Bella POV
Seit der letzten Schulveranstaltung war eine lange Zeit vergangen und vieles hatte sich seitdem verändert.
Edward war ein völlig anderer Mensch geworden.
Seine Beziehung zu Emily war noch in all ihren Trümmern, aber sie wohnte, Gott sei Dank, wieder zu Hause.
Mittlerweile sah ich Edward aus ganz anderen Augen.
Damals war er noch verlobt gewesen und wenn ich heute an diese Zeit zurück dachte, musste ich immer wieder ein Schaudern unterdrücken.
Er war damals so anders gewesen und ich war so froh, dass er sein altes Ich langsam hatte fallen lassen und dem wahren Edward Platz machte.
Auch sein Humor hatte sich zum Positiven verändert. Nun, eigentlich konnte man nicht gerade sagen, dass er wirklich Humor gehabt hatte.
Irgendwie war es ja witzig gewesen, als er gemeint hatte, dass er meistens immer zu früh kam und besonders lustig war er auch, als er nicht verstand, warum ich mir ein Lachen unterdrücken musste.
Aber Edward war anders geworden… besser, liebevoller und sinnlicher.
Je mehr er diesen Edward aus sich herausließ, desto größer wurden meine Gefühle für ihn und so kam eins zum anderen, bis wir schlussendlich ein Paar wurden.
Emilys Worte aus der Nacht, als sie und Nessie betrunken zu Edward nach Hause kamen, schockierten mich immer noch.
Ich war wirklich so kurz davor gewesen, meine Beziehung mit Edward doch noch bekannt zu geben, damit wir diesem Versteckspiel ein Ende bereiten konnten.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich wirklich, es könnte funktionieren, schließlich lag mir Emily sehr am Herzen und ich wusste, dass sie mich auch mochte.
Nessie war gegenüber Edward auch aufgeschlossener geworden, auch wenn sie noch lange nicht dazu bereit war, sich in Edwards Gegenwart fallen zu lassen.
Dass sie sich auf seinem teuren Teppich übergeben hatte, machte die Sache nur noch schwerer für sie, aber immerhin war Edward diesbezüglich nicht nachtragend.
Er hatte es mir verboten, für die vollen Reinigungskosten aufzukommen und egal wie ich auch dafür argumentierte, dass er mich alles zahlen lassen sollte, wehrte er jedes einzelne Argument ab.
Also tat ich, was ich für nötig hielt.
Ich wusste zwar nicht, wie viel die Reinigung eines solchen Teppichs kosten würde, aber es war bestimmt nicht billig, also hatte ich bei meinem nächsten Treffen mit Edward 200 Dollar eingepackt, und sie in seinem Küchenschrank mit den Tellern versteckt.
Natürlich war mir bewusst, dass er dahinter kommen würde, aber es war mir egal.
Er sollte nicht für Sachen aufkommen, die ich oder meine Familie zu verschulden hatten.
Ja, er hatte Geld, sehr viel Geld sogar, aber das hieß noch lange nicht, dass er mir alles bezahlen sollte.
Ich war nicht wie Carol-Ann oder eine andere seiner ehemaligen Geliebten, die ihm am liebsten jeden einzelnen Cent abgeknöpft hätten, und außerdem kam ich lieber selbst für meine Sachen auf, auch wenn ich das Fehlen dieser 200 Dollar deutlich zu spüren bekam.
Dann musste ich eben ein paar Überstunden in der Buchhandlung leisten und meine eigenen Bedürfnisse etwas zurückschrauben.
Gott sei Dank hatte ich die ganzen Weihnachtseinkäufe schon getätigt, sonst hätte ich wahrscheinlich ein großes Problem gehabt.
Die Schule wollte dieses Mal wohl irgendwelche Spenden sammeln, welche mit Hilfe von Backwaren oder sonstigen Leckereien in die Kasse gelangen sollten.
Wofür gespendet wurde, wusste ich noch nicht. Was ich wusste war, dass es einem guten Zweck dienen sollte.
Wie so oft hatte ich mich auch diesmal freiwillig dazu erklärt, einen Stand zu betreiben und dafür zu backen.
Wie sollte ich auch sonst Engagement für die Schule zeigen?
Andere Eltern spendeten irgendetwas für die Schule, ich war nur dazu in der Lage, mich bei jeder Veranstaltung freiwillig zu melden.
Gewiss war es für Nessie anfangs nicht leicht gewesen, dass ihre Familie nicht so viel Geld hatte, wie die der anderen Teenager, deshalb war ich umso glücklicher, dass sie Emily als gute Freundin gefunden hatte.
Erst im Nachhinein hatte ich erfahren, dass auch sie und ihr Dad früher nicht so viel Geld hatten und Edward auch nicht wollte, dass seine Familie ihm unter die Arme griff.
Zwar hatte Edward diese Tatsache aus den Augen verloren, aber Emily wusste, dass Geld allein nicht glücklich machte.
