Edward POV
Wie lange war es jetzt wohl her, seitdem ich das letzte Mal vor ihrer Tür gestanden hatte, weil wir uns verabredet hatten?
Wir würden ganz alleine sein, nicht so wie es vor kurzem noch auf Nessies Geburtstag der Fall gewesen war.
Es dauerte eine ganze Weile bis ich mich schließlich dazu überwand, die Klingel zu betätigen und ich zuckte erschrocken zusammen, als sich die Tür im selben Moment öffnete und Bellas alte Nachbarin in der Tür erschien.
„Oh, Hallo Kindchen“, sagte sie freundlich und tätschelte meinen Arm.
„Hallo Mrs. Montrey. Wie geht es Ihnen?“, fragte ich höflich und hielt ihr die Tür auf.
Sie war eine wirklich nette alte Frau und Bella hatte mir erzählt, dass sie manchmal die Einkäufe für Mrs. Montrey erledigte und sie ab und zu Mal für Nessie etwas gekocht und ihr Gesellschaft geleistet hatte, als Bella mal länger als erwartet arbeiten musste.
„Wie es einer alten Frau halt so geht. Besuchen Sie Isabella?“, fragte sie mit einem neugierigen Gesichtsausdruck und ich half ihr die Treppenstufen herunter, während ich mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte.
„Richtig“, bestätigte ich ihre Vermutung und sie strahlte.
„Gut, dann will ich Sie nicht aufhalten und grüßen Sie mir Isabella ganz herzlich“, sagte sie noch, bevor ich mich von ihr verabschiedete und ihr noch einen schönen Tag wünschte.
Ich nahm mehrere Stufen auf einmal und kam schließlich mit schnellen Schritten vor Bellas Haustür zum stehen.
Sie erwartete mich schon und warf mir einen fragenden Blick zu.
„Hey… Ich hatte gerade noch Mrs. Montrey getroffen“, erklärte ich ihr lächelnd und ihr verwunderter Blick verwandelte sich in ein Lächeln.
Wie ich sie begrüßen sollte, war mir immer noch nicht so ganz klar, aber Bella nahm mir die Entscheidung schnell ab, indem sie sich auf die Zehenspitzen stellte und ganz leicht meine Wange küsste.
Einen Moment lang stand ich dort und bewegte mich nicht, erwachte dann aber schnell wieder aus meiner Starre und betrat ihre Wohnung, nachdem sie mich hereingebeten hatte.
„Ich hab dir etwas mitgebracht“, erklärte ich ihr während wir in Richtung Küche liefen und winkte zur Verdeutlichung mit der kleinen Tüte in meiner Hand.
„Oh?“ Bella schien wirklich überrascht zu sein und streckte neugierig ihre Hand nach der Tüte aus.
„Ist für dich. Ich dachte mir du würdest dich freuen, da sich dein Tomatenkonsum in letzter Zeit drastisch erhöht hat“, erklärte ich ihr mit einem Lächeln und sah, dass sie errötete.
„Danke… Das ist wirklich sehr aufmerksam von dir“, murmelte sie, nahm mir mit einem Lächeln die Tüte ab und verstaute die Tomaten an ihrem vorgesehen Platz.
Mir fiel sofort auf, dass Bella ziemlich nachdenklich wirkte, aber ich fragte nicht sofort nach.
Das hatte auch noch bis später Zeit.
Sie deutete auf einen Stuhl und reichte mir eine frische Tasse Kaffee, die ich dankend annahm und mich auf dem leeren Platz niederließ.
Bella beschränkte sich auf einen frisch gemachten Tee und setzte sich direkt neben mich, was sie eigentlich sonst nie tat aber mich störte es nicht.
Ganz und gar nicht.
Einige Zeit lang saßen wir einfach nur da und tranken in Ruhe unsere Getränke.
Keiner von uns beiden traute sich wirklich, das Gespräch zu beginnen und ich sah, dass Bella leise seufzend ihre Hand an ihren Bauch legte und sofort zeigte sich ein Lächeln auf ihren Lippen.
Die Schwangerschaft tat ihr gut, das sah man und wie ich schnell feststellte konnte man auch jetzt viel deutlicher ihren Bauch sehen.
Mir fiel im ersten Moment gar nicht auf, dass ich sie die ganze Zeit ansah.
Ich war stolz zu sehen, dass unser Baby in ihr heranwuchs und ich hielt meine Freude darüber auch nicht zurück.
