immer wieder aufs Neue zum Schmelzen brachte.
Wer brauchte bei so einem Mann schon eine Heizung?
„Mir geht es gut, danke“, beruhigte ich ihn und lächelte ihn an, als er den Teller mit dem Essen vor mir auf den Tisch stellte.
„Es duftet wunderbar“, sagte ich und sah ihn an.
Um seine grünen Augen hatten sich kleine Fältchen gebildet, die nur noch mehr auf das Lächeln seiner Lippen deuteten.
Auch ich lächelte, als ich mein Besteck in die Hand nahm und von dem gut duftenden Essen probierte.
„Es duftet nicht nur wunderbar, es schmeckt auch noch wunderbar“, rief ich aus und zeigte demonstrativ noch mit der Gabel auf meinen Teller.
„Ich wusste gar nicht, dass du auch noch italienisch kochen kannst. Nicht einmal ich kriege das hin“, lächelte ich ihn an und aß ein weiteres Stück davon.
„Ich fürchte, ich muss dir etwas beichten.“ Schuldbewusst sah er mich an und als ich merkte, dass er noch keinen einzigen Bissen vom Essen probiert hatte, hielt ich in meiner Bewegung inne.
Das Besteck legte ich an den Tellerrand und meine Arme stützte ich so auf den Tisch, dass sie den Teller von beiden Seiten umrahmten.
„Was ist los?“, fragte ich ihn mit einer gewissen Sorge in meiner Stimme.
Edward lächelte immer noch, weshalb seine Beichte nicht allzu schlimm sein durfte, trotzdem machte ich mich auf alles gefasst.
Hatte er sich das mit uns vielleicht doch anders überlegt?
War es ihm diese ganze Anstrengung nicht wert?
Hatte ich zu lange gezögert, mich auf ihn einzulassen?
War ich doch nicht die Person, für die er mich gehalten hatte?
All diese Fragen schwirrten in meinen Kopf herum und ich konnte es nicht kontrollieren, so zu denken.

Edwards Hand griff nach meiner Rechten, spielte mit meinen Fingern, ehe er mit dem Reden ansetzte.
„Wärst du sehr enttäuscht, wenn…“ Er ließ den Satz offen, was dazu führte, dass meine Atmung automatisch aussetzte.
Mein Herz klopfte unkontrolliert, ohne einen vernünftigen Rhythmus gegen meine Brust.
„Wenn was?“, fragte ich ihn, hoffte jedoch, dass er die Panik in meiner Stimme überhört hatte.
Wenn er es wirklich beenden wollte, wieso hatte er sich all den Aufwand und diese Mühe gemacht? Vielleicht ein letzter, schöner gemeinsamer Abend, bevor er mir sagen würde, dass wir doch lieber nur Freunde sein sollten? Ein Vorschlag, welchen ich ihm schon viel zu oft unterbreitet hatte?
Sollte es so sein, dann hoffte ich wirklich, dass er mir meine Panik nicht ansah.
Er sollte nicht merken, wie sehr es mich verletzten würde, nachdem ich angefangen hatte ihm mein Herz anzuvertrauen.
„Wenn ich dir sagen würde, dass ich dieses leckere Essen nicht zubereitet habe?“
Ein Stein fiel mir vom Herzen, als ich diese Worte aus seinem Mund kommen hörte.
Im Nachhinein fiel mir selbst auf, wie idiotisch meine Gedanken und Ängste waren.
„Jag mir nie wieder so einen verdammten Schrecken ein!“, rief ich erleichtert und sah ihn gespielt böse an.
Edward runzelte nur die Stirn, als ob er wirklich nicht wüsste, was er mir mit seinem Zögern gerade angetan hatte, legte seinen Kopf schräg und sah mich aus seinen grünen Augen  musternd an.
„Du kannst also doch nicht kochen?“, fragte ich ihn und hoffte, dass er nicht weiter auf meine vorherige Aussage eingehen würde.
„Denkst du, dass ich dich deswegen anlügen würde?“, stellte er mir die Gegenfrage und schürzte seine Lippen.
Nachdenklich und mit einem Lächeln auf meinen Lippen sah ich ihn an, als auch ich anfing mit meinen Fingern die Haut seiner Hand zu streicheln.
„Du wärst bestimmt nicht der erste Mann, der so etwas behaupten würde, nur um an eine Frau ranzukommen“, neckte ich ihn und streichelte weiterhin die Haut seiner Hand entlang.
Es war so harmlos, und doch fühlte es sich so intim an, als ob ich ihm so all meine Gefühle offenbaren würde.
Er griff nach meinen Fingern, verschränkte sie mit seinen und malte auf meinem Handrücken mit seinem Daumen kleine Kreise.

