Bella POV
Ich rannte, als ob der Teufel hinter mir her wäre, während ich versuchte dieses Bild aus meinem Kopf zu kriegen.
Nachdem Edward aus meiner Wohnung verschwunden war, ohne meine Erklärungen abzuwarten, warum ich seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte, hatte ich nachgedacht.
Über Edward und mich, über uns und unsere Zukunft und ich wollte nicht, dass er mein ‚Nein’ einfach so hinnahm, ohne sich anzuhören, wieso.
Eigentlich hatte ich gedacht, dass diese Unterhaltung noch Zeit gehabt hätte und ich ihm noch nicht erklären müsste, warum ich gegen die Ehe war, doch es kam viel schneller. Schließlich konnte ich ihn doch nicht in dem Glauben lassen, dass ich ihn nicht wollte oder nicht liebte.
Deswegen hatte ich mich dazu entschlossen, zu ihm zu fahren.
Weil ich ihm versichern wollte, dass ich ihn liebte und ich mit ihm zusammen sein wollte und dass mein ‚Nein’ nur für eine Heirat galt, nicht für ihn.
Im Geiste hatten sich viele verschiedene Szenarien abgespielt, wie das Gespräch zwischen uns verlaufen würde, doch niemals hätte ich mit dem gerechnet, was mich letztendlich erwartete.
Ich hatte den Zweitschlüssel benutzt, weil ich mir sicher war, dass Edward die Tür nicht sofort aufmachen würde, wollte ihn überraschen, allerdings war ich diejenige gewesen, die überrascht wurde.
Eine Überraschung, die alles andere als gut war!
Mir stockte der Atem, als ich mit ansehen musste, wie Edward und Tanya sich küssten.
Wie seine Hände ihr Gesicht hielten und sie sich an ihn klammerte.
Ein Anblick, den ich nicht länger ertragen konnte und die Flucht ergriff, ohne in das Geschehen einzugreifen.
Nachdem Edward mir heute noch versichert hatte, wie sehr er mich doch liebte und er den Rest seines Lebens mit mir verbringen wollte, küsste er am selben Tag noch seine Ex-Freundin, die ihn vor fast siebzehn Jahren hatte sitzen lassen!
Was sollte das?!
Ging es etwa schon länger so?
Und warum hatte er mir diesen beschissenen Heiratsantrag gemacht, wenn er dann doch wieder zu Tanya zurückkehrte?
Meine Hände zitterten so stark, als ob die schlimmsten Kältetemperaturen herrschen würden, dabei war dieses Zittern ganz allein auf meine Wut zurückzuführen.
Wut auf ihn! Wie konnte er es nur wagen?
Wut auf mich! Wie konnte ich mich nur auf ihn einlassen?
Nach über einem Jahrzehnt war er der Mann gewesen, dem ich mein Herz geöffnet hatte und nun musste ich feststellen, dass es ein Fehler war, dies zuzulassen.
Fast war ich an meinem Auto angekommen, als ich schnelle Fußschritte hinter mir vernehmen konnte, doch dies führte nur dazu, dass ich meine Gehgeschwindigkeit erhöhte.
„Bella!“, hörte ich Edward rufen, doch ich beachtete ihn nicht.
Stattdessen verfluchte ich es, dass sich mein Wagen nicht automatisch aufschließen ließ und das Schloss wieder einmal klemmte.
Ich wollte doch einfach nur einsteigen und wegfahren.
Ganz egal wohin, aber einfach nur weg.
Weg von dem Ort, wo ich Edward und Tanya knutschend vorgefunden hatte.
Der Ort, an dem meine Hoffnungen und Träume ein Ende gefunden hatten.
„Bella! Warte doch!“
Edwards Stimme war nun näher und ich rüttelte stärker an dem Schloss, dass ich schon befürchten musste, dass der Schlüssel brechen würde, was diesen Tag nur noch beschissener gemacht hätte, als er ohnehin schon war.
„Bella, bitte! Lass mich das erklären!“, sagte er, woraufhin ich im nächsten Moment seine Hand an meinem Oberarm spürte, doch ich stieß ihn weg.
„Fass mich bloß nicht an, du Mistkerl!“, keifte ich. Mein Puls raste und das Zittern hatte noch zugenommen.
Er sollte einfach wieder zu seiner beschissenen Tanya gehen und sie anfassen!