Wertvolle Besitztümer waren nicht nur Sachen, die man kaufen konnte.
Mehr, als jedes Geld auf dieser Welt es wert war, waren für mich die Erinnerungen an Nessies Kindheit.
Ihre ersten Bilder, ihr erster Strampler, das erste Foto sobald sie laufen konnte… dies waren die wertvollsten Sachen, die ein Mensch besitzen konnte und nicht einmal eine Menge Geld wäre dazu imstande, solch unbezahlbare Erinnerungen zu kaufen.
Mein Wagen war voll mit verschiedenen Kuchensorten.
Sowohl mein Rücksitz, als auch mein Kofferraum sahen aus wie eine kleine Kuchenfabrik, dabei hatte ich noch nicht einmal so viel gebacken.
Ich hatte eben ein kleines Auto, wahrscheinlich sah es deshalb nur so voll bepackt aus.
Eigentlich hatte Edward vorgehabt mich abzuholen, damit wir wenigstens die Fahrt über noch etwas Zeit für uns hatten, da Nessie mit Emily schon vorgefahren war, aber ich fand es unauffälliger, wenn wir getrennt fahren würden, auch wenn ich nichts lieber gehabt hätte, als meine Zeit mit ihm zu verbringen.
Doch wir mussten vorsichtiger sein, wenn wir nicht erwischt werden wollten.
Dass Alice mitbekommen hatte, dass zwischen Edward und mir etwas lief, war schon schlimm genug.
Auch wenn sie meine beste Freundin war, aber je mehr es wussten, umso schwieriger war es, unsere Beziehung geheim zu halten.
Aber es gab auch einen Vorteil: Alice hatte selbst gesagt, dass sie mir Rückendeckung geben würde, wenn ich mich mit Edward treffen sollte, auch wenn sie meine Entscheidung, die Geheimhaltung meiner Beziehung, nicht für gut empfand.
Allerdings war Alice auch nicht Mutter einer fast 17 jährigen Tochter, und sie war auch nicht mit dem Vater deren bester Freundin zusammen.
In Alice’ Welt schien alles immer so einfach, doch das war es nicht.
Alles was ich tat, würde sich auch auf Nessie auswirken und es reichte mir schon, dass sie das letzte Wochenende betrunken nach Hause gekommen war.
Natürlich hatte ich in ihrem Alter auch getrunken, trotzdem konnte ich es nicht gut heißen, dass sie es ohne mein Wissen tat und dann auch noch in solchen Unmengen, dass sie sich deswegen übergeben musste, und am nächsten Tag einen Kater davon erlitten hatte, auch wenn dieser noch lange nicht so schlimm war wie der, den Emily ertragen musste.
An der Schule angekommen musste ich mich erst einmal umsehen, bis ich Edwards heiß geliebten Audi gefunden hatte, schließlich war ich der einzige Elternteil, der solch eine Schrottkarre fuhr, aber dafür hatte mein Auto Charakter.
Es wunderte mich, als ich Edwards Wagentür aufgehen sah.
Eigentlich dachte ich, dass er schon auf dem Hof sein musste und sowohl den Lehrern, als auch den Schülern und den anderen Eltern beim Aufbauen half, doch dem war nicht so.
In all seiner Pracht stieg er aus und sogar durch die Entfernung konnte ich sehen, wie seine grünen Augen zu funkeln begannen, als er in meine Richtung sah.
Das Lächeln, welches sich um seine sinnlichen Lippen gelegt hatte, brachte mein Herz dazu unregelmäßig zu schlagen.
Noch während er auf mich zukam, schloss er sein Auto mit seinem Funkschlüssel ab.
Angeber!, dachte ich mir, da ich meinen Wagen noch immer manuell auf- und wieder abschließen musste.
„Hey“, sagte er in seiner melodischsten Stimmlage, als er mich erreicht hatte und er meine Augen mit seinen gefangen nahm.
Schon seine Ausstrahlung war eine völlig andere als die, welche bei der letzten Schulveranstaltung von ihm ausging.
„Hey“, flüsterte ich, benommen von seiner Aura, und versank immer tiefer in dieses grüne Meer.
Edwards Blick ließ kurz von mir ab. Seine Augen huschten aufmerksam über den Parkplatz, ehe er seine Hand an meine Wange legte und den Kopf zu mir hinabbeugte, damit unsere Lippen sich vereinen konnten.
Ein wohliges Seufzen verließ meine Lippen, sobald sie den Kontakt mit seinen gefunden hatten.
Ich lehnte mich langsam an meine Wagentür und Edward folgte meinen Bewegungen, ohne auch nur dagegen zu protestieren.
So, als ob wir es ausgemacht hätten.
Am liebsten würde ich es niemals zulassen, diesen Kuss zu beenden, doch dann rief ich mir in Erinnerung, wo wir uns gerade befanden.
Es konnte so schnell passieren, dass jemand auf den Parkplatz fuhr oder aus der Schule hinauskam, dass man uns erwischte.