„Mir ist ein kleines Malheur passiert“, gab er etwas beschäumt von sich und wandte seinen Blick kurz auf den Tellern mit dem Essen, bevor er mich wieder ansah.
„Was denn für eins?“, fragte ich ihn neugierig, während auch ich einen kurzen Blick auf unser Essen wagte.
„Obwohl eine meiner vielen Begabungen das Kochen ist...“, unterbrach er sich selbst und hatte wieder dieses verschmitze Grinsen in seinem Gesicht, welches eine leichte Röte in meinem Gesicht aufsteigen ließ.
Dies war noch eine Sache, die nur Edward Cullen schaffte.
Ich war nicht die Sorte Mensch, die leicht errötete. Diese Eigenschaft hatte ich in der High School abgelegt und kam nur durch Edward wieder zum Vorschein.
„Da ist jemand aber überhaupt nicht eingebildet“, grinste ich frech zurück, allerdings musste ich zugeben, dass er durchaus das Recht hatte, diesbezüglich eingebildet zu sein.
Etwas, was ich ihm gegenüber nicht offen zugeben würde.
„Jedenfalls“, räusperte sich Edward, bevor er weiter zum Reden ansetzte „habe ich es irgendwie geschafft, das Essen anbrennen zu lassen.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen sah ich ihn an.
„Du, der große Edward Cullen, hast das Essen anbrennen lassen?“, fragte ich ihn und tat absichtlich so, als wäre ich über diese Tatsache vollkommen entrüstet.
„Bei einer Frau, wie du es bist, kann man schon mal etwas neben sich stehen, wenn man versucht, etwas Essbares, und vor allem leckeres, zu kochen. Als ich dann festgestellt habe, dass das Essen vollkommen ruiniert ist, hatte ich nur zwei Möglichkeiten. Entweder, ich sage unsere Verabredung ab, was für mich überhaupt nicht in Frage kam, oder ich bestelle uns etwas zu Essen und koche dann eben ein anderes Mal für dich und wie du siehst, habe ich mich für die zweite Option entschieden“, erklärte er mir und sah mich sanft aus seinen grünen Augen an.
Ich musste Lächeln, als er mir gegenüber zugab, warum er das Essen hatte liefern lassen, anstelle es selber zuzubereiten.
Natürlich hatte ich nichts dagegen, dass er es so gehandhabt hatte.
Es war schade, dass ich nicht schon am heutigen Abend in den Genuss seiner Kochkünste kommen konnte, aber auch mir gefiel seine zweite Option eindeutig besser.
„Was würdest du davon halten, wenn wir das nächste Mal gemeinsam etwas kochen würden? So kann ich aufpassen, dass du nicht wieder etwas anbrennen lässt“, zog ich ihn auf und musste sogar etwas dabei lachen.
Auch Edward schüttelte leicht seinen Kopf, doch auch er lachte darüber.

Leicht beugte er sich über den Tisch, welches ich ihm sofort gleichtat.
Es war fast wie ein Zwang seine Bewegung so nachzuahmen, als ob er einem Spiegel gegenübersitzen würde.
„Die Idee gefällt mir sogar sehr“, flüsterte er und beugte sich noch weiter in meine Richtung.
Der Schein der vielen Kerzen ließ Edward nur noch schöner erscheinen, als er es ohnehin schon war.
Sein Gesicht kam meinem immer näher, bis ich wieder in den Genuss kam, seinen warmen Atem auf meinem Gesicht zu spüren, ehe seine Lippen sich auf meinen befanden.
Sanft bewegten sie sich im Einklang, kosteten voneinander und genossen diese Art von Berührung solange, bis Edward sich irgendwann von mir löste.
„Wir sollten essen, bevor es kalt wird“, flüsterte er, als ob er die Atmosphäre um uns herum nicht ruinieren wollte.
Mit noch immer geschlossenen Augen nickte ich nur und gab ihm noch einen kurzen Kuss, bevor ich ihm meine Hand entzog und mich dem köstlichen Essen auf den Tellern widmete.