Bella erhob sich ohne ein Wort von ihrem Platz und lief wieder zu der kleinen Küchentheke herüber.
Ich folgte ihr mit meinem Blick und beobachtete, wie sie etwas Salat in einer Schüssel anrührte und für einen kurzen Augenblick ließ ich den Gedanken zu, wie es wohl wäre, wenn wir noch ein Paar wären.
Langsam würde ich mich von meinem Sitzplatz erheben, würde zu ihr herüber gehen, meine Hände um ihren Bauch legen und diese miteinander verschränken.
Sie würde lächeln.
Ihr wunderschönes Lächeln, welches ich vor einiger Zeit so häufig gesehen hatte und doch konnte ich einfach nicht genug davon bekommen.
Wahrscheinlich würde sie leise kichern, wenn mein Mund langsam an ihrem Hals herabwandern würde, denn ich wusste, dass sie unter gewissen Umständen dort ziemlich empfindlich und kitzelig war.
Wir wären einfach nur glücklich.
Bella würde sich umdrehen, ihre Hände um meinen Hals legen und mich sanft küssen, so wie wir es schon oft getan hatten und…
„Möchtest du etwas Salat?“, hörte ich ihre Stimme leise fragen und ich zuckte zusammen, da sie mich geradewegs wieder in die Realität befördert hatte.
„Salat?“, fragte ich etwas dämlich und brauchte einen Moment, um diese schönen Erinnerungen aus meinem Kopf zu verbannen.
„Ja… Bevor du hierhin gekommen bist, habe ich etwas Tomatensalat gemacht und ehrlich gesagt habe ich gerade Hunger und es wäre unhöflich, dich nicht zu fragen ob du nicht auch etwas haben möchtest. Also, möchtest du etwas?“ Bella warf mir einen fragenden Blick über ihre Schulter zu und schien gespannt auf meine Antwort zu warten.
„Wenn du bereit bist mir ein wenig abzugeben, ja gerne“, gestand ich lächelnd und sie nickte, während sie sich einen zweiten Teller zur Hand nahm und etwas Salat darauf legte.
„Hier bitte…“ Sie reichte mir meinen Teller und ließ sich dann mit ihrem Teller wieder an dem Tisch nieder.
„Danke“, antwortete ich und probierte etwas von Bellas Tomatensalat.
Er schmeckte etwas außergewöhnlich, aber es war dennoch lecker.
„Du… Du wolltest mir doch letztens im Café etwas erzählen, richtig?“, fragte Bella mich und sah nicht von ihrem Teller auf.
Sie stocherte in einer Tomate herum und zermatschte sie fast und ich wusste, warum sie das tat.
Sicherlich war es für sie immer noch schwierig, mich anzusehen, auch wenn sie es jetzt durchaus öfters tat als vor einigen Monaten, denn da hatte sie mich komplett ignoriert.
„Richtig…“ Ich räusperte mich und wurde nervös, wenn ich daran dachte, was ich ihr jetzt mitteilen wollte.
Als Bella mich am Sonntagabend angerufen hatte und sich mit mir treffen wollte, bemerkte ich sofort, wie mich die Nervosität übermannt hatte.
Nicht nur, weil ich nicht wusste, warum sie mich sprechen wollte, sondern auch, weil es für mich die Möglichkeit war, ihr zeigen zu können, wie ernst ich es mit uns meinte und dass ich mich tatsächlich ändern wollte.
Jetzt war ich ein wenig ruhiger, hatte mir das Gespräch noch einmal haargenau durch den Kopf gehen lassen und hoffte, dass ich es hinbekommen würde.
Heute hatte ich meine erste Sitzung hinter mich gebracht.
Bis jetzt hatte ich immer noch niemandem erzählt, dass ich etwas gegen meine Aggressionen und die angestaute Wut unternahm, aber ich war der Meinung, dass Bella es wissen sollte.
Sie sollte erfahren, dass ich bereit war, mein Leben zu ändern. Ich wollte es jetzt wirklich in den Griff kriegen, denn nie wieder wollte ich sie für irgendetwas verantwortlich machen, für das sie nichts konnte.
Die traurige Wahrheit war leider, dass ich es schon öfters getan hatte, aber das gehörte der Vergangenheit an.
Bella warf mir einen fragenden und zugleich neugierigen Blick zu, da ich immer noch nicht mit meiner Erzählung angefangen hatte, aber jetzt nahm ich all meinen Mut zusammen und atmete noch einmal tief durch.