Wir konnten ja noch nicht einmal zulassen, dass uns eine fremde Person bemerkte.
Man konnte es kaum glauben, aber diese reichen, privilegierten Frauen waren Klatschweiber, wie man sie aus dem Buche kannte.
Ihre Männer arbeiteten, also hatten sie nichts anderes zu tun, als zum Yoga zu fahren und dort alle neuesten Gerüchte in die Welt zu setzen.
Ich wusste, wovon ich sprach, schließlich hatte mich Jake, kurz nachdem wir nach Chicago gezogen waren, dazu überreden wollen, in solch einen Kurs zu gehen, damit ich unter all den anderen Frauen potenzielle Freundinnen finden konnte.
Eine einzige Stunde hatte ich überlebt und das würde ich nie wieder tun.
Es war einfach nur erbärmlich, wie sich diese Frauen an dem Leid anderer ergötzten.
Zu dem Zeitpunkt wurde eine andere Mutter von ihrem Ehemann verlassen, da dieser wohl insgeheim eine zweite Familie irgendwo hatte und diese dann mit ihrem Sohn in eine andere Stadt zog, um dort neu anzufangen.
Unglaublich wie dieser Frauen über sie hergezogen hatten. Wenn ihnen so etwas Furchtbares zugestoßen wäre, würde ihnen das Lachen vergehen.
Gerade als Edwards Hand sich an meiner Hüfte zu meinem Hintern bewegte, war ich dazu gezwungen, ihn mit meinen Händen sanft von mir zu drücken.
So sehr ich es liebte, wenn er mich so berührte, so war das Risiko viel zu hoch, dass wir erwischt werden würden.
„Warte, warte“, murmelte ich gegen seine Lippen, die noch immer nicht von mir ablassen wollten, und mich so nur noch mehr um den Verstand brachten.
Nur mühsam gelang es mir, ihn endgültig von mir wegzudrücken und somit auch seine Lippen.
Seine grünen Augen brannten, als er sie öffnete und in meine blickte.
Grüne Flammen der Leidenschaft!
„Merk dir, was du tun wolltest“, hauchte ich, noch immer erregt von seinen Berührungen und seinen Küssen.
„Glaub mir, das vergesse ich nicht so leicht.“
Die Erregung in seiner Stimme war kaum zu überhören, was dazu führte, dass ein wohliger Schauer durch meinen ganzen Körper fuhr.
Mit seinem Unterleib drückte er mich noch ein letztes Mal gegen den Wagen, brachte mich dazu, dass ich das aufkommende Stöhnen unterdrücken musste, welches durch meine Lippen kommen wollte, ich aber gerade noch verhindern konnte.
„Hör auf, sonst falle ich noch über dich her“, warnte ich ihn, doch Edward schien diese ‚Drohung’ nicht sonderlich ernst zu nehmen.
„Genau das will ich doch erreichen“, flüsterte er in mein Ohr, seine Lippen so nah, dass er mit seinem Atem meinen Hals streifte.
Oh Gott, wieso war ich dort nur so empfindlich?
„Nicht hier“, bat ich ihn, bevor sich mein Gehirn noch endgültig verabschieden würde.
„Komm später zu mir“, sagte er, beugte seinen Kopf zurück, damit er in meine Augen sehen konnte.
Voll von Verlangen und Sehnsucht sahen wir uns an.
Es war nicht das körperliche, was uns verband. Wir sehnten uns nach Zweisamkeit. Ein paar Stunden, in denen wir nur Edward und Bella das Paar waren und nicht Edward und Bella, Emilys Vater und Vanessas Mutter.
Der Sex verband uns. Körperlich und seelisch, doch auch die Stunden, in denen wir nur kuschelten, uns küssten und gegenseitig liebkosten waren mehr als nur wunderschön.
Jede einzelne Sekunde mit ihm war so wertvoll, dass ich sofort den Verlust merkte, wenn er nicht bei mir war oder wir uns in der Öffentlichkeit nicht so zeigen konnten, wie wir es gerne wollten.
„Aber was ist mit Emily? Und Vanessa?“, fragte ich ihn und hoffte, dass er eine Antwort parat hatte, welche es uns wirklich ermöglichte, dass wir später noch etwas Zeit für uns hatten.
„Sie sind Teenager. Ich werde Emily einfach etwas Geld geben und sagen, dass sie sich mit Nessie einen schönen Abend machen soll und schon haben wir unsere wohlverdiente Zweisamkeit“, antwortete er mir, doch es gefiel mir nicht, dass er seine Tochter mit Geld bestechen wollte.
Ich wollte schon protestieren, doch als sich sein schmaler, langer Finger gegen meine Lippen drückte, hinderte er mich daran.
„Ich weiß, du billigst es nicht, aber nachdem, was sie alles für die Schule tun, haben sie es sich verdient, selbst nach dem Fiasko, dass sie so viel getrunken haben. Und so haben wir dann etwas Zeit für uns gewonnen. Zwei Fliegen mit einer Klappe“, grinste er und steckte mir eine Strähne hinter mein Ohr, während sich seine Augen weiterhin in meine bohrten.