Edward hatte wirklich eine gute Wahl getroffen, was das Essen anging und auch unsere Unterhaltung während des Essens verlief großartig.
Wir redeten über alles Mögliche. Über unsere Kinder, unsere Kindheit und Jugend und lernten uns so besser kennen.
Es war wirklich sehr angenehm sich mit Edward über all diese Dinge zu unterhalten.
Er musste lachen, als ich ihm erzählte, wie ich damals auf der High School im Biologieunterricht, als wir Frösche sezieren sollten, ein Junge namens Mike Newton auf mich zukam und mich zum jährlichen Schulball eingeladen hatte.
Mike konnte kein Nein akzeptieren, also hatte ich ihm nach der Stunde heimlich den Frosch in seinen Rucksack gepackt und hoffte so darauf, dass er wenigstens so verstehen würde, dass ich nicht mit ihm auf den Ball gehen wollte.
Edward dagegen erzählte mir, wie sein großer Bruder Emmett ihn immer geärgert hatte. Also hatte er sich eines Nachts raus geschlichen, bewaffnet mit einem wasserfesten schwarzen Filzstift, und hatte seinem Bruder, während er in aller Ruhe schlief, das Gesicht so voll gemalt, dass nur noch wenig Haut zu sehen war.
Zwar hatte er danach großen Ärger von seiner Mom bekommen, und auch Emmett ließ ihn nicht unbestraft davon kommen, aber das war es ihm wert gewesen.

Den Rest des Abends verbrachten wir auf seiner Couch im Wohnzimmer.
Dieselbe Couch, auf der er mir die ganze Wahrheit gesagt hatte und ich mich, durch seine Offenheit, nur noch mehr in Edward verliebt hatte.
Wir redeten und kuschelten, als ob es eine Selbstverständlichkeit für uns wäre, obwohl das alles noch so neu war.
„Danke“, flüsterte ich und lehnte meinen Kopf weiterhin auf seiner Schulter, während ich sanft seinen Unterarm auf und ab streichelte.
Es verschaffte mir eine Genugtuung zu sehen, wie sich eine Gänsehaut darauf bildete, als ich ihn mit meinen Fingerspitzen sanft berührte.
„Wofür?“, fragte er und spürte seine Lippen, wie sie mir einen Kuss an meinem Haaransatz gaben.
Ein leichter Schauer durchfuhr meinen Körper, als er mit seiner Hand nach meiner Wange griff und mich so dazu zwang, zu ihm aufzuschauen.
„Für alles. Für den schönen Abend, das Essen, auch wenn du es nicht selber gekocht hast“, zählte ich auf und verlor mich wieder in seine grünen Augen.
Noch immer trugen sie dieses Funkeln in sich, welches schon den ganzen Abend über zu erkennen war.
„Dafür brauchst du dich nicht zu bedanken. Ich danke dir, dass du gekommen bist“, antwortete er und konnte im nächsten Moment schon spüren, wie sich seine Lippen auf meine legten.
Es war ein sanfter Kuss, der so viel Gefühl mit sich brachte, dass mir davon beinahe schwindelig wurde.
Seine Lippen bewegten sich so sanft und doch so leidenschaftlich, dass sie das Blut in meinen Venen zum Kochen brachte.
Ich wollte mich nicht mehr von ihm lösen, wollte ihn immer so spüren, wie ich es gerade tat, aber ich wusste, dass es nicht gehen würde.
„Ich glaube, ich sollte gehen“, sagte ich leise, als er kurz von meinen Lippen abließ, damit wir wieder zu Atem kamen.
„Schon?“, fragte er traurig und gab mir noch einen kurzen Kuss auf die Lippen, bevor er seine Stirn an meine lehnte.
Wollte er, dass ich noch blieb?
Wollte er genauso wenig, dass ich ging, so wie ich mich nicht von ihm verabschieden wollte?
Allein die Vorstellung, dass er mich wirklich bei sich behalten wollte, ließ mich innerlich vor Freude auf und ab springen.
Und wenn ich so darüber nachdachte, war es vielleicht gar keine schlechte Idee.
Meine Familie dachte schließlich, dass ich einen netten Abend mit Alice verbringen würde und um Nessie brauchte ich mir auch keine Sorgen zu machen, da ich wusste, dass sie in guten Händen war.
Natürlich war sie alt genug, um auf sich selbst aufzupassen, aber als Mutter machte ich mir nun mal immer Sorgen, egal wie alt sie letztendlich war.
Also… wieso nicht?