„Hör mir doch bitte zu“, flehte er erbärmlich und zwang mich dazu ihn anzusehen, indem er seine beiden Hände auf meine Schulter ablegte und meinen Blickkontakt suchte, doch ich stieß seine Hände einfach wieder weg und sah ihn drohend an.
„Ich sagte, du sollst mich NICHT ANFASSEN!!“, schrie ich ihn an und versuchte die Kontrolle zu wahren.
Am liebsten hätte ich ihn geschlagen, ihm den gleichen Schmerz verspüren lassen, der in meinem Inneren herrschte, hätte meine ganze Wut auf ihn und Tanya und auch auf mich an ihm ausgelassen, doch ich wusste, dass es die ganze Sache nicht ungeschehen machen würde.
Wieso hatte er das getan?
Ich hatte ihm vertraut, doch er hatte mein Vertrauen einfach missbraucht.
„Verdammt, Bella! Ich liebe dich doch!“
Jetzt reichte es mir!
„Du LIEBST mich? Du wagst es zu behaupten, dass du mich VERDAMMT NOCH MAL LIEBST??“
Mit jedem einzelnen Wort wurde ich immer lauter.
Gerade noch hatte ich ihn gesehen, wie er Tanya geküsst hatte und dann hatte er tatsächlich den Nerv mir zu sagen, dass er mich lieben würde?
„Du hast eine verdammt beschissene Art mir deine angebliche LIEBE zu zeigen. Hau ab!“, schrie ich und widmete mich wieder dem Schloss an meinem Wagen.
Verdammt!
Würde dieses Ding nicht immer klemmen, könnte ich schon längst über alle Berge sein und würde seine Anwesenheit nicht mehr ertragen müssen.
„Jetzt hör mir doch bitte zu! Es ist nicht so, wie es aussieht“, versuchte er mich für blöd zu verkaufen und lehnte sich gegen meine Fahrertür.
Selbst wenn ich dieses verfickte Schloss aufbekommen würde, hatte Edward allem Anschein nach nicht vor, mich in meinen Wagen steigen zu lassen.
„Es ist NICHT SO WIE ES AUSSIEHT? Sag mal, hältst du mich für vollkommen BESCHEUERT?“
Ich ließ den Schlüssel am Schloss meines Wagens baumeln und war kurz davor zu explodieren!
Wie konnte er es auch nur wagen die Sache schön zu reden, nachdem ich diesen Kuss selbst mit meinen eigenen Augen miterlebt hatte.
„Schatz, bitte…“, fing er an, doch ich unterbrach ihn.
„Nenn mich verdammt noch mal nicht SCHATZ!“
Jedes seiner Worte machte es nur noch schwerer für mich, mich zu kontrollieren.
Meine Hände hatte ich zu Fäusten geballt und spürte, wie meine Fingernägel sich in meine Handinnenfläche bohrten.
Wut war gar kein Ausdruck mehr für das, was ich empfand.
„Bitte, hör mir zu, damit ich dir das alles erklären kann“, flehte er, doch da gab es nichts zu erklären.
Schließlich hatte ich gesehen, was geschehen war und ich wollte mir nicht noch anhören müssen, wie es dazu kam.
„Spar dir deine verdammten Erklärungen! Ich will sie nicht hören und DICH will ich nicht mehr sehen!“, erklärte ich ihm in einem Tonfall, den ich selbst nicht von mir kannte.
Drohend. Wütend. Verbittert. Eiskalt.
Edward sah aus, als ob er immer kleiner werden würde, je wütender ich ihn anstarrte.
Wie konnte er mir nur so etwas antun?
„Bitte, hör mir nur einen Augenblick zu“, sagte er und war schon wieder drauf und dran mich anzufassen, doch mein Blick ließ ihn erstarren.
„Dir zuhören? Denkst du nicht, dass ich dir schon oft genug zugehört habe? Und was hat es gebracht? NICHTS! Ich habe es so satt, deinen Erklärungen zuzuhören und mir immer wieder anhören zu müssen, wie sehr dir doch etwas leid tut! Ich habe versucht dir Zeit zu geben, habe dich in allem unterstützt und WAS IST PASSIERT? WAS HAT ES MIR GEBRACHT??“
Ich schrie ihn so laut an, dass ich schon befürchtete meine Stimme jeden Moment zu verlieren, doch um ehrlich zu sein gehörte das zu meinen geringsten Sorgen.