Wie benommen nickte ich, schließlich hatte er irgendwo ja auch Recht, oder?
„Du hast gewonnen“, erwiderte ich darauf und stellte mich schnell auf meine Zehenspitzen, damit ich ihm wenigstens noch einen schnellen Kuss stehlen konnte.
„Wir haben gewonnen, schließlich haben wir beide etwas davon, dass wir ungestört sein können“, zwinkerte er mir zu und strich mit den Spitzen seiner Finger sanft meine Seiten auf und ab.
Wieder musste ich mich zusammenreißen, die Veranstaltung nicht einfach zu schwänzen und ihn hinter mir herzuschleifen, bis wir an irgendeinen Ort ankamen, wo wir beide das genießen konnten, was wir an dem Anderen hatten, aber es ging nicht.
Edward half mir, die verschiedenen Kuchen in die Schule hineinzutragen.
Da Edward, auf Grund seiner Arbeit nicht zum backen kam, hatte ich auch die Arbeit für ihn übernommen.
Ganz im Gegensatz zum letzten Mal, hatte ich ihn nicht dazu überreden müssen, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein.
Nein, er hatte selbst all die nötigen Informationen von der Schule erhalten, gelesen und eines Abends hatten wir uns dann darüber unterhalten.
Allein schon diese Kleinigkeit, dass er Emilys Schulveranstaltung nicht vergessen hatte, machte mich zu einem glücklicheren Menschen.
Ich wusste, wie viel ihm seine Tochter bedeutete, das war auch schon vor seinem Wandel der Fall gewesen, aber es war wirklich schön mit anzusehen, wie sehr er sich um sie bemühte.
Meine Befürchtung, dass Edward durch unsere Beziehung sein Verhältnis zu Emily erneut ruinieren könnte, blieb bisher unbegründet.
So wie es beim Elternabend der Fall gewesen war, bemerkte ich wieder all die Blicke der Mütter auf Edward und dieses Mal störten mich diese Blicke sogar mehr, als es noch vor wenigen Wochen der Fall gewesen war.
Dieses Mal konnte Jacob nicht da sein, damit er wenigstens eine Hälfte der Aufmerksamkeit bekommen würde.
Ausgerechnet heute hatte er außerhalb von Chicago einen geschäftlichen Termin, allerdings musste ich ihm versprechen, ein Stück Kuchen übrig zu lassen.
Edward schien froh darüber zu sein, dass Jake keine Zeit hatte.
Ich wusste ja, dass es Edward irgendwie wurmte, dass Jake und ich uns noch immer so gut verstanden, aber er musste verstehen, dass sich zwischen uns, über all die Jahre hinweg, eine wunderbare Freundschaft entwickelt hatte.
Dass Edward jetzt wusste, dass Jake und ich Sex gehabt hatten, machte die Situation nicht gerade leichter, aber es war mich sehr wichtig, dass sich diese beiden Männer in meinem Leben verstanden.
„Dad!“, rief eine weibliche Stimme, die eindeutig zu Emily gehörte und schon bald erkannte ich den rotblonden Schopf, der sich auf uns zu bewegte.
Das Lächeln auf ihrem Gesicht, machte sie nur noch hübscher, als sie es eh schon war und wenn sie jetzt noch nicht allen Jungs den Kopf verdrehte, so würde sie es spätestens in ein paar Jahren bei allen Männern tun, genau wie meine Tochter.
„Hey mein Schatz“, begrüßte Edward seine Tochter, woraufhin sie ihn kurz umarmte und ihm einen Kuss auf die Wange gab.
Auch mich umarmte sie, doch weder ich, noch Edward, konnten diese Umarmung erwidern, da wir immer noch die verschiedenen Kuchensorten mit uns herumschleppten.
„Kommt mit! Ich zeig euch, wo ihr aufbauen könnt“, wies uns Emily an, nachdem sie fertig war uns zu begrüßen und führte uns an zahlreichen Ständen vorbei, ehe wir an unserem gelangten.
Ich konnte Nessie erkennen, wie sie etwas abseits stand und mit einen Jungen redete, den ich als Jackson wieder erkannt hatte.
Das Leuchten in ihren Augen war nicht zu übersehen und ich freute mich wirklich für meine kleine Tochter.
Die erste Liebe war ein wundervolles Gefühl und begleitete einen durch das ganze Leben.
Alles war noch so neu, man sammelte seine ersten Erfahrungen und alles was man tat, war zum ersten Mal.
Das erste Date, der erste Kuss… weiter wollte ich bei Nessie noch nicht denken, auch wenn ich wusste, dass es sich nicht lange vermeiden lassen würde, schließlich wusste ich nur zu gut, wie man in ihrem Alter über Sex dachte und ich nahm mir vor, mit ihr noch unbedingt über diverse Verhütungsmaßnamen zu reden.
