Bella POV
Zehn Tage.
So lange war es her, dass ich Edward die Beziehungspause vorgeschlagen und er diesem Vorschlag nur widerwillig zugestimmt hatte.
Es war komisch, die Zeit ohne ihn zu verbringen, Abstand von ihm zu halten und ihn nicht anzurufen, wenn ich seine Stimme vermisste, dabei hatte ich es mir selbst ausgesucht.
Ich wollte einfach, dass er über alles nachdenken konnte, ohne dass ich ihm auf irgendeine Art und Weise im Weg stand.
Er musste sein Leben wieder unter Kontrolle bringen und dieses Mal konnte ich ihm nur helfen, indem ich mich von ihm fernhielt.
Edward musste es alleine schaffen, daran führte kein Weg vorbei und ich hoffte nur, dass es schnell gehen würde.
Die zehn Tage ohne ihn brachten mich fast um, allerdings durfte ich auch nicht erwarten, dass es eine Sache war, die sich innerhalb kürzester Zeit regeln würde.
Es könnte Wochen dauern, vielleicht sogar Monate, aber ich wollte warten.
Für Edward.
Es war verdammt schwer für mich gewesen, diesen Entschluss zu fassen, doch ich sah einfach keinen anderen Ausweg.
Wenn ich wollte, dass er seine ganze Wut nicht mehr an mir ausließ, musste ich mich eine Weile von ihm fernhalten, solange bis er sein Leben wieder geregelt hatte.
Ich wollte uns nicht aufgeben, wollte ihn nicht verlieren, was hätte ich also anderes tun können?
Weiterhin an seiner Seite bleiben und mich von ihm anschreien lassen, immer wieder wenn in seinem Leben etwas schief ging?
Immer dann, wenn sie plötzlich auftauchte?
Nein, das war kein Leben, keine Beziehung. Daraus könnte sich niemals eine Zukunft entwickeln.
So sehr ich Edward auch liebte und versuchte, für seine Situation Verständnis aufzubringen, so sehr wollte ich auch mir selbst treu bleiben.
Ich konnte all meine Kraft nicht nur auf Edward projizieren.
Meine Tochter und mein Job erforderten genauso viel Kraft- und Zeitaufwand und ich konnte mich nicht immer um Edward kümmern, vor allem dann nicht, wenn er sich so sehr gegen meine Hilfe wehrte.
Dass Edward es im Nachhinein immer wieder bereute, sobald er mich angeschrieen und mir Vorwürfe gemacht hatte, war zwar schön und gut, aber es reichte eben nicht.
Nicht, wenn wir uns eine Zukunft aufbauen wollten.
Er musste verstehen, dass er lernen musste, all seine Wut zu kontrollieren, oder sie wenigstens gegen die Person zu richten, die all diese Wut wirklich verdient hatte.
Wieso musste Tanya denn ausgerechnet dann aufkreuzen, wenn Edward sein Leben gerade erst wieder auf die Reihe bekommen hatte?
Jetzt, wo seine Beziehung zu Emily so viel besser geworden war und er so gut an sich gearbeitet hatte.
Ohne dass ich es verhindern konnte, drangen all die Male in mein Gedächtnis, als er mich angeschrieen hatte.
Nicht so wie bei der Schulveranstaltung oder unserem Kennenlernen, sondern die Male, die richtig schlimm gewesen waren.
Mein plötzliches Auftauchen bei ihm Zuhause, weil ich ihm Gesellschaft leisten wollte.
In St. Louis, nachdem Tanya wieder gegangen war und vor elf Tagen, als er Emily die Wahrheit erzählt hatte.
All diese Male hatten eine Gemeinsamkeit: Tanya!
Nur wegen ihr war er so geworden und nur wegen ihr kamen all diese schlechten Eigenschaften wieder zum Vorschein.
Natürlich liebte ich ihn, selbst wenn er sich mir gegenüber wie das größte Arschloch auf Erden benahm, aber immerhin wusste ich, dass er auch anders sein konnte.