„Also… In der Vergangenheit, da… da hatte ich ja des Öfteren Probleme, meine Emotionen zu kontrollieren… Vor allem wenn ich wütend war und ich habe es ständig an meinen Mitmenschen ausgelassen… Auch an dir“, murmelte ich und senkte meinen Blick.
„Ich weiß…“, entgegnete Bella leise und seufzte, bevor sie ihr nächstes Stück Tomate verspeiste.
„Ich habe auch gesagt, dass ich mich ändern werde und ein wenig ist mir das auch schon gelungen, aber mir wurde schnell klar, dass ich das nicht alleine schaffen kann. Natürlich bin ich dank dir auch viel ruhiger geworden, aber trotzdem gab… nein gibt es da noch immer etwas in mir, was mich manchmal so ausflippen lässt. Also… Um es kurz zu machen… Ich habe jetzt eine Therapie begonnen“, beendete ich meine kleine Rede und sah sofort zu ihr herüber um ihre Reaktion einschätzen zu können.
„Eine Therapie?“ Bella legte ihre Gabel zur Seite und schien ernsthaft überrascht zu sein.
„Ja, genau. Eine Therapie. Ich gehe dort einmal die Woche hin und lerne meine Wut zu kontrollieren und damit umzugehen… Das klingt vielleicht blöd, aber ich denke es ist eine gute Idee…“, erklärte ich ihr noch einmal und Bella sah mir direkt in die Augen.
„Das klingt absolut nicht blöd, Edward… Das ist… toll. Ehrlich. Ich bin... na ja stolz auf dich, dass du diesen Schritt machst“, sagte sie mit leiser Stimme und es machte mich fast fertig zu sehen, wie sehr sie über etwas nachzudenken schien.
„Ich möchte einfach, dass du weißt, dass ich mich wirklich ändern will. Nicht nur für Andere, sondern unter anderem auch für mich selbst.“
„Ich weiß was du meinst.“ Bella sah mit einem traurigen Blick auf ihren Teller.
Der Appetit schien ihr vergangen zu sein und ich hoffte nicht, dass ich der Grund dafür war, auch wenn ich das durchaus befürchtete.
„Das ist wirklich klasse… Du willst dich wirklich ändern“, wiederholte sie ihre Worte noch einmal und ich nickte, während sie ihr Gesicht von meinem abwandte.
Erneut entstand eine Stille zwischen uns, doch dieses Mal war etwas anders…
Irgendetwas sagte mir, dass etwas nicht stimmte, dass Bella wirklich etwas bedrückte und es nur eine Person gab, mit der sie darüber reden konnte und diese Person war ich.
Dennoch schien es ihr unheimlich schwer zu fallen.
Mein Herz wurde schwer als ich ein leises Schluchzen neben mir hörte.
Sofort schnellte mein Blick in ihre Richtung.
Bella hatte ihr Gesicht noch immer von mir abgewandt, ihre rechte Hand strich hektisch über ihre Wangen.
Sie wollte die Tränen vor mir verbergen, doch sie selbst merkte schnell, dass es dafür bereits zu spät war.
„Bella…?“, flüsterte ich mit sanfter Stimme und griff nach ihrer linken Hand, die auf dem Tisch lag.
Sie zog ihre Hand nicht zurück und ließ es stattdessen zu, dass ich ihre Hand in meine nahm und vorsichtig mit meinem Daumen über ihren Handrücken strich.
„Ist alles okay?“, fragte ich besorgt und wollte am liebsten sofort irgendetwas tun, aber das könnte ich erst, wenn ich den Grund für ihre Traurigkeit kannte.
Bella schüttelte den Kopf und ich wusste sofort, dass meine Frage ziemlich schwachsinnig war.
So gesehen war es nicht okay.
Wir waren gerade zwar wieder dabei, uns so langsam anzunähern, aber irgendwie schienen wir nicht so recht voran zu kommen.
Ihr Schluchzen wurde lauter und sie legte ihre rechte Hand auf ihr Gesicht, versuchte immer noch krampfhaft die Tränen zu stoppen, aber sie liefen haltlos an ihrer Wange entlang.
„Bella… Bitte sag mir was los ist…“
Ich wagte es gar nicht lauter zu sprechen, also war meine Stimme nur ein leises Flüstern, aber an ihrer Reaktion konnte ich erkennen, dass sie mich ganz genau verstanden hatte.