Vielleicht wäre auch ein Besuch beim Frauenarzt ganz gut, doch vor Jake würden wir diese Tatsache geheim halten müssen, sonst würde er den armen Jungen noch bei lebendigem Leib verbrennen.
Zusammen mit Edward bereitete ich unseren gemeinsamen Stand auf, für den wir uns eingetragen hatten.
Emily irrte irgendwo in der Gegend herum und Nessie hatte uns immer noch nicht bemerkt, sondern unterhielt sich weiterhin mit ihrem Freund.
Wie gerne würde ich wieder 16 Jahre alt sein und meinen Gefühlen einfach freien Lauf lassen…
Stattdessen führte ich eine Beziehung, von der niemand wissen sollte und schaffte es noch nicht einmal, die drei magischen Worte über meine Lippen zu bringen.
Als Erwachsene war alles immer so schwierig. Es gab so viele Dinge, die man beachten oder auf die man Rücksicht nehmen musste, sodass man bestimmte Situationen nicht so genießen konnte, wie man es eigentlich wollte.
Das beste Beispiel dafür boten Edward und ich.
Wir hatten unsere Zuneigung füreinander entdeckt und doch konnten wir es nicht in alle Welt hinausschreien.
Waren unsere Töchter mit uns einverstanden? Wäre es etwas für die Ewigkeit? Wohin würde diese Beziehung führen?
Es war nicht möglich, einfach zu sagen, dass wir es probieren sollten, wenn auch andere Menschen in unserem Leben daran beteiligt wurden.
Was wäre zum Beispiel, wenn Edward und ich uns in diesem Moment sicher wären, dass es zwischen uns klappen könnte und auch Nessie und Emily nichts dagegen einzuwenden hätten, innerhalb weniger Monate sich dann aber zeigen würde, dass es doch nicht zwischen uns funktionierte?
Ich wollte einfach nicht, dass eine so großartige Freundschaft daran kaputt ging und auch mein gutes Verhältnis zu Emily wollte ich nicht aufs Spiel setzen.
Endlich hatte sie in mir eine Person gefunden, der sie sich anvertrauen konnte.
Sie hatte mir von ihr und Daniel erzählt und ich wusste, dass sie die Ratschläge zu schätzen wusste, die ich sowohl ihr, als auch Nessie gegeben hatte.
So gut es ging versuchte ich, meine Gedanken nicht weiter zu beachten.
Dieses ‚was wäre wenn’ Spielchen würde nichts weiter als Kopfschmerzen bringen, aber eben diese Gedanken konnte ich auch nicht einfach ignorieren.
Nur die Zeit konnte ihre Antworten bringen…
„Edward“, hörte ich eine liebliche Stimme nach dem Mann neben mir rufen und blickte auf.
Die Schulveranstaltung war mittlerweile im vollen Gange.
Zahlreiche Schüler, Eltern und andere Gäste fanden sich auf dem Hof der High School zusammen und unterhielten sich angeregt mit anderen Gästen oder Eltern, die ebenfalls einen Stand führten.
Meine Aufmerksamkeit wurde aber auf eine zierliche Frau gelenkt, die auf unsere Richtung zu steuerte.
Ihr herzförmiges Gesicht war von karamellfarbenem Haar umgeben, was ihre grünen Augen nur noch mehr betonte.
Augen, die ich nur zu gut kannte.
Der Mann an ihrer Seite war um einiges größer als sie. Seine Haare waren blond und zurückgekämmt, blaue Augen strahlten uns aus seinem markanten Gesicht an.
Je näher sie kamen, desto mehr konnte ich die Ähnlichkeit zwischen ihnen und Edward erkennen.
„Mom! Dad!“, begrüßte Edward seine Eltern, ging um den Tisch herum und gab seiner Mutter einen Wangenkuss, während er seinem Vater nur freundschaftlich auf die Schulter klopfte.
Ich konnte es nicht fassen, dass ich wieder einmal jemanden aus Edwards Familie völlig unvorbereitet traf.
Andererseits hatte auch Edward mit meinen Eltern schon überraschend Bekanntschaft gemacht, noch bevor wir überhaupt ein Paar waren.
Dieses eine Mal hatte ich mir jedoch erhofft, dass ich Edwards Eltern erst dann treffen würde, sobald Edward und ich unsere Beziehung offiziell bekannt gegeben hatten, aber anscheinend waren wir dazu verdammt, die Familienangehörigen des Anderen auf diese Art und Weise kennen zu lernen.
„Ich wusste gar nicht, dass ihr heute vorbeikommt“, wandte sich Edward wieder überrascht an seine Eltern.
Sanft blickten sie ihn an, was bei mir ein Gefühl der Wehmut auslöste.
Zwar waren meine Eltern erst vor kurzen hier in Chicago zu Besuch gewesen, trotzdem vermisste ich sie.
Über 30 Jahre lang waren sie immer in meiner Nähe gewesen, hatten mir mit Nessie geholfen und mich immer unterstützt, wenn ich sie brauchte.