In den letzten Monaten hatte ich Seiten an Edward entdeckt, von denen ich nie vermutet hatte, dass sie bei ihm überhaupt existierten.
Edward konnte so liebevoll und einfühlsam sein, romantisch, leidenschaftlich und noch so vieles mehr.
Jeder Mensch hatte seine schlechten Seiten, Eigenschaften, die jeder von uns mit sich herumtrug, doch in diesem Fall war es bei ihm nicht nur eine einfache Eigenschaft, sondern eine Charakterschwäche.
Der Grund für sein schlechtes Verhalten war Tanya.
Das, was sie ihm und Emily angetan hatte, war der Grund für sein Benehmen.
All die Jahre hatte er Tanyas Verschwinden unterdrückt und sich irgendwelche Barbies gesucht, die er heiraten wollte.
Er hatte Emily mit den Jahren vernachlässigt und Emilys Pubertät dafür die Schuld gegeben, dass sie so oft Mist gebaut hatte.
Edward hatte sich verkrochen und versuchte sich einzureden, dass alles gut lief, dass er sein Leben im Griff hatte, doch so war es nicht.
Doch jetzt, nachdem er sich nicht mehr in seine Arbeit verkroch und alles so gut lief - wie Emily es ausgedrückt hatte - tauchte Tanya wieder auf, zerstörte sein neu aufgebautes Leben und mischte sich in Dinge ein, die sie schon lange nichts mehr angingen.
Ich musste an den Moment zurückdenken, als ich Edward mit meiner Entscheidung konfrontierte.
Als ich eine Beziehungspause einlegen wollte, damit jeder von uns genug Zeit dafür hatte, über alles nachzudenken.
Damit wir unsere Beziehung nicht beenden mussten, denn wenn es so weiterlaufen würde, wäre dies früher oder später mit Sicherheit der Fall gewesen.
Es war schwer zu beschreiben, wie ich mich fühlte, als ich ihm meine Entscheidung mitgeteilt hatte.
Ich versuchte entschlossen zu wirken, obwohl alles in mir danach schrie, bei ihm zu bleiben, also musste ich mir immer wieder den Grund ins Gedächtnis rufen, warum ich es tat.
Diese Pause verletzte mich, obwohl ich diejenige war, die es so wollte, aber es verletzte mich noch mehr, wenn Edward mich anschrie und mir für Sachen die Schuld gab, die ich nicht zu verantworten hatte und das einfach nur, weil ich da war.
Weil ich die einzige Person war, der er die Schuld in die Schuhe schieben konnte.
Niemals würde ich den Ausdruck in Edwards Augen vergessen.
In ihnen lag solch eine tiefe Traurigkeit, dass ich schon kurz davor war, meine Entschlossenheit beiseite zu schieben und ihn einfach in meine Arme zu nehmen, ihm zu sagen, dass wir es gemeinsam schaffen konnten, doch wenn ich ehrlich zu mir war, würden wir es nicht.
Unsere Beziehung war noch nicht so weit fortgeschritten, als dass sie etwas Derartiges verkraften konnte.
Konnte das überhaupt irgendeine Beziehung?
Edwards Blick hatte etwas Flehendes gehabt.
Geh nicht, hatte er mir mit seiner Haltung, seinem Gesichtsausdruck und seinen Augen sagen wollen, doch ich musste diesem Drang widerstehen, schließlich war es nur zu unserem Besten.
Ich wollte unsere Beziehung dadurch retten und nicht zerstören oder beenden.
Am meisten wollte ich, dass es wieder so war, wie es noch vor Tanyas Auftauchen in St. Louis war.
Wollte, dass wir glücklich waren, doch das Gegenteil war der Fall.
Alice hatte in den letzten Tagen immer wieder versucht, auf mich einzureden.