Meine Hand ließ ich in seinen Nacken wandern, zupfte an den feinen Härchen dort und zog seinem Kopf zu mir herunter, sodass meine Lippen wieder in den Genuss kamen, seine zu spüren.
Die Art und Weise, wie er mich küsste, war, im wahrsten Sinne des Wortes, atemberaubend.
Wie er seine Hand an meine Seite legte und seinen Körper langsam gegen meinen drückte, bis ich in der horizontalen auf der Couch lag und er direkt über mir schwebte.
„Heißt das, du bleibst noch?“, fragte er gegen meine Haut, als er sich von meinen Lippen gelöst hatte und sich langsam und liebevoll meinen Kiefer entlang küsste.
„Ja“, wisperte ich nur, als er die empfindliche Stelle meines Halses erreicht hatte und ich genussvoll meinen Kopf nach hinten lehnte.
Seine Küsse, so wie seine Berührungen, trieben mich in den Wahnsinn.
Nach langer Zeit fühlte ich mich wieder wie eine vollständige Frau und das hatte ich nur Edward zu verdanken, einfach durch die Art, wie er mich ansah und mich anfasste.

Wenn wir nicht bald damit aufhören würden, würde das unvermeidliche eintreten.
Doch wollte ich das schon? Aber andererseits… wieso sollte ich es nicht wollen?
Edward und ich hatten schon einmal miteinander geschlafen und wieso sollten wir warten?
Wir zwei waren alt genug um zu wissen, was wir wollten, also wieso sollten wir unser Verlangen für den anderen verbergen?

Meine Hand, welche sich zuvor noch an Edwards Nacken befand, ließ ich an seine Wange wandern.
Ich wollte in seine Augen sehen, wollte dasselbe Verlangen in ihnen erkennen, welche auch in meinen Augen zu finden sein musste.
Doch da war noch etwas anderes, als Verlangen.
Edward und ich empfanden nicht nur körperlich etwas füreinander.
Wieso hatte ich nur vorher nicht gemerkt, dass auch von Edwards Seite mehr kam? Dass dort mehr war, als nur körperliche Anziehungskraft?

Sein Grün brannte sich in mein Braun, als er sich wieder zu mir hinab beugte und meine Lippen wieder mit seinen verwöhnte.
Ein Kuss, der alles auszudrücken schien, was wir füreinander empfanden, aber noch nicht bereit dazu waren es auszusprechen.
Meine Hände ließ ich unter seinem Sakko wandern, platzierte sie auf seinen Schultern und zog es ihm langsam aus.
Nur widerwillig ließ er erst mit dem einen, und dann mit dem anderen Arm von mir ab und schnurrte schon fast, als ich meine Hände auf seinen Rücken ablegte und ihn sanft streichelte, indem ich meine Fingerspitzen auf und ab fahren ließ.
Gerade, als ich die ersten Knöpfe seines Hemdes öffnen wollte, löste er sich von mir, was mich dazu brachte meine Augen überrascht wieder aufzumachen.
Seine Hand streichelte meine Haare, klemmte mir eine Strähne hinter mein Ohr und gab mir noch einen kurzen, aber zärtlichen Kuss, bevor er wieder mit seinen Augen in meine blickte.
„Nicht hier“, flüsterte er nur und sah mich weiterhin unergründlich an.
Das Lächeln auf seinen Lippen verhinderte, dass ich vor Schock meine Augen aufriss.
Wenn er so lächelte wusste ich, dass ich mir keine Sorgen machen musste.
„Ich will, dass es diesmal perfekt ist. So, wie unser gemeinsames erstes Mal hätte sein sollen“, fuhr er fort, was mir wieder die Röte ins Gesicht brachte, wenn ich daran dachte, wie ich ihn im Lagerraum quasi attackiert hatte.
Ich nickte, außerstande auch nur ein Wort, das Sinn ergab, durch meine Lippen zu bringen.
Er lächelte auf mich hinab und küsste mich erneut, ehe er sich langsam von mir entfernte und von der Couch aufstand.
Lächelnd hielt er mir seine Hand hin, ganz der Gentleman, und ich musste unwillkürlich an die Szene bei Aladdin denken, als er Jasmin dabei helfen wollte, auf den fliegenden Teppich zu steigen.
Es fehlte nur noch, dass er dir Worte „Vertraust du mir?“ aussprach, ehe ich mit ihm auf und davon fliegen würde.
Doch konnte man es im übertragenden Sinne nicht auch so sehen?
Auch Aladdin und Jasmin stammten aus zwei verschiedenen Welten.
Er war der arme Junge von der Gasse und sie war die wunderschöne Tochter des Sultans und trotz aller Schwierigkeiten hatten sie es zu einem Happy End gebracht.
War es bei Edward und mir auch möglich?