Es war damals wirklich schwer für mich gewesen, nach Chicago umzuziehen, aber ich tat es für Nessie.
Mittlerweile war Chicago seit über einem Jahr unser Zuhause geworden und erst, seitdem ich meine Zuneigung zu Edward entdeckt hatte und sie ausleben konnte, fühlte ich mich hier richtig glücklich.
„Ach, das war eine spontane Entscheidung“, hörte ich wieder diese liebliche Stimme sagen und schon im nächsten Moment richtete sich ihr Blick auf mich.
Kleine Falten hatten sich um ihre Augen und Mundwinkel gebildet und trotzdem sah sie keinen Tag älter als fünfzig aus.
Die Nervosität, die ich bei Edwards Bruder empfunden hatte, war nichts im Vergleich zu der, die mich nun überkam.
Ich musste mich dazu zwingen nicht auffällig mit meinen Füßen hin und her zu zappeln, stattdessen versuchte ich ein Lächeln auf meine Lippen zu bilden, welches meiner Meinung nach am ehrlichsten wirkte, aber ich wusste, dass es meine Augen nicht erreichen würde.
„Und wer ist dieses reizende Geschöpf?“, fragte Edwards Mutter, als sie ihren Kopf in einer neugierigen Haltung schief legte.
Sofort wandte Edward seinen Blick zu mir, was ich als Aufforderung sah, um den Tisch herum zu gehen.
Meine Hände legte ich fest an meine Seite, damit man das Zittern nicht bemerken konnte, und dennoch versuchte ich, meine Haltung so locker wie möglich zu halten, schließlich waren Edward und ich offiziell betrachtet nur gute Freunde und solche wurden nicht nervös, wenn sie auf die Eltern trafen.
„Mom, Dad, das ist Isabella Black“, stellte Edward mich vor, nachdem er mir seine Hand an den Rücken gelegt hatte und wie bei dem ersten Treffen mit seinem Bruder, war wieder dieser Stolz in seiner Stimme zu erkennen.
„Bella, das sind meine Eltern, Esme und Carlisle“, fuhr Edward fort und streichelte sachte meinen Rücken auf und ab, als ob er meine Nervosität spüren konnte.
„Oh, Sie sind also Nessies Mutter. Wir haben schon so viel von Ihnen gehört.“
Esme kam auf mich zu und zog mich, völlig überraschend, in ihre Arme.
Erstaunt über diese herzliche Begrüßung, konnte ich nichts weiter tun, als bewegungslos in ihren Armen zu liegen.
Erst nachdem ich die Situation realisiert hatte, war auch ich dazu in der Lage meine Arme zu heben und sie auf ihrem Rücken abzulegen.
„Es freut mich Sie kennen zu lernen“, antwortete ich letztendlich, nachdem ich meine Stimme wieder gefunden hatte und sie mich wieder aus der Umarmung entließ.
„Mr. Cullen“, sagte ich darauf, streckte ihm meine Hand entgegen und war froh, dass sie nicht allzu sehr zitterte.
Nur ganz leicht, aber dafür hätte man schon genau hinsehen müssen.
„Bitte, nenne uns Carlisle und Esme“, lächelte mich der blonde Mann an und schüttelte freundlich und mit festem Händedruck meine Hand.
Von Edward wusste ich, dass sein Vater Arzt war und ein weiteres Mal keimte in mir die Frage auf, wieso der Händedruck von Ärzten immer so fest war.
„Oh, das sieht wirklich sehr köstlich aus“, richtete Esme ihre Aufmerksamkeit auf die ganzen Leckereien, die Edward und ich auf dem Tisch gestellt hatten.
Vieles wurde auch schon verkauft, aber ich vermutete eher, dass es daran lag, dass Edward sich dazu bereit erklärt hatte, an meinem Stand mitzuhelfen.
Bisher hatte ich es noch nie geschafft, etwas so rasch zu verkaufen, aber da Edward die Aufmerksamkeit vieler Frauen auf sich gezogen hatte, erklärten sich diese gern dazu, diesem Mann etwas abzukaufen und ließen es sich nicht nehmen, sogar mit ihm zu flirten.
Anfangs musste ich versuchen meine Eifersucht zu unterdrücken, doch sobald ich Edwards Reaktion auf die Versuche der Frauen registrieren konnte, wusste ich, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauchte.
Für mich war es immer noch unvorstellbar, wie er jemanden wie mich… lieben konnte und noch nicht einmal sein Interesse an anderen Frauen zeigte.
Dankbar lächelnd sah ich Edwards Mutter an, ging wieder hinter den Tisch und reichte ihr ein Stück des Schokoladenkuchens, welchem sie besonders ihre Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
Die Männer waren in einem Gespräch vertieft, weshalb ich nun mit Esme allein war.
Meine Nervosität kam zurück, jetzt da ich Edward nicht mehr als Rückenstärkung hatte, allerdings machte Esme auch nicht den Eindruck, als ob sie nun über mich herfallen würde.