Sie hatte gesehen, wie glücklich ich war - noch bevor Edward und ich unsere Beziehung offiziell gemacht hatten - und war besorgt, weil meine Stimmung in den letzten Tagen nicht die Beste war.
Egal wie oft ich versuchte, mir einzureden, dass es das Richtige war, fühlte ich mich beschissen und Alice half mir nicht gerade weiter, wenn sie mir erzählte, dass ich den Kopf nicht so hängen lassen sollte.
Alice wusste nicht, was zwischen Edward und mir passiert war.
Sie musste nicht unbedingt erfahren, dass Edward mich angeschrieen hatte, ohne dass es einen bestimmten Grund dafür gab.
Alice war für mich da, brachte mich sogar zum Lachen und lenkte mich von meinem Kummer ab.
Sie war eine gute Freundin und ich war froh, sie an meiner Seite zu haben.
Das Einzige, was ich ihr erzählt hatte, war, dass es zwischen Edward und mir kriselte, wir es aber in den Griff bekommen würden.
Die Ablenkung auf der Arbeit tat mit jedes Mal aufs Neue gut und ich arbeitete sogar etwas länger, wenn ich mir sicher war, dass Nessie zu Hause nicht auf mich wartete, sondern mit Emily oder Jackson unterwegs war.
Es brachte mich um, allein zu sein, denn so hatte ich viel zu viel Zeit, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.
Heute blieb mir allerdings keine Wahl, als pünktlich nach Hause zu fahren.
Alice hatte mich praktisch aus ihrem Buchladen rausgeschmissen, da ich schon viel zu viele Überstunden eingelegt hatte.
Nessie war heute wieder mit Emily unterwegs, also war ich allein.
In meinem ganzen Leben war ich noch nie so ratlos, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte.
Im Haushalt hatte ich nichts zu erledigen.
Die Wäsche hatte ich bereits gestern gewaschen, zum bügeln hatte ich auch nichts mehr und die Wohnung hatte ich erst vor drei Tagen geputzt.
Ich musste noch nicht einmal etwas zu Essen vorbereiten, da Nessie und Emily immer auswärts aßen, wenn sie den ganzen Tag unterwegs waren und es lohnte sich nicht, nur für eine Person zu kochen, ganz zu schweigen, dass ich noch nicht einmal hungrig war.
Also schaltete ich den Fernseher an und hoffte, dass dieser mir wenigstens die nötige Ablenkung verschaffen konnte, die ich so sehr brauchte.
Falsch gedacht!
Überall lief nur Mist und ich fragte mich, wo die Zeit geblieben war, als man sich nachmittags noch vor den Fernseher setzen konnte und viele gute Sachen liefen, dass man sich nicht entscheiden konnte, was man sich ansehen wollte.
Erstaunlich, wie sich solch eine banale Sache innerhalb von zwanzig Jahren ändern konnte.
Den Fernseher schaltete ich also wieder aus und überlegte fieberhaft, wie ich mir die Zeit vertreiben konnte.
Vielleicht sollte ich mir mal ein Hobby zulegen?
So etwas wie Briefmarken sammeln oder ich könnte anfangen, Sport zu treiben.
Irgendetwas, solange es mich einfach nur ablenkte.
Ich ließ meinen Blick durch das Wohnzimmer schweifen und entdeckte einen von Nessies Teenie Magazinen auf dem Couchtisch, wonach ich sofort griff.
Vielleicht würden mich ja die ‚Probleme’ der Reichen und Schönen von meinen eigenen ablenken können.
Gerade als ich bei einem Artikel über Angelina Jolies und Brad Pitts angeblichen Eheproblemen angelangt war, konnte ich ein leises, dennoch sehr deutliches Klopfen an meiner Wohnungstür vernehmen.
Verwirrt darüber, wer es denn sein könnte, legte ich dieses billige Klatschmagazin zur Seite und lief zur Tür herüber, an der ein weiteres, lauteres Klopfen zu vernehmen war.
Hatte Nessie womöglich ihre Schlüssel vergessen und war früher nach Hause gekommen?