„Ich kann nicht mehr“, brach sie schließlich hervor und sah mir dann direkt in die Augen.
Es tat weh zu sehen, wie unglücklich sie war, wie die Tränen an ihren Wangen heruntertropften und einfach nicht mehr aufhören wollten zu fließen, aber ich gab ihr einen Moment Zeit um sich wieder zu fangen, denn ich wusste, dass dies nicht alles war, was sie mir mitteilen wollte.
„Es ist… Seit den letzten Wochen vermisse ich dich jede verdammte Sekunde… Du... du fehlst mir so sehr, dass es schon weh tut… Jeden Abend liege ich im Bett und kann nicht einschlafen, weil ich mir den Kopf darüber zerbreche, wie dumm ich bin und… Edward… Ich fühle mich so einsam… Niemand versteht mich. Kein Mensch… Alle sagen mir immer nur ich soll nicht so nachtragend sein… Ich soll das, was geschehen ist, vergessen, da wir ja schließlich ein Baby erwarten und Gott… Ich will es so sehr vergessen und ich weiß, dass ich bereit bin dir zu verzeihen, aber mein Herz… Es tut immer noch weh, wenn ich daran denke, wie du sie geküsst hast. Wie du eine andere Frau so geküsst hast, wie du mich immer geküsst hast… Es tut immer noch weh und das will einfach niemand verstehen. Mein Verstand sagt mir jeden Tag aufs Neue, dass ich es noch einmal versuchen soll aber mein Herz… Ich…“ Sie stockte und atmete ein paar Mal tief ein.
Ich wagte es nicht etwas zu sagen, denn sie war noch nicht fertig, also beschränkte ich mich darauf, ihr zuzuhören und weiterhin ihre Hand zu streicheln.
„Manchmal… bin ich so unheimlich traurig… Letztens, da hat… da habe ich unser Baby gespürt und ich war so glücklich... ich habe diesen Moment wirklich genossen und wollte es dir gleich erzählen, aber du warst nicht da. Ich stand in der Küche, habe mich umgedreht, habe genau dort hingesehen, wo du gerade sitzt… Wo du immer sitzt, wenn du bei mir bist, aber du warst einfach nicht hier bei mir und ich hatte solche Sehnsucht nach dir, dass es mich fast zerrissen hat. Ich wollte diesen Moment mit dir zusammen teilen, wollte sehen, wie du dich freust, aber es ging nicht…“
Ich wagte es nicht zu atmen und lauschte immer noch angestrengt ihren Worten.
Natürlich wusste ich irgendwie, was sie meinte, denn ich hätte diesen Moment auch unheimlich gerne mit ihr geteilt, aber jetzt war dieser Augenblick vorbei und er würde so nicht noch einmal wieder kommen.
Es machte mich traurig, dass ich trotzdem so viel verpasste.
Am liebsten wollte ich rund um die Uhr bei ihr sein, mich um Bella kümmern und für sie da sein, wenn sie mich brauchte.
Bisher hatte ich wirklich gedacht, dies wäre nur ein Wunsch von meiner Seite, aber so wie es aussah, ging es ihr genau so.
„Das Problem ist nur…“, flüsterte sie und drückte meine Hand ein wenig fester.
Ich spürte, dass sie mich in diesem Moment brauchte und ich war für sie da.
Ich würde immer für sie da sein, darauf konnte sie sich verlassen.
„Es fällt mir schwer, dir so schnell wieder zu vertrauen. Ich liebe dich noch, das steht vollkommen außer Frage, aber das Vertrauen… Du weißt doch, wie lange es bei mir gedauert hat, bis ich das Vertrauen zu dir aufgebaut hatte und dann hast du mit einem Kuss alles zunichte gemacht… Es wird… sicherlich eine gewisse Zeit brauchen, bis ich dir wieder vertrauen kann, aber ich denke… und ich hoffe, dass es wieder möglich sein wird.“
Sie schniefte leise und kaute auf ihrer Unterlippe, was sie immer tat, wenn sie angestrengt über etwas nachdachte.
„Außerdem muss ich nicht nur lernen dir wieder zu vertrauen, sondern auch wieder mir selbst“, fügte sie noch mit leiser Stimme hinzu und sah auf ihre Hand, die inzwischen mit meiner verschränkt war.