Ganz im Gegenteil sogar, denn aus ihren Augen strahlte eine gewisse Wärme aus, die ich nur selten erlebt hatte.
Liebevoll und mit einem leichten Lächeln auf ihren feinen Lippen sah sie mich dankbar an, und schloss genussvoll ihre Augen, sobald sie den ersten Bissen ihres Schokoladenkuchens genommen hatte.
„Oh du meine Güte“, murmelte sie noch mit vollem Mund, hielt sich danach jedoch augenblicklich ihre zierliche Hand davor und sah mich aus großen Augen an.
Erschrocken erwiderte ich ihren Blick.
Schmeckte ihr der Kuchen nicht? Bestimmt nicht, schließlich war sie etwas vollkommen anderes gewohnt… Aber was genau war anders an dem Schokoladenkuchen, den reiche Leute zu sich nahmen? Wahrscheinlich war die Schokolade dafür sehr viel besser und vor allem teurer als die, die ich dafür verwendete.
„Das schmeckt köstlich“, hörte ich Esme sagen, als sie den Bissen herunter geschluckt hatte und den Kuchen zum nächsten ansetzte.
Der Schrecken in meinen Knochen machte augenblicklich der Verwunderung Platz.
War das ihr ernst? Sie fand es gut, was ich zubereitet hatte?
Mein Mund klappte auf, aber nicht ein Ton verließ meine Lippen.
„Sie…Sie mögen es?“, bekam ich irgendwann heraus und sah sie verwirrt an, schließlich war das Rezept nicht unbedingt etwas Besonderes.
Es war ein einfaches Familienrezept, ohne speziellen und schon gar nicht mit irgendwelchen teuren Zutaten.
„Wie kann man es nicht mögen?“, stellte sie mir die Gegenfrage und sah mich ehrlich entgeistert aus ihren grünen Augen an, welche sie eindeutig an Edward und Emily vererbt hatte.
„Ich weiß, normalerweise gehört es sich nicht, diese Frage zu stellen, aber wären Sie bereit, mir das Rezept zu geben?“, fragte sie mich weiter und ich konnte nicht anders, als sie weiterhin aus großen Augen zu mustern.
„Sie können backen?“ Ohne, dass ich es verhindern konnte, hatte diese Frage meine Lippen verlassen und ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass meine Augen noch größer werden konnten.
Doch Esme reagierte darauf weder böse, noch empört.
Sie lachte, so herzhaft, dass einem dabei nur warm ums Herz werden konnte und stellte ihren Teller wieder auf den Tisch ab.
„Tut mir leid“, entschuldigte ich mich auch sofort, nachdem ihr Lachen langsam abebbte und hoffte wirklich, dass sie mir diese Aussage nicht übel nahm und ich es mir jetzt schon mit Edwards Mutter verscherzt hatte.
„Ach, Liebes, ich kann dir diese Frage nicht einmal übel nehmen“, winkte sie ab und hatte scheinbar nicht einmal bemerkt, dass sie mich nicht mehr siezte, was mir durchaus recht war.
Ich kam mir immer so alt vor, wenn man es tat.
„Darf ich dir eine Frage stellen?“, bat sie mich und legte so viel Gefühl in ihren Gesichtzügen, dass ich gar nicht anders konnte, als zu nicken.
Jetzt wusste ich, woher Edward diese Eigenschaft her hatte.
„Bist du glücklich?“ Verwundert starrte ich sie an, einfach aus dem Grund, weil ich mit dieser Frage nicht gerechnet hatte.
Ich wusste nicht, mit was für eine Frage ich hätte rechnen sollen, aber diese kam bestimmt nicht in die engere Auswahl.
„Das sieht man. Du hast diesen gewissen Glanz in deinen Augen, genau wie Edward“, grinste sie mich an und ich konnte nicht anders, als zu vermuten, dass sie von Edward und mir wusste.
Aber woher? Hatte er es ihr gesagt? Und wenn ja, wieso hatte er mich dann nicht wenigstens vorgewarnt?
Esme schien meinen Gesichtsausdruck genau richtig zu deuten und antwortete auf meine unausgesprochene Frage.
„Man sieht ihm an, wie glücklich er ist, wie sehr er sich verändert hat und wie seine Augen an Glanz gewinnen, wenn er von dir spricht oder dich ansieht. Du hast mir meinen Sohn wieder gegeben“, erklärte sie mir, doch ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte.
Es zu leugnen würde nichts bringen und um genau zu sein, hätte ich vorher schon daran denken müssen.
Esme war Mutter, genauso wie ich, und wenn es um das eigene Kind ging, egal wie alt es auch war, konnte man spüren, wenn sich eine Veränderung in dessen Leben breit machte.