Das konnte ich mir eigentlich nicht vorstellen, aber es wäre dennoch möglich.
Unsicher, wer sich denn auf der anderen Seite der Tür befand, öffnete ich sie und keuchte überraschend nach Luft, als ich die mir so gut bekannte Gestalt entdeckte.
Edward…
Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer, als ich ihn erblickte.
Es kam mir vor, als wäre es mehr als nur zehn Tage her, als ich ihn zum letzten Mal gesehen hatte.
Seine Haare waren verwuschelter denn je und die dunklen Schatten unter seinen Augen waren ein deutlicher Hinweis, dass auch er in den letzten Tagen nicht zur Ruhe gekommen war.
Anders als ich hatte er nicht das Glück, dass er einen Großteil davon mit Make Up abdecken konnte.
Es tat weh, ihn so zu sehen, vor allem da ich auch noch diejenige war, die dieses Aussehen zu verschulden hatte.
„Bella…“, flüsterte er benommen, kam einen Schritt auf mich zu und ich konnte nicht anders, als an Ort und Stelle stehen zu bleiben.
Zu sehr war ich von seinem plötzlichen Auftauchen benebelt und ich fragte mich, was der Grund dafür war.
War es einfach nur die pure Sehnsucht?
Bevor ich irgendwie hätte reagieren können, lagen im nächsten Moment Edwards Lippen auf meinen.
Ich war wie erstarrt, konnte mich nicht bewegen, nicht denken.
Damit hatte ich einfach nicht gerechnet.
Reglos standen wir beide an der Schwelle meiner Wohnungstür, unsere Lippen aneinander gepresst und niemand wagte auch nur eine Bewegung, selbst wenn sie noch so klein wäre.
Ich wagte es noch nicht einmal zu atmen, konnte nur mein Herz spüren, wie es heftig gegen meine Brust schlug.
Erst nach einer Weile konnte ich spüren, wie seine Lippen anfingen sich zu bewegen.
Erst sanft, hauchzart, doch diese Berührungen wurden immer stürmischer, leidenschaftlicher und brachten meinen Verstand auf Hochtouren.
Immer noch wusste ich nicht, was ich tun sollte, um ehrlich zu sein wusste ich überhaupt nichts mehr, seitdem ich gesehen hatte, dass Edward derjenige war, der an der Tür geklopft hatte und ohne, dass ich weiter darüber nachdenken konnte, legte ich meine Arme um seinen Nacken und erwiderte diesen Kuss.
Viel zu lange hatte ich darauf verzichten müssen und es hätte mich beinahe umgebracht.
Es dauerte nicht lange, bis ich seine Hände an meinen Hüften spüren konnte, wie sie mich nach hinten drängten und er meinen Schritten folgte.
Ich hörte das Zuschlagen der Tür, welche er offensichtlich mit seinem Fuß hatte ins Schloss fallen lassen.
Mir blieb einfach nichts anderes übrig, als diesen Kuss zu erwidern, dafür fühlte es sich viel zu schön an.
Zehn Tage hatte ich darauf verzichten müssen, doch ich musste mich wirklich anstrengen, um mich an den genauen Grund zu erinnern, warum dies der Fall war.
Seine Lippen, seine Hände, sein Geruch… all diese Sachen lenkten mich vom Denken ab, nahmen mir die Luft und meinen Verstand.
So viele verschiedene Gefühle waren in diesem Kuss enthalten, dass mir schon beinahe schwindelig wurde und ich mich dadurch nur noch mehr an Edward festkrallte.
Leidenschaft, Liebe, Verzweiflung, Gier und noch so vieles mehr, was man nicht mit einfachen Worten beschreiben konnte.
Edwards Lippen wanderten an meinen Hals, wodurch ich die Chance hatte, meinem Körper wieder die nötige Luftzufuhr zu geben und nur langsam, sehr langsam, bekam ich wieder einen klaren Kopf.