Meine Aufmerksamkeit richtete ich wieder auf meine Schlüssel, welche seelenruhig am Auto baumelten und versuchte wieder mein Glück, diese verdammte Tür aufzukriegen.
„Bella…“, hörte ich Edwards Stimme sagen und ich hätte ausrasten können, weil er mich die ganze Zeit ansprach.
Verstand er denn nicht, dass ich gerade jetzt einfach nur von ihm weg wollte und ihn am liebsten nie mehr wieder sehen würde?
„Nein, HÖR AUF! Du hast doch jetzt verdammt noch mal das, was du wolltest, also hör auf MICH ANZUSPRECHEN UND GEH WIEDER ZU DEINER VERDAMMTEN TANYA!“, schrie ich ihm entgegen und trat gegen die Reifen meines Autos.
So kannte ich mich selbst nicht, allerdings war ich auch noch nie in die Situation geraten, betrogen zu werden.
Ja, ich hatte Edward die Beziehungspause vorgeschlagen, aber das gab ihm noch lange nicht das Recht, fröhlich hinter meinem Rücken mit der Frau rumzuknutschen, weshalb ich diese Beziehungspause einberufen hatte, insbesondere dann nicht, wenn er mir zuvor erklärt hatte, wie sehr er mich doch lieben würde und den Rest seines Lebens mit mir verbringen wollte.
Niemals in meinem Leben hätte ich Edward so eingeschätzt.
„Ich will nur dich, Bella! Bitte, das musst du mir glauben.“
Seine Stimme hatte einen weinerlichen Ton angenommen, doch es interessierte mich nicht.
Nicht mehr.
„Ich muss GAR NICHTS! Es hätte mir doch schon von vornherein klar sein müssen, dass ich nicht dein Typ bin und du mich nur benutzt hast, damit du dich von deinem ganzen Drama ablenken kannst!“, warf ich aufgebracht ein und wurde wütender.
Immer wieder sah ich dieses Bild vor mir, wie er und Tanya sich küssten.
Lippen, die sich vor nicht allzu langer Zeit noch an meine geschmiegt hatten…
„Bella, nein, so ist es doch gar nicht“, versuchte er mir zu erklären und ich fragte mich, was er damit überhaupt bezwecken wollte.
Edward und Tanya hatten sich geküsst. Ende vom Lied.
Da war es für mich egal, aus welchen Gründen es geschehen war.
Verdammt, ich wollte es noch nicht einmal wissen.
Nicht jetzt zumindest. Irgendwann vielleicht, doch im Moment wollte ich einfach nur verschwinden, damit ich seinen Anblick nicht länger ertragen musste.
„Halt. Einfach. Deine. Klappe.“
Ich betonte jedes einzelne Wort, während ich weiterhin mit meinem Schlüssel am Wagen herumfummelte, bis ich irgendwann das erlösende Klicken hörte und die Tür öffnete, die Edward aber sofort wieder zuschlug.
„Verdammt! Was soll das?“, wollte ich von ihm wissen und startete einen neuen Versuch, endlich in das Innere meines Wagens zu gelangen.
„Du darfst nicht gehen! Bitte…Ich…Ich liebe dich doch“, sagte er so leise, dass ich mich schon anstrengen musste ihm zuzuhören.
„Ich gehe, wann ich es will“, erwiderte ich auf seine Worte klar und deutlich.
„Und damit eins klar ist: Ich will dich nicht mehr sehen, hörst du? Wage es ja nicht, einfach bei mir Zuhause aufzukreuzen, denn ich schwöre bei Gott, dass es nicht gut für dich enden würde“, versuchte ich ihm zu drohen, doch es war mein Ernst.
Ich hatte zwar keine Ahnung, was ich mit ihm anstellen würde, doch irgendetwas würde mir bestimmt einfallen.
„Was meinst du damit?“, fragte er mich, als ob er tatsächlich nicht wusste, wovon ich die ganze Zeit sprach.
„Was ich damit meine? Irre ich mich oder bist du nicht derjenige von uns, der studiert hat? Es ist vorbei!“, machte ich ihm bewusst und nutzte die Zeit, in der Edward sich seit meinen gesagten Worten nicht mehr bewegt hatte und stieg in meinen Wagen.