Die ganze Zeit, während wir uns auf dem Weg in sein Schlafzimmer machten, hielt Edward meine Hand.
Unsere Finger waren miteinander verschränkt, er zeichnete mit seinem Daumen kleine Kreise auf meinem Handrücken, während er mich mit sich zog.
Normalerweise hätte ich mir das Haus noch einmal genauer angesehen, schließlich sagte die Dekoration eines Hauses doch oftmals etwas über den Charakter eines Menschen aus, doch in genau diesem Moment war ich zu sehr damit beschäftigt, zwischen unseren ineinander verschränkten Händen und seinem Seitenprofil hin und her zu schauen.
Meine Augen konnten nichts anderes als ihn erfassen, nicht einmal dann, als wir sein Schlafzimmer betraten.
Langsam zog er mich zu sich heran, seine Hände hinter meinem Rücken verschränkt.
Wieder einmal nahmen seine Augen meine gefangen, zogen mich in seinen Bann und brachten mich dazu, alles um mich herum zu vergessen.
Die Welt dort draußen war nicht mehr wichtig, das Einzige, was zählte, waren wir.

Unsere Köpfe kamen sich entgegen und schon automatisch ließ ich meine Hände in seinen Nacken wandern, zog mich an ihm hoch, damit die Berührung seiner Lippen auf meinen nicht mehr lange auf sich warten ließ.
Der Kuss war süß, zärtlich und sanft. Voller Gefühle, die man niemals in Worte hätte fassen können.
Erst später strich er vorsichtig mit seiner Zunge meine Unterlippe entlang und nur zu gern gewährte ich ihm den Einlass, ließ unsere Zungen miteinander spielen, erst noch einfühlsam, doch mit jeder weiteren Sekunde, die verstrich, wurde unsere Leidenschaft größer.
Edward fing an langsam, beinahe unauffällig, nach hinten zu laufen und zog mich mit sich, ohne das wir uns trennten.
Sobald uns die Luft ausging, sorgte Edward dafür, dass seine Lippen niemals den Kontakt zu meiner Haut verließen.
Ein undefinierbarer Schauer übermannte meinen ganzen Körper, ließ die Schmetterlinge in mir tanzen, immer wenn ich seine Lippen an meinem Hals spürte und er mit seiner Zunge eine feuchte Spur auf meiner erhitzen Haut hinterließ.
Seine Hände wanderten unter meine Bluse, streichelten die Haut an meinen Seiten, was nur dazu führte, dass ich mich leicht gegen ihn drückte.
Allein schon eine solch unschuldige Berührung, brachte mein Innerstes zum brennen.
Wenn unsere Küsse und Berührungen, gefüllt von Zärtlichkeit und Leidenschaft, sich schon so anfühlten, wie würde das erst sein, wenn ich ihn wieder in mir haben würde?

Auch ich ließ langsam wieder von seinem Nacken ab.
Meinen Kopf hatte ich leicht nach hinten gelehnt, genoss die Berührung seiner Lippen zu sehr und krallte mich, der Vorsicht halber, an seinen Schultern fest.
„Edward“, flüsterte ich nur, schaffte es nicht mehr als nur dieses eine Wort, als nur diesen einen Namen, seinen Namen, zu sagen, als er langsam anfing die Knöpfe meiner Bluse zu öffnen.
Zu sagen, ich wäre erregt, wäre untertrieben.
Ich war mehr als das, etwas, wofür noch kein Ausdruck erfunden worden war und ich war mir nicht einmal sicher, ob man jemals ein geeignetes Wort dafür finden würde.
Zusammen mit Edward war einfach alles unbeschreiblich. Egal was es war, aber Edward schaffte es immer aus einer Situation, einem Ereignis oder auch aus einem ruhigen Abend etwas so besonderes zu machen, dass einem dafür die Worte fehlten.