Ich erinnerte mich wieder, warum wir das Ganze taten.
Warum ich eine Pause zwischen uns wollte.
Warum ich mich die letzten Tage so gequält hatte, nur damit wir in der Zukunft eine reelle Chance haben könnten und ich zweifelte daran, dass Edward es innerhalb von nur zehn Tagen geschafft hatte, die ganze Situation zu überdenken, auch wenn ich es mir wünschte.
„Edward, warte…“, hauchte ich leise, noch zu berauscht von unserem leidenschaftlichen Kuss.
Edwards Lippen fuhren weiter meinen Hals hinab und küssten jeden einzelnen Zentimeter meiner Haut, die er erreichen konnte.
„Edward…“, versuchte ich es wieder und ließ meine Hände an seinen Schultern hinabwandern, ein kläglicher Versuch ihn von mir wegzudrücken, während er seine Aufmerksamkeit weiterhin meinem Hals widmete.
„Hör auf“, schaffte ich es diesmal etwas lauter, woraufhin seine Lippen ihr verführerisches Spiel unterbrachen.
Wie in Zeitlupe bemerkte ich, dass Edward sich von mir entfernte und ich als nächstes seine Augen erblickte, die mich mit solcher Traurigkeit ansahen, dass es mir beinahe das Herz brach, doch bevor ich mein Tun begründen konnte, ihm erklären konnte, warum er aufhören sollte, fing er an zu sprechen.
„Tut mir leid. Ich… Ich wollte dich zu nichts drängen, es ist nur so… ich habe dich vermisst“, erklärte er mir und streichelte mit seiner Hand sanft meine Wange entlang.
Meine Augen schlossen sich bei dieser Berührung automatisch, genossen das Gefühl seiner Finger an meiner Haut und ich konnte die Gänsehaut spüren, die sich langsam aber sicher auf meinem ganzen Körper ausbreitete.
Es war bemerkenswert, wie mein Körper immer auf ihn reagierte und besonders jetzt, nachdem wir zehn Tage lang jeglichen Kontakt gemieden hatten, war diese Intensität nur noch größer, doch ich musste stark bleiben, das war nur zu unserem Besten.
„Lass uns ins Wohnzimmer gehen“, sagte er, nahm meine Hand und führte uns in mein Wohnzimmer, als ob es sein eigenes wäre.
Wie oft hatte ich mir in den letzten Tagen gewünscht, dass all diese Probleme nicht existierten?
Dass Tanya nicht aufgetaucht wäre und dass Edward seine Wut unter Kontrolle hatte?
Ich vermisste es, neben ihm auf dieser Couch zu sitzen und mir mit ihm einen Film anzusehen, mich an ihn zu kuscheln und mitten im Film einzuschlafen, doch ich ertrug es, in der Hoffnung, dass sich die Dinge bald wieder regelten.
„Hör zu“, fing Edward an und atmete noch einmal tief durch, bevor er meine Hände in seine nahm und intensiv in meine Augen blickte.
In seinen grünen Augen konnte ich die Liebe erkennen, die er für mich empfand und… Entschlossenheit?
„Du weißt, dass ich dich liebe. Bitte glaube mir, wenn ich dir sage, dass ich eine Frau in meinem ganzen Leben noch nie so sehr geliebt habe, wie dich. Ich weiß, ich habe Mist gebaut. Niemals hätte ich dich anschreien dürfen, schließlich ist es nicht deine Schuld. Du versuchst nur mir zu helfen und glaube mir, wenn ich dir sage, dass deine Großzügigkeit und dein gutes Herz eines der ersten Dinge waren, in die ich mich verliebt habe.“
Überwältigt konnte ich nicht anders, als ihn einfach nur anzustarren, während er sprach.
Seine Worte waren wundervoll.
Auch wenn ich wusste, dass er mich liebte, so hatte er noch nie solch schöne Worte benutzt um dies auszudrücken.