„Ich kann es verstehen, wenn ihr es noch geheim halten wollt, schließlich geht es ja nicht nur um euer beide Leben und da wäre es wirklich besser zu wissen, wie sich das Ganze zwischen euch entwickelt. Aber Bella, ich möchte auch, dass du weißt, dass weder ich, noch mein Mann, etwas gegen eure Beziehung einzuwenden hätten“, sprach sie weiter, nachdem ich immer noch nicht dazu in der Lage war auch nur ein Wort zu sagen.
Viel zu sehr war ich von ihren Worten schockiert, allerdings nicht im schlechten Sinne.
Ich hatte einfach nicht damit gerechnet, dass sich unsere Unterhaltung über meinen Schokoladenkuchen zu einer Unterhaltung über meine Beziehung mit Edward entwickeln würde. Doch was mich beruhigte war: Sie würde mich als die Freundin ihres Sohnes akzeptieren und verstand, warum ich zögerte, es offiziell zu machen.
Manchmal kam ich mir einfach unverstanden vor.
Auch in Edwards Augen konnte ich erkennen, dass er es alles andere als gut fand, dass ich es noch immer geheim halten wollte, aber für mich war es einfach wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, auch wenn es diesen vielleicht nie geben würde.
„Darf ich dich Fragen, was Edward dir alles über Tanya erzählt hat?“, wollte sie von mir wissen, doch ich musste mich erst einmal wieder fangen, bevor ich ihr auf diese Frage überhaupt antworten konnte.
„Er hat es mir erzählt“, konnte ich darauf nur erwidern und hoffte, dass sie in meinen Augen ablesen konnte, dass Edward mir wirklich alles über Tanya erzählt hatte.
„Und er hat auch vor, es Emily zu sagen“, fügte ich noch hinzu, damit Esme auch wirklich wusste, dass ich die ganze Wahrheit meinte und nicht die, die für die Öffentlichkeit und somit auch für Emily gedacht war.
Diesmal war es Esme, die mich aus großen Augen musterte und Überraschung sich in ihrem Grün breit machte.
Anscheinend hatte Edward seinen Eltern noch nichts von seinem Vorhaben erzählt.
„Er will es ihr wirklich sagen?“, hakte sie vorsichtshalber noch einmal nach, woraufhin ich wieder einmal nur nicken konnte.
„Du hast wirklich einen großen Einfluss auf Edward. Einen Guten, selbstverständlich“, stellte sie noch einmal klar, doch auch so konnte ich erkennen, dass sie wusste, dass ich Edward gut tat.
Wir taten uns einfach gegenseitig gut, genau das machte unsere Beziehung aus.
Edward hatte seine schlechten Gewohnheiten abgelegt, versuchte nicht mehr zu trinken und ich hatte ihn auch schon lange nicht mehr brüllen gehört.
Mir hatte er dagegen gezeigt, wie schön es sein konnte, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Elf Jahre lang hatte ich nicht mehr so empfunden, doch durch Edward kamen diese Gefühle in mir wieder zum Leben.
Durch ihn fühlte ich mich wieder wie eine vollwertige Frau, nicht nur wie eine Mutter.
„Um ehrlich zu sein, mochte ich Tanya noch nie“, riss mich Esme aus meinen Gedanken.
„Sie war nicht gut genug für Edward, doch was blieb mir anderes üblich, als es hinzunehmen? Tanya hatte natürlich auch ihre guten Seiten, doch ihre schlechten Eigenschaften überwiegten einfach. Diese Arroganz war einfach nicht das, was ich mir für meinen Sohn vorgestellt hatte, aber ich wollte auch nie, dass es so endet… Aber du, Bella, du strahlst genau das aus, was ich mir für die Frau an Edwards Seite immer gewünscht habe.“
Gerührt über ihre Worte, brachte ich keinen einzigen Ton heraus.
Ihr zu danken, schien nicht im Mindesten das auszudrücken, was mir ihre Worte bedeuteten, doch mir blieb auch keine Zeit, etwas passendes dafür auszudenken, da sich die Männer nun dazu entschlossen hatten, sich zu uns zu gesellen.
Keiner von beiden schien auch nur eine Ahnung zu haben, worüber Esme und ich uns noch vor kurzem unterhalten hatten.
Während die anderen schon das Thema ihrer nächsten Unterhaltung eingeläutet hatte, ließ ich mein Gespräch mit Esme noch einmal Revue passieren.
Es tat gut, von Jemandem bestätigt zu bekommen, dass mein Zögern, meine Beziehung zu Edward bekannt zu machen, eine gute Entscheidung war.
Dass Esme mich gerne an Edwards Seite sah, war wirklich eine Erleichterung für mich gewesen.
Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, wie schrecklich es für mich gewesen wäre, wenn seine Eltern etwas gegen mich gehabt hätten.
Doch war das, was Edward und ich hatten, etwas für die Ewigkeit?
War es etwas, was lange halten würde?
Fragen, über die mir niemand eine Antwort geben konnte.
Einzig und allein Edward und ich waren dazu in der Lage, diese Antworten herauszufinden, doch wie diese lauten würde, konnte nur die Zeit sagen…
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