In dem Moment, als ich die Tür zuschlagen wollte, spürte ich einen Widerstand.
Edward war wieder aus seiner kurzen Starre erwacht und hielt meine Wagentür so fest, dass sie sich, egal wie sehr ich daran rüttelte, nicht von der Stelle bewegte.
„Nein, das… das kann nicht dein Ernst sein! Wir… Wir lieben uns doch… Bella, bitte, ich will dir doch nur alles erklären, aber gib uns bitte nicht auf. Bitte, i…ich … ich brauche dich doch!“
Ich sah ihn nicht an, während er diese Worte sprach, sondern starrte einfach nur in meinen Rückspiegel.
So vieles was ich ihm sagen wollte, ihm noch entgegen schreien wollte, doch meine ganze Kraft wurde von Minute zu Minute immer weniger.
„Geh einfach zu deiner Tanya, sie wartet bestimmt schon sehnsüchtig auf dich. Du wirst mich schnell vergessen und jetzt hau ab, damit ich endlich von dir weg kann und ich deinen Anblick nicht mehr ertragen muss.“
‚Wenn Blicke töten könnten’, kam mir in den Sinn, als ich Edward aus schmalen Augen ansah und ihm mit meinem Blick zu verstehen gab, dass es wirklich klüger von ihm wäre, wenn er sich distanzieren würde.
Seine Augen wurden groß und er bewegte sich keinen einzigen Millimeter mehr vom Fleck weg, glich eher eine Statue, als einem Menschen.
Ein letztes Mal sah ich ihn an, kalt und emotionslos, schlug die Tür meines Wagens zu und startete den Motor.
Ich war überrascht, dass ich den Wagen nicht abwürgte und die Einfahrt ohne Probleme rückwärts herausfahren konnte.
Als ich zu Edward gefahren war, hatte ich gehofft, unsere Beziehung retten zu können, ihm erklären zu können, warum ich nicht heiraten wollte.
Wollte ihm dieselben schönen Worte sagen, die er mir gesagt hatte.
Doch wie das nun alles abgelaufen war, damit hatte ich niemals gerechnet.
Niemals hätte ich gedacht, dass Edward der Typ Mann war, der mich hintergehen würde.
Zwar hatte er mich in der letzten Zeit oft angebrüllt und mir Sachen an den Kopf geworfen, die so nicht stimmten, doch bis zu einem gewissen Grad konnte ich ihm das noch verzeihen.
Es war einfach sein Charakter und er hatte seine Ausbrüche schon einmal in den Griff bekommen, deswegen sah ich keinen Grund, warum das nicht wieder passieren sollte, sobald die Geschichte mit Tanya ausgestanden war.
Doch Betrug gehörte für mich zu den Dingen, die unverzeihlich waren.
Selbst wenn wir gerade in einer Beziehungspause waren, berechtigte ihn dies noch lange nicht dazu, eine andere zu küssen, besonders nicht dann, wenn diese Frau Tanya war, die Frau, dem er schon einmal sein Herz geschenkt hatte.
Würde er mich wirklich lieben, wie er es immer und immer wieder behauptet hatte, hätte er Tanya nicht geküsst.
Wenn er sein Herz wirklich an meinem gebunden hatte, wäre es niemals so weit gekommen.
Ich war froh, dass die Straßen von Chicago zum größten Teil frei waren und ich somit den Verkehr nicht behinderte, als ich nach jeder roten Ampel den Motor abwürgte.
Die ganze Zeit über versuchte ich meine Gedanken auszuschalten und mich auf das Autofahren zu konzentrieren, damit ich heil Zuhause ankommen würde, doch ich musste zugeben, dass es schwierig war.
Das Bild, wie Edward und Tanya sich geküsst hatten, wollte einfach nicht aus meinem Kopf und ich musste mich wirklich zusammen reißen, das Gaspedal nicht einfach durchzutreten und meinen Aggressionen freien Lauf zu lassen.
Sobald ich endlich in meine Straße einbog, atmete ich erleichtert auf.
Ich hoffte nur, dass Nessie nicht zu Hause war.
Oh Gott, wie sollte ich ihr das alles nur erklären?
Nessie hatte doch gerade erst ihre Angst vor Edward überwunden, hatte ihn akzeptiert und in seiner Firma ein Praktikum begonnen…
Ich kannte meine Tochter gut genug um zu wissen, dass diese Situation alles andere als leicht für sie werden würde.