„Du bist diejenige, die es geschafft hat, aus mir wieder einen Menschen zu machen. Du bist diejenige, die mich aus meinem Loch befreit hat. Nur dir habe ich es zu verdanken, dass sich meine Beziehung zu Emily verbessert hat. Nein, verbessert ist nicht das richtige Wort. Du hast sie gerettet. Du hast uns gerettet! Egal was für einen Mist ich immer gebaut habe, du warst für mich da. Egal wie oft ich mich wie das größte Arschloch auf Erden benommen habe, du hast immer an meiner Seite gestanden und mir geholfen.“
Es war überraschend, diese Worte zu hören, nachdem er - seitdem wir uns in St. Louis gestritten haben – mich die meiste Zeit nur angebrüllt hatte.
„Eigentlich habe ich dich gar nicht verdient“, murmelte er und ich war mir nicht sicher, ob diese Worte wirklich für meine Ohren bestimmt waren.
Weiterhin hielt er mich mit seinem intensiven Blick gefangen und ich konnte nur zurückstarren, gespannt darauf, wohin dieses Gespräch führen würde.
„Du hast es nicht verdient, von mir wie Dreck behandelt zu werden. Du bist die Art von Frau, die man auf Händen trägt und ihr jeden Wunsch von den Augen ablesen sollte und genau das habe ich mir als Ziel gesetzt. Ich will dich glücklich machen, Bella. Ich will nicht mehr derjenige sein, der dich verletzt. Ich will es sein, der dich zum Lachen bringt, derjenige, der dein Herz höher schlagen lässt und ich sollte es sein, der dich vor all dem Schmerz bewahren sollte.“
In meinem ganzen Leben hatte noch niemand solch schöne Worte zu mir gesagt.
Worte, die jedes Frauenherz höher schlagen ließ, besonders meines.
„Du bist die Einzige für mich, Bella“, sagte er und kniete sich im nächsten Moment vor mir nieder.
Meine Augen weiteten sich und ich hoffte, dass er nicht das vorhatte, was ich vermutete.
„Edward…“, flüsterte ich nur ganz leise, doch er ließ mich nicht zu Wort kommen.
Er ließ meine Hände los, kramte in seiner Jackentasche herum und holte im nächsten Moment ein samtblaues Kästchen hervor.
„Isabella Marie Black. Du bist die Liebe meines Lebens, die Frau meiner Träume und ich will, dass du es weißt. Für immer. Deswegen frage ich dich, willst du meine Frau werden?“
Ich konnte nicht anders, als ihn mit solch großen Augen anzustarren, dass ich schon beinahe befürchtete, dass sie mir jeden Moment herausfallen würden.
Nur einen kurzen Augenblick schenkte ich dem Kästchen in seinen Händen meine Aufmerksamkeit, doch als ich den silbernen Ring mit dem Diamanten sah, blickte ich wieder in sein Gesicht.
Meinte er das ernst?
Mein Herzschlag stockte, als ich in die Tiefen seiner grünen Augen sah, doch er wusste, wie ich über dieses Thema dachte, auch wenn wir es noch nicht ausdiskutiert hatten.
Er konnte mir doch nicht in unserer momentanen Lage einen Heiratsantrag machen, denn mal ganz davon abgesehen, dass ich nie wieder heiraten wollte, war es dafür der komplett falsche Zeitpunkt.
Besonders dann, wenn er es nur tat, um mir etwas zu beweisen.
„Nein“, antwortete ich ihm und sah, wie sein Gesichtsausdruck augenblicklich erstarrte.
oh gott, oh gott.....!!!!
AntwortenLöschenso ein drama!
schnell weiter schreiben, bitte!!!
liebe grüße, Marie
ausatme,bitte schreib schnell weiter, das ist ja fast nicht mehr auszuhalten
AntwortenLöschen:-)
Super schön geschrieben ich lese es gerne und hoffe du schreibst bald weiter
AntwortenLöschenLiebe grüße
ina