Nur langsam zogen wir uns gegenseitig aus.
Wir hatten es beide nicht eilig, ließen uns Zeit und genossen das, was wir an dem anderen hatten und es war schön so.
Es gab nichts, was ich mir in diesem Moment schöner hätte vorstellen können, als die Art und Weise, wie wir uns ansahen und uns berührten.
In seinen grünen Augen konnte ich diese Begierde erkennen, die Zuneigung, die er für mich empfand und ich konnte mir vorstellen, dass der Ausdruck in meinen Augen nicht anders sein konnte.

Nackt lagen wir nun in seinem Bett, die Kondompackung hatte Edward bereits herausgeholt und auf den Nachttisch, direkt neben dem Bett abgelegt, damit er, wenn es soweit war, danach greifen konnte.
Wir küssten uns, berührten uns und genossen es, uns so nah, Haut an Haut, spüren zu können.
Irgendwann richtete sich Edward ein Stück auf und positionierte sich genau über mir.
Automatisch machte ich meine Beine für ihn etwas breiter, ohne jedoch unseren Kuss beenden zu wollen.
„Lass mich das machen“, flüsterte ich gegen seine Lippen, als wir beide nach der Kondompackung auf der Kommode griffen.
Edward Kehle verließ ein Knurren, ob aus Frust oder Erregung konnte ich nicht sagen, vielleicht sogar eine Mischung aus beidem.
Sobald ich die Kondompackung in meinen Händen hielt, riss ich sie ganz vorsichtig und langsam auf.
Meine Hände ließ ich zwischen uns wandern, immer tiefer und sorgte dafür, dass ich ihm das Präservativ langsam überstreifen konnte.
„Bella“, murmelte er gegen meine Lippen, als ich mit meinem Zeigefinger leicht über seine Länge strich.
Etwas, was ich mir einfach nicht verkneifen konnte.
Seine Lippen ließen von mir ab und ich wollte schon dagegen protestieren. Wollte mich ihm entgegenstrecken oder ihn wieder zu mir herunterziehen, nur damit ich wieder diese Lippen auf meine spüren konnte, doch als ich ihn an meinem Eingang spürte, öffnete ich abrupt die Augen, nur um wieder in seinen zu versinken.
Ich konnte seinen schweren Atem auf meinem Gesicht spüren, welcher immer stockender wurde, je mehr er  in mich eindrang.
Meine Fingernägel krallten sich in die Muskeln seiner Oberarme fest. Je tiefer er in mir war, desto stärker klammerte ich mich an ihn.
Dadurch, dass wir uns in die Augen sahen, war dieses Gefühl, wie er in mich eindrang, intensiver.
Leicht beugte er seinen Kopf zu mir nach unten, nachdem er seine komplette Länge in mir versunken hatte, bewegte sich dennoch nicht und auch ich wagte es noch nicht, mich zu bewegen.
Hauchzart strichen seine Lippen über meine, gaben ihnen einen leichten Kuss, welchen ich sofort erwiderte, als er auch schon anfing sich zu bewegen.
Ein Keuchen wich aus meinen Lungen, ließ unsere aneinander geschweißten Lippen vibrieren, was dazu führte, dass er seinen Rhythmus leicht beschleunigte.

Sobald ich seine starke, große Hand an meiner Brust fühlen konnte, wie er sie massierte und meine Brustwarze zwischen seinen Fingern nahm, konnte ich ein Stöhnen nicht mehr unterdrücken.
Ich ließ meine Hände seinen Rücken auf- und abwandern, glitt immer tiefer, bis ich die Rundungen seines Hinterns unter meinen Händen spüren konnte.
Meine Hüften bewegten sich ihm entgegen, versuchten so, ihn tiefer zu spüren und drückte seinen Hintern gleichzeitig in meine Richtung, um genau dies zu bewirken.
Der Duft unserer Erregung hing in der Luft.
Ein Duft, der so undefinierbar, aber dennoch erregend war.