Und dann war da noch ihre Freundschaft zu Emily… würde diese zerbrechen, könnte ich mir das niemals verzeihen!
Wir hatten doch vor kurzem erst unsere Beziehung offiziell gemacht, hatten es zugelassen, dass auch jeder andere in unserem Leben emotional daran gebunden war, und nun…
Wie in Trance parkte ich meinen Wagen auf meinen üblichen Platz, stieg aus und machte mich auf den Weg in meine Wohnung.
Erleichtert stellte ich fest, dass alle Lichter aus waren, nur eine kleine Lampe brannte, die möglichen Verbrechern den Eindruck geben sollte, dass sich jemand Zuhause befand.
Schließlich lebten Nessie und ich nicht in der sichersten Gegend und mussten uns mit den einfachsten Mitteln schützen.
Meine Schlüssel und meine Jacke warf ich einfach irgendwo hin.
Ich hörte noch, wie meine Schlüssel auf den Boden fielen, statt auf die Kommode, welche ich anvisiert hatte, doch ich ließ sie liegen und lief einfach in mein Schlafzimmer.
Unschlüssig darüber, wie ich mit all meinen Gefühlen umgehen sollte, die in meinem Inneren tobten, lief ich wie ein wild gewordener Löwe durch den Raum, raufte mir die Haare und schrie mir die Seele aus dem Leib.
All meine Wut und all mein Frust mussten einfach raus, doch noch während ich schrie spürte ich die Tränen in mir aufkommen.
Das Bild von Edward und mir, welches auf meinem Nachtschränkchen stand, geriet in mein Blickfeld und ohne darüber nachzudenken, nahm ich es in die Hand und schmiss es gegen die Wand.
Die Scherben des Bilderrahmens zersprangen in alle Einzelteile. Genau wie mein Herz.
Immer mehr Tränen sammelten sich an, bis ich sie nicht mehr zurückhalten konnte und ich mich einfach auf mein Bett warf, mein Kopfkissen in die Arme nahm und hemmungslos anfing zu weinen.
Es war vorbei… endgültig, und erst jetzt wurde mir die ganze Situation mit all ihren Ausmaßen bewusst.
Edward, der Mann, der mir so viel bedeutete, den ich vom ganzen Herzen liebte, würde nicht mehr der Mann an meiner Seite sein und es brach mir das Herz.
Ich hatte ihm vertraut, ihn in allem unterstützt und ich hatte alles dafür gegeben, dass unsere Beziehung funktionieren würde.
So sicher war ich mir gewesen, dass es mit uns eine Zukunft haben könnte, dass wir eine Chance auf ein gemeinsames Leben hatten, doch ich hatte mich getäuscht.
Die Wohnung war beängstigend still.
Das Einzige, was zu hören war, war mein immer lauter werdendes Weinen, welches einfach kein Ende finden wollte.
Ganz im Gegenteil sogar.
Schweren Herzens ließ ich die schöne Zeit mit Edward Revue passieren, doch das machte alles nur noch schlimmer, da mir bewusst wurde, dass es nie wieder so sein würde.
Es war vorbei… das klang so surreal, doch je mehr Zeit verging, desto mehr drang diese Tatsache in mein Bewusstsein, was mich nur noch mehr zum Weinen brachte.
Irgendwann konnte ich hören, wie die Wohnungstür geöffnet wurde.
Mein Gesicht presste ich so tief in das Kissen in meinen Armen, damit man mein Weinen nicht hören konnte, denn ich hatte die Kontrolle darüber verloren, diese Laute zu dämpfen.
Es war so schwer, meine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen, jetzt wo ich ihnen gestattet hatte sich auszutoben und all dem Schmerz hinauszulassen, der mich von Innen zu zerfressen drohte.
Ich konnte jemanden rufen hören, doch ich presste mich nur noch fester in mein Kissen, dass ich schon beinahe das Gefühl hatte zu ersticken.
Das Nächste, was ich spürte war, wie sich ein warmer Körper neben meinem legte und Arme, welche mich tröstend umschlangen.
so nun hat er es aber anständig verbock, ob es da noch ein zurück gibt...ich hoffe das mal und warte gespannt auf nächsten freitag.
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