Es gäbe jetzt so viele Dinge, die ich ihr gerne sagen wollte, doch stattdessen rutschte ich näher zu ihr, streckte meine Arme aus und umarmte sie.
Das war schließlich der ausschlaggebende Punkt dafür, dass sie noch mehr weinte, aber es würde ihr gut tun.
Sie klammerte sich an mich, schlang ihre Hände um meinen Nacken und ich ließ sie weinen, während ich sie einfach in meinen Armen hielt.
Ich wusste, dass ihr in letzter Zeit ziemlich viele Dinge durch den Kopf gingen.
Auch wenn sie es nicht aussprach war mir klar, dass sie überlegte, ob sie es überhaupt schaffen konnte.
Sie fragte sich sicherlich ob sie für unser Baby eine gute Mutter sein könnte, ob sie es noch einmal alleine schaffen würde und natürlich war da auch immer noch die Sache mit dem Geld…
Zudem kam auch noch unsere Trennung, die alles vollkommen aus der Bahn geworfen hatte.
„Du fehlst mir so sehr…“, flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme und vergrub ihr Gesicht an meiner Brust.
Ich gab ihr einen sanften Kuss auf ihr Haar und strich mit meiner Hand über ihren Rücken.
„Bella…“, flüsterte ich mit sanfter Stimme und versuchte sie wieder ein wenig zu beruhigen.
„Erst einmal… Hör nicht auf das, was die anderen dir sagen. Du alleine musst entscheiden, was richtig und was falsch für dich ist. Die Anderen können dir vielleicht Ratschläge geben, aber du musst es immer noch entscheiden. Wenn du noch Zeit brauchst, gebe ich sie dir. Ich werde dich zu nichts drängen und wenn dir jemand sagt, dass er es nicht verstehen kann, warum du mir nicht so schnell verzeihst, dann versteht er dich einfach nicht… Ich kann dich sehr gut verstehen… Das, was ich getan habe war ein Vertrauensbruch und so etwas verzeiht man nicht so leicht… Nicht, wenn man wirklich von ganzem Herzen geliebt hat und… Es tut mir wirklich so Leid“, murmelte ich mit trauriger Stimme.
„Ich weiß…“, antwortete sie leise und klammerte sich noch immer an mich.
Ich stockte und musste das, was sie gerade eben gesagt hatte erst einmal verdauen.
Natürlich hatte ich ihr schon oft gesagt, dass es mir Leid tat und so war es ja auch, aber nie hatte sie gesagt, dass sie es weiß.
Bella hatte mich dann entweder angeschrieen oder gesagt, dass es mir gar nicht Leid tun kann, so wie ich Tanya geküsst hatte, aber jetzt…
Man spürte deutlich, dass sie bereit war mir zu verzeihen, auch wenn es mit dem Vertrauen wohl noch ein wenig dauern würde.
Einen Moment lang umarmten wir uns noch, bevor Bella sich schließlich langsam von mir löste und ich sie sofort freigab.
Sie schnappte sich ein Taschentusch und wischte sich sofort die Tränen von ihren Wangen, bevor sie mir einen kurzen Blick zuwarf.
„Tut mir leid…“, murmelte sie und starrte auf das Taschentuch in ihren Händen.
„Bella… Wieso entschuldigst du dich jetzt bei mir?“, wollte ich von ihr wissen.
„Na… Wegen diesem dummen Gefühlsausbruch… Das habe ich in letzter Zeit natürlich immer öfters… Ich kann meine Gefühle nicht mehr so gut verbergen wie sonst“, erklärte sie mir und seufzte dann leise.
„Du sollst sie ja auch gar nicht verbergen. Man sieht ja, dass es irgendwann alles an die Oberfläche kommt“, erwiderte ich lächelnd und sie nickte zustimmend.
„Ja… Du hast ja recht.“
„Wir werden das schon irgendwie hinkriegen, denkst du nicht auch? Wir haben so viel überstanden… dann kriegen wir das locker hin“, versuchte ich sie ein wenig aufzumuntern und lächelte.
Sie lächelte und schien einen Moment lang darüber nachzudenken, was ich gerade gesagt hatte.
„Ja… Ich denke auch... Wir werden das schon irgendwie hinkriegen.“
jaaaa und wieder ein guter schritt....ich freu mich so....
AntwortenLöschendas ist schon schwer zu sagen was bella sagte.....du hast es gut beschrieben und in worte gefasst
:-)