Edward ließ wieder von meinen Lippen ab, als er merkte, dass uns langsam die Luft ausging.
Doch auch diesmal ließ er es nicht zu, dass sich seine Lippen von meinem Körper trennten.
Sie wanderten mein Kinn entlang, hinauf zu meinem Ohr und wieder hinunter zu meinem Hals.
Immer schneller drang er in mich ein, was auch meine Bewegungen beeinflusste.
Unser Stöhnen war im ganzen Raum zu hören. Eine Melodie, die so wunderschön klang, dass ich sie am liebsten niemals vergessen wollte.
Wir wurden lauter, je schneller er wurde und ich konnte spüren, wie mein Höhepunkt immer näher rückte.
Meine Hände waren wieder zu seinem Rücken hinaufgewandert, ließ meine Fingernägel in seine muskulöse Haut hineinkrallen und es war mir egal, ob ich meine Spuren auf ihm hinterlassen würde.
„Edward“, war das Einzige, was ich herausbrachte und auch er konnte einzig und allein nur noch meinen Namen über seine Lippen bringen.
In diesem Moment brauchten wir nicht mehr.
Wir waren uns so nah und es schien so, als ob nicht nur unsere Körper, sondern auch dass unsere Seelen Eins geworden waren.
Worte waren in diesem Moment einfach unnötig.

Mein Höhepunkt kam, heftiger, als ich ihn jemals hatte verspüren können.
Sogar noch gewaltiger, als ich ihn im Buchladen verspürt hatte.
Edward schrie auf, als ich meine Nägel noch tiefer in seine Haut versinken ließ. Ein Schrei, der den Klang der Erregung hatte.
Ich schrie seinen Namen, so laut ich es in diesem Moment konnte und nur wenige Stöße später, war es Edward, der meinen Namen herausschrie und sich in das Kondom ergoss.

Atemlos ließ er sich auf meine Brust sinken, jedoch so, dass ich sein Gewicht nicht zu stark zu spüren bekam.
Auch ich hatte meine Schwierigkeiten beim Atmen, nach dem eben erlebten.
Es war einfach nur magisch und erregend zugleich gewesen.
Meine Hand ließ ich in seine Haare wandern, ließ die kurzen, bronzefarbenen Strähnen zwischen meine Fingerspitzen streichen, während ich noch immer völlig benebelt war.
Selbst meine Gedanken waren in einem völligen Durcheinander und fanden keine Ordnung.

Ich konnte spüren, wie Edward seinen Kopf leicht hob, mir einen Kuss auf mein Dekollete hauchte und sich langsam aus mir zurückzog.
Mir entwich ein leises Wimmern, als er das tat und mir somit das Gefühl gab, nicht mehr komplett zu sein.
Mein ganzes Leben hatte ich gedacht, dass ich komplett war, aber ich hatte mich geirrt.
Obwohl das mit Edward noch so frisch war, schaffte er es mich wirklich komplett fühlen zu lassen.

Edward legte sich direkt neben mich, doch noch bevor ich selbst die Kraft dazu fand, mich zu ihm zu rollen, zog er mich mit sich, sodass ich meinen Kopf auf seine Brust ablegen konnte.
Ich konnte sein Herz in einem ungleichmäßigen Rhythmus schlagen hören und ich war mir sicher, dass mein Herz mindestens dieselbe Geschwindigkeit wie seins angenommen hatte.
Nur langsam schafften wir es zu verinnerlichen, was wirklich geschehen war.
Dass es nicht nur ein Traum, sondern Realität war.
Eine Realität, die schöner nicht hätte sein können.
Geistesabwesend strich ich die Konturen seiner Muskeln mit meinen Fingerspitzen nach, während seine Hand in meinen Haaren verweilte und liebevoll durch sie hindurch strich.

„Das war wundervoll“, flüsterte ich irgendwann in die Stille hinein und wusste, dass dieses Wort es nicht einmal annähernd traf.
„In der Tat, das war es“, hörte ich ihn leise sagen.
Langsam richtete ich mich auf, sah zu ihm hoch, nur um zu erkennen, wie seine grünen Augen auf meinen gerichtet waren.
Ein Lächeln war auf seine Lippen gelegt und ich war mir sicher, dass ich Edward noch nie so entspannt gesehen hatte, wie er es gerade war.

In diesem Moment lebten wir in unserer eigenen Blase. Eine Blase aus Harmonie.
Wäre mir nur bewusst gewesen, dass diese Blase irgendwann zerplatzen könnte, hätte ich sie noch mehr genossen